Wahlverwandte - Filmische und literarische Erzählungen im Dialog
Leserbewertung:
Noch nicht genügend Bewertungen
Filmisches Schreiben
Nein, es geht in diesem Buch nicht um Mitte Ende August und ältere Verfilmungen von Goethes Wahlverwandtschaften, auch wenn der Titel das auf den ersten Blick nahelegt. Es geht nicht um Literaturverfilmungen, sondern um Beziehungen zwischen einzelnen literarischen Werken - Romanen, Dramen - und Filmen, die in keiner direkten Verbindung miteinander stehen.
So spielen Die Wahlverwandtschaften schon eine große Rolle in Wahlverwandte - Filmische und literarische Erzählungen im Dialog, jedoch werden dem Roman nicht seine Verfilmungen gegenübergestellt, sondern Truffauts Jules und Jim / Jules et Jim, Rohmers Der Freund meiner Freundin / L' ami de mon amie und Woody Allens Manhattan. David Lynchs Blue Velvet wird in Beziehung gesetzt zu E. T. A. Hoffmanns Novelle Der Sandmann, Robert Altmans Gosford Park zu König Ödipus von Sophokles und Hitchcocks Das Fenster zum Hof / Rear Window von 1954 zu Ilse Aichingers Kurzgeschichte Das Fenster-Theater vom Jahr zuvor.
Im Zentrum stehen, so formuliert es Dr. Elisabeth K. Paefgen in ihrer Einleitung, "Film-Literatur-Beziehungen, die sich nicht durch Titelgleichheit auszeichnen: Ausgangspunkt ist die These, dass es gerade die indirekten, nicht bewussten oder versteckten Bezüge zwischen filmischen und schriftlichen Erzählungen sind, die den Deutungsraum erweitern und zu neuen Auslegungsperspektiven nicht zuletzt für die 'vor-filmische' Literatur führen."
Wahlverwandte geht auch den Beziehungen von Uwe Johnsons Romanen zur Filmkunst nach und untersucht die verschiedenen filmischen, dramatischen und epischen Bearbeitungen des kurzen Lebens der Johanna von Orleans. In den neun divergenten und ins Detail gehenden Studien, die das Buch ausmachen, zeigt Paefgen gut nachvollziehbar Verwandtschaften zwischen Film und Literatur auf, ebenso wie Kontraste und Differenzen.
(Stefan Otto)
So spielen Die Wahlverwandtschaften schon eine große Rolle in Wahlverwandte - Filmische und literarische Erzählungen im Dialog, jedoch werden dem Roman nicht seine Verfilmungen gegenübergestellt, sondern Truffauts Jules und Jim / Jules et Jim, Rohmers Der Freund meiner Freundin / L' ami de mon amie und Woody Allens Manhattan. David Lynchs Blue Velvet wird in Beziehung gesetzt zu E. T. A. Hoffmanns Novelle Der Sandmann, Robert Altmans Gosford Park zu König Ödipus von Sophokles und Hitchcocks Das Fenster zum Hof / Rear Window von 1954 zu Ilse Aichingers Kurzgeschichte Das Fenster-Theater vom Jahr zuvor.
Im Zentrum stehen, so formuliert es Dr. Elisabeth K. Paefgen in ihrer Einleitung, "Film-Literatur-Beziehungen, die sich nicht durch Titelgleichheit auszeichnen: Ausgangspunkt ist die These, dass es gerade die indirekten, nicht bewussten oder versteckten Bezüge zwischen filmischen und schriftlichen Erzählungen sind, die den Deutungsraum erweitern und zu neuen Auslegungsperspektiven nicht zuletzt für die 'vor-filmische' Literatur führen."
Wahlverwandte geht auch den Beziehungen von Uwe Johnsons Romanen zur Filmkunst nach und untersucht die verschiedenen filmischen, dramatischen und epischen Bearbeitungen des kurzen Lebens der Johanna von Orleans. In den neun divergenten und ins Detail gehenden Studien, die das Buch ausmachen, zeigt Paefgen gut nachvollziehbar Verwandtschaften zwischen Film und Literatur auf, ebenso wie Kontraste und Differenzen.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Wahlverwandte - Filmische und literarische Erzählungen im Dialog
Autor:
Elisabeth K. Paefgen
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsdatum:
2009
Seiten:
167
Verlag:
Bertz + Fischer
ISBN:
978-3-86505-306-0
BEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Buch (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)





