Zeichen und Wunder - Das Kino von Zhang Yimou und Wong Kar-Wai
Kinostart:
19.02.2008
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Josef Schnelle und Rüdiger Suchsland, das Kritiker-Gespann, das Jahr für Jahr live beim Filmfestival Mannheim-Heidelberg und beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen zu erleben ist, hat sich nun auch außerhalb dieses Events zusammengefunden und legt ein Buch vor. Moderieren die beiden bei den Festivals die Gespräche mit den anwesenden Filmemachern, so versuchen sie sich hier in schriftlicher Kooperation. An ihrem Produkt ist nicht zu erkennen, welcher Autor welche Kapitel schrieb. Dabei liegt eine klare Arbeitsteilung nahe, geht es doch um zwei sehr unterschiedliche Regisseure in Zeichen und Wunder - Das Kino von Zhang Yimou und Wong Kar-Wai.
Schnelle und Suchsland sehen in den beiden Chinesen "Zwillinge und Antipoden", die "auf höchstem Niveau die Janusköpfigkeit des chinesisches Autorenkinos" vorstellen. Den "Gemeinsamkeiten und den Differenzen in Stil, Motiv und Themensuche wollen wir in diesem Buch nachspüren", schreiben sie im ersten Kapitel. "Der asiatischen Cinephilie und den chinesischen Traditionen des Geschichtenerzählens. Den Großstadtstimmungen und der filmischen Zeit. Der Seele Chinas eben, die von den beiden Regisseuren, von jedem auf eine andere Art, repräsentiert wird."
Sie vergleichen die Arbeitsweisen, die Stoffe, die Bildkompositionen, die Filmmusik, die Kameraarbeit und die Farbpaletten. Sie liefern Porträts der Schauspielerinnen Gong Li, Maggie Cheung und Zhang Ziyi, des Schauspielers Tony Leung und des australischen Kameramannes Christopher Doyle, die alle sowohl mit Zhang Yimou als auch mit Wong Kar-Wai drehten. Sie beziehen auch die große Bandbreite der Filme anderer asiatischer Regisseure mit ein und arbeiten deutlich die "zwei Handschriften" von Zhang Yimou und Wong-Kar-Wai heraus.
Leider lässt das nicht uninteressante Buch den gewohnten Witz von Josef Schnelle und den Geist von Rüdiger Suchsland weitgehend vermissen. Zeichen und Wunder macht wiederholt den Eindruck, eine Zusammenstellung von Texten zu sein, die zwar immer irgendwie von Zhang Yimou und Wong Kar-Wai handeln, die jedoch nicht auf einen Vergleich der beiden Regisseure hinauslaufen. Möglicherweise wurden hier Texte zusammengefügt, die ursprünglich einzeln veröffentlicht wurden oder werden sollten, und nun etwas beziehungslos nebeneinander stehen.
(Stefan Otto)
Schnelle und Suchsland sehen in den beiden Chinesen "Zwillinge und Antipoden", die "auf höchstem Niveau die Janusköpfigkeit des chinesisches Autorenkinos" vorstellen. Den "Gemeinsamkeiten und den Differenzen in Stil, Motiv und Themensuche wollen wir in diesem Buch nachspüren", schreiben sie im ersten Kapitel. "Der asiatischen Cinephilie und den chinesischen Traditionen des Geschichtenerzählens. Den Großstadtstimmungen und der filmischen Zeit. Der Seele Chinas eben, die von den beiden Regisseuren, von jedem auf eine andere Art, repräsentiert wird."
Sie vergleichen die Arbeitsweisen, die Stoffe, die Bildkompositionen, die Filmmusik, die Kameraarbeit und die Farbpaletten. Sie liefern Porträts der Schauspielerinnen Gong Li, Maggie Cheung und Zhang Ziyi, des Schauspielers Tony Leung und des australischen Kameramannes Christopher Doyle, die alle sowohl mit Zhang Yimou als auch mit Wong Kar-Wai drehten. Sie beziehen auch die große Bandbreite der Filme anderer asiatischer Regisseure mit ein und arbeiten deutlich die "zwei Handschriften" von Zhang Yimou und Wong-Kar-Wai heraus.
Leider lässt das nicht uninteressante Buch den gewohnten Witz von Josef Schnelle und den Geist von Rüdiger Suchsland weitgehend vermissen. Zeichen und Wunder macht wiederholt den Eindruck, eine Zusammenstellung von Texten zu sein, die zwar immer irgendwie von Zhang Yimou und Wong Kar-Wai handeln, die jedoch nicht auf einen Vergleich der beiden Regisseure hinauslaufen. Möglicherweise wurden hier Texte zusammengefügt, die ursprünglich einzeln veröffentlicht wurden oder werden sollten, und nun etwas beziehungslos nebeneinander stehen.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Zeichen und Wunder - Das Kino von Zhang Yimou und Wong Kar-Wai
Autor:
Josef Schnelle, Rüdiger Suchsland
Erscheinungsort:
Marburg
Erscheinungsdatum:
2008
Seiten:
203
Verlag:
Schüren Verlag
ISBN:
978-3-89472-438-2
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