Von Fritz the Cat zu Waltz with Bashir - Der Animationsfilm für Erwachsene
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Der Spielfilm, die Dokumentation und die Animation ließen sich genaugenommen nie haarscharf voneinander trennen. Nicht umsonst erklärt der Spielfilmregisseur Rudolf Thome: "Ich mache Dokumentarfilme über Schauspieler, die Szenen aus einem Drehbuch spielen." Und der Journalist und Drehbuchautor Florian Schwebel führt auf den ersten Seiten seines Buches Von Fritz the Cat zu Waltz with Bashir aus, dass beinahe jeder im Kino aufgeführte Film ein Animationsfilm sei, weil seine Wirkung auf der Unfähigkeit des menschlichen Auges beruhe, schnell hintereinander geschaltete Einzelbilder als solche zu erkennen.
Die Aufgabenverteilung zwischen den Gattungen Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilm verlief jedoch immer vergleichsweise deutlich. "Alle", so Schwebel (Niemand außer mir), "waren dramatischen Umbrüchen der Filmbranche wie der sie umgebenden Welt ausgesetzt und bewiesen die Fähigkeit, sich zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten immer wieder neu zu erfinden, ohne ihre Identität zu verlieren."
Dabei rückten Animationsfilme wie Avatar, Oben / Up, Waltz with Bashir und Persepolis in den letzten Jahren in die Mitte des filmischen Diskurses. Weil Trickfilme, bestärkt durch die neuen digitalen Techniken, die einen immensen Zuwachs an Ausdrucksmöglichkeiten brachten, eine verfremdende Ästhetik zu entwickeln verstanden, und weil sie Vorbilder aus der Bildenden Kunst und der Grafik mit einem Schwelgen in irrealen Bewegungsabläufen verbinden und den Zuschauer gleichermaßen als aufmerksamen Kenner und als verblüfftes Kind reizen.
In seinem Buch mit vielen, aber leider kleinen Abbildungen verfolgt Schwebel die Geschichte des Trickfilms von seinen Anfängen bei Émile Cohl und Winsor McCay bis zu Coraline von 2009: Vom Zeichentrick für Erwachsene, Yellow Submarine und Fritz the Cat, von Apokalypsen wie Allegro non troppo und When the Wind Blows / Wenn der Wind weht, Satiren wie South Park: Bigger, Longer & Uncut / South Park - Der Film oder Shrek, Politika wie Der Führer's Face oder Animal Farm / Aufstand der Tiere, Kombinationen aus Trick- und Realfilm wie Who Framed Roger Rabbit / Falsches Spiel mit Roger Rabbit und A Scanner Darkly bis zu den neo-klassischen Zeichentrickfilmen von Hayao Miyazaki und Brad Bird.
(Stefan Otto)
Die Aufgabenverteilung zwischen den Gattungen Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilm verlief jedoch immer vergleichsweise deutlich. "Alle", so Schwebel (Niemand außer mir), "waren dramatischen Umbrüchen der Filmbranche wie der sie umgebenden Welt ausgesetzt und bewiesen die Fähigkeit, sich zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten immer wieder neu zu erfinden, ohne ihre Identität zu verlieren."
Dabei rückten Animationsfilme wie Avatar, Oben / Up, Waltz with Bashir und Persepolis in den letzten Jahren in die Mitte des filmischen Diskurses. Weil Trickfilme, bestärkt durch die neuen digitalen Techniken, die einen immensen Zuwachs an Ausdrucksmöglichkeiten brachten, eine verfremdende Ästhetik zu entwickeln verstanden, und weil sie Vorbilder aus der Bildenden Kunst und der Grafik mit einem Schwelgen in irrealen Bewegungsabläufen verbinden und den Zuschauer gleichermaßen als aufmerksamen Kenner und als verblüfftes Kind reizen.
In seinem Buch mit vielen, aber leider kleinen Abbildungen verfolgt Schwebel die Geschichte des Trickfilms von seinen Anfängen bei Émile Cohl und Winsor McCay bis zu Coraline von 2009: Vom Zeichentrick für Erwachsene, Yellow Submarine und Fritz the Cat, von Apokalypsen wie Allegro non troppo und When the Wind Blows / Wenn der Wind weht, Satiren wie South Park: Bigger, Longer & Uncut / South Park - Der Film oder Shrek, Politika wie Der Führer's Face oder Animal Farm / Aufstand der Tiere, Kombinationen aus Trick- und Realfilm wie Who Framed Roger Rabbit / Falsches Spiel mit Roger Rabbit und A Scanner Darkly bis zu den neo-klassischen Zeichentrickfilmen von Hayao Miyazaki und Brad Bird.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Von Fritz the Cat zu Waltz with Bashir - Der Animationsfilm für Erwachsene
Autor:
Florian Schwebel
Erscheinungsort:
Marburg
Erscheinungsdatum:
2010
Seiten:
171
Verlag:
Schüren Verlag
ISBN:
978-3-89472-691-1
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