What makes him run?
Hollywood-Schlüsselromane der dreißiger, vierziger Jahre: Tag der Heuschrecke von Nathanael West, Der letzte Tycoon von F. Scott Fitzgerald sowie, in Deutschland weniger bekannt als diese beiden, Was treibt Sammy an? von Budd Schulberg. Der Roman erschien 1941 in den USA, wurde 1959 als TV-Zweiteiler verfilmt und nun von Harry Rowohlt neu ins Deutsche übersetzt.
Sein Autor Budd Wilson Schulberg, 1914 als Sohn des frühen Filmproduzenten Benjamin Percival Schulberg geboren und in Hollywood aufgewachsen, wurde mit seinem vorliegenden Romandebüt bekannt und erfolgreich. 1951 wurde er wegen seiner früheren Mitgliedschaft in der kommunistischen Partei vor das House on Un-American Activities Commitee, den Ausschuss für unamerikanische Umtriebe, gerufen. Er stellte sich dem Komitee als Zeuge zur Verfügung und nannte Kollegen, die daraufhin auf die schwarze Liste Hollywoods kamen. Danach begann die Zusammenarbeit mit Regisseur Elia Kazan, der als Zeuge ebenfalls Namen genannt hatte, die auf die Blacklist kamen. Für Kazan schrieb Schulberg seine berühmtesten Drehbücher: On the Waterfront und A Face in the Crowd.
Sammy Glick, die Hauptfigur in What makes Sammy run?, ist ein Emporkömmling mit großer Klappe und spitzen, ausfahrenden Ellenbogen. Ohne literarisches Talent bringt er es vom Laufburschen in einer Zeitungsredaktion zum erfolgreichsten Filmproduzenten Hollywoods. Er lässt keine Gelegenheit verstreichen, all diejenigen aufs Kreuz zu legen, die ihm bei seinem Aufstieg nach ganz oben im Weg stehen. Er ist ein Erfolgsmensch, der sich mit unbedingtem Willen, unerschöpflicher Energie und enormer Geistesgegenwart durchsetzt, der lügt und betrügt, plagiiert und intrigiert.
Mit Sammy Glick hat Budd Schulberg exemplarisch aufgezeigt, wie man mit Skrupellosigkeit zum Erfolg kommt, und für einen handfesten Skandal in Hollywood gesorgt. Auch heute, in Zeiten von bedrohtem Qualitätsjournalismus und unlängst beendetem Drehbuchautoren-Streik, bleibt Titelheld Sammy eine Reizfigur.
(Stefan Otto)
Sein Autor Budd Wilson Schulberg, 1914 als Sohn des frühen Filmproduzenten Benjamin Percival Schulberg geboren und in Hollywood aufgewachsen, wurde mit seinem vorliegenden Romandebüt bekannt und erfolgreich. 1951 wurde er wegen seiner früheren Mitgliedschaft in der kommunistischen Partei vor das House on Un-American Activities Commitee, den Ausschuss für unamerikanische Umtriebe, gerufen. Er stellte sich dem Komitee als Zeuge zur Verfügung und nannte Kollegen, die daraufhin auf die schwarze Liste Hollywoods kamen. Danach begann die Zusammenarbeit mit Regisseur Elia Kazan, der als Zeuge ebenfalls Namen genannt hatte, die auf die Blacklist kamen. Für Kazan schrieb Schulberg seine berühmtesten Drehbücher: On the Waterfront und A Face in the Crowd.
Sammy Glick, die Hauptfigur in What makes Sammy run?, ist ein Emporkömmling mit großer Klappe und spitzen, ausfahrenden Ellenbogen. Ohne literarisches Talent bringt er es vom Laufburschen in einer Zeitungsredaktion zum erfolgreichsten Filmproduzenten Hollywoods. Er lässt keine Gelegenheit verstreichen, all diejenigen aufs Kreuz zu legen, die ihm bei seinem Aufstieg nach ganz oben im Weg stehen. Er ist ein Erfolgsmensch, der sich mit unbedingtem Willen, unerschöpflicher Energie und enormer Geistesgegenwart durchsetzt, der lügt und betrügt, plagiiert und intrigiert.
Mit Sammy Glick hat Budd Schulberg exemplarisch aufgezeigt, wie man mit Skrupellosigkeit zum Erfolg kommt, und für einen handfesten Skandal in Hollywood gesorgt. Auch heute, in Zeiten von bedrohtem Qualitätsjournalismus und unlängst beendetem Drehbuchautoren-Streik, bleibt Titelheld Sammy eine Reizfigur.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Was treibt Sammy an?
Autor:
Budd Schulberg
Erscheinungsort:
Zürich
Erscheinungsdatum:
2008
Seiten:
416
Verlag:
Kein & Aber
ISBN:
978-3-0369-5516-2
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