Wie Enten hausen. Die Ducks von A bis Z
Kinostart:
25.10.2004
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Barks’ Ducks
Entenhausen, die Stadt im fiktiven Staat Calisota, ist die Heimat von Donald Duck und den anderen weltberühmten Enten. In 402 Erzählungen, erschienen von 1942 bis 1967, schuf Carl Barks einen kohärenten und in sich geschlossenen Kosmos, "ein dichtes Gewebe voller Poesie und Skurrilität, unser aller Kindheitstraum und -trauma."
Seine Saga von den Ducks beschäftigt sich mit dem Erhabenen ebenso wie mit dem Kleinen, dem Philosophischen wie dem Profanen, sie bildet eine Welt ab, die in erster Linie nicht aus großen Ideen besteht, sondern aus Trivialitäten, seltsamen Präferenzen und zweifelhaften Motiven. "Seine Protagonisten sind schwach (Donald Duck), gierig (Dagobert Duck), faul (Gustav Gans), oberflächlich (Daisy Duck), eitel (alle bis jetzt), naiv (Daniel Düsentrieb), kriminell (Magica de Spell [=Gundel Gaukeley], Panzerknacker). Die Menge ist aggressiv und grausam, auch einzelne Personen scheuen nicht vor außergewöhnlicher Brutalität zurück, um ein Ziel zu erreichen. Die Welt besteht mehr aus Krieg als aus Frieden, Nachbarn sind zum Streiten da, Vorgesetzte feuern Untergebene per Fußtritt, die Zuschauer bei jeder Art von Veranstaltung jubilieren, wenn es jemandem besonders übel ergeht."
Dr. Henner Löffler, ein Spezialist für ungewöhnliche Lexika (Doderer-ABC - Ein Lexikon für Heimitisten), stellt in Wie Enten hausen - Die Ducks von A bis Z die Heimstatt der Ducks mit ihrem tierisch-menschlichen Personal vor. Der Autor wendet literatur- und kulturwissenschaftliche Methoden an. In einer kurzweiligen und humorvollen, jedoch wohlgemerkt nicht parodistischen Argumentation legt er zudem dar, dass Barks’ Werk nicht nur zur Geschichte der Comic Books, sondern durchaus zur Geschichte der Literatur des 20. Jahrhunderts gehört, mit vielfach übersehenen Einflüssen auf Kunst, Literatur und Film (etwa Steven Spielberg, George Lucas, Joel und Ethan Coen). "Barks", lobt Löffler, "ist ein kompletter Künstler, seine Erzählungen in Wort und Bild sind voller Geist, Witz, Präzision, Realität, Beobachtung, Sprach- und Zeichenkunst, Wortspiele, Spracherfindungen und -neuerungen, Skurrilität, Humor und Poesie."
Mit nur 54 Stichworten auf 469 Seiten ist Wie Enten hausen kein regelrechtes Lexikon. Einige der Stichworte würde man nicht erwarten ("Dreimal fünf Ducks", "Sieben Geschichten"). Löfflers Buch ist eher eine Essaysammlung denn ein enzyklopädisches Werk. Obwohl es als Nachschlagewerk fallweise herangezogen werden könnte, erreicht es seinen Zweck wohl am ehesten, wenn es einfach zur Gänze gelesen wird.
Seine Saga von den Ducks beschäftigt sich mit dem Erhabenen ebenso wie mit dem Kleinen, dem Philosophischen wie dem Profanen, sie bildet eine Welt ab, die in erster Linie nicht aus großen Ideen besteht, sondern aus Trivialitäten, seltsamen Präferenzen und zweifelhaften Motiven. "Seine Protagonisten sind schwach (Donald Duck), gierig (Dagobert Duck), faul (Gustav Gans), oberflächlich (Daisy Duck), eitel (alle bis jetzt), naiv (Daniel Düsentrieb), kriminell (Magica de Spell [=Gundel Gaukeley], Panzerknacker). Die Menge ist aggressiv und grausam, auch einzelne Personen scheuen nicht vor außergewöhnlicher Brutalität zurück, um ein Ziel zu erreichen. Die Welt besteht mehr aus Krieg als aus Frieden, Nachbarn sind zum Streiten da, Vorgesetzte feuern Untergebene per Fußtritt, die Zuschauer bei jeder Art von Veranstaltung jubilieren, wenn es jemandem besonders übel ergeht."
Dr. Henner Löffler, ein Spezialist für ungewöhnliche Lexika (Doderer-ABC - Ein Lexikon für Heimitisten), stellt in Wie Enten hausen - Die Ducks von A bis Z die Heimstatt der Ducks mit ihrem tierisch-menschlichen Personal vor. Der Autor wendet literatur- und kulturwissenschaftliche Methoden an. In einer kurzweiligen und humorvollen, jedoch wohlgemerkt nicht parodistischen Argumentation legt er zudem dar, dass Barks’ Werk nicht nur zur Geschichte der Comic Books, sondern durchaus zur Geschichte der Literatur des 20. Jahrhunderts gehört, mit vielfach übersehenen Einflüssen auf Kunst, Literatur und Film (etwa Steven Spielberg, George Lucas, Joel und Ethan Coen). "Barks", lobt Löffler, "ist ein kompletter Künstler, seine Erzählungen in Wort und Bild sind voller Geist, Witz, Präzision, Realität, Beobachtung, Sprach- und Zeichenkunst, Wortspiele, Spracherfindungen und -neuerungen, Skurrilität, Humor und Poesie."
Mit nur 54 Stichworten auf 469 Seiten ist Wie Enten hausen kein regelrechtes Lexikon. Einige der Stichworte würde man nicht erwarten ("Dreimal fünf Ducks", "Sieben Geschichten"). Löfflers Buch ist eher eine Essaysammlung denn ein enzyklopädisches Werk. Obwohl es als Nachschlagewerk fallweise herangezogen werden könnte, erreicht es seinen Zweck wohl am ehesten, wenn es einfach zur Gänze gelesen wird.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Wie Enten hausen. Die Ducks von A bis Z
Autor:
Henner Löffler
Erscheinungsort:
München
Erscheinungsdatum:
2004
Seiten:
469
Verlag:
Verlag C. H. Beck
ISBN:
3-406-51608-4
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