Versuch über John Ford: Die Western-Filme 1939-1964
Kinostart:
01.03.2005
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It's a man's world
John Ford ist so etwas wie der Fleisch gewordene Traum eines jeden (männlichen) Filmkritikers, ein Raubein, dessen Helden in der kargen und archaischen Männerwelt des Wilden Westens leben, kämpfen, fluchen, lieben und schlussendlich sogar sterben. 14 Western hat er im Laufe der Jahre gedreht, und kein anderer Regisseur hat dieses Genre so geprägt wie John Ford, mal ganz davon abgesehen, dass er als Entdecker und Erfinder des Mythos John Wayne gilt. Und zugleich hat Ford mit seinen Interpretationen des „frontier spirit“ das amerikanische Welt- und Selbstbild wesentlich mit gestaltet, wie manche Beobachter meinen, nicht gerade zum Vorteil der Politik der USA, doch das steht auf einem anderen Blatt.
Der Berliner Autor Dirk C. Loew hat sich in seinem Buch Versuch über John Ford vor allem den Western-Filmen des Regisseurs angenommen, die für ihn so etwas wie der Nukleus des 129 Filme umfassenden Werkes sind. Beeindruckend ist allein schon der Kanon der untersuchten Filme, er reicht von Stagecoach (1939), Drums Along The Mohawk (1939), My Darling Clementine (1946), Fort Apache (1948), Three Godfathers (1948) über She Wore A Yellow Ribbon (1949), Wagonmaster (1950), Rio Grande (1950), The Searchers (1956), The Horse Soldiers (1959), Sergeant Rutledge (1960), Two Rode Together (1961) bis hin zu The Man Who Shot Liberty Valance (1962) und Cheyenne Autumn (1964). Jeder der Filme wird auf historischer, filmischer, filmgeschichtlicher, inhaltlicher, genrespezifischer und sozialgeschichtlicher Ebene analysiert und interpretiert, einzelne Werke, die thematisch eng beieinander liegen, werden auch in einem Kapitel zusammengefasst. Außerdem werden auch die produktionstechnischen Hintergründe als wesentlicher Bestandteil der Historie eines Filmes begriffen und dementsprechend gründlich untersucht. Durch die Fülle an Material – unter anderem Notizen und Unterlagen aus dem Nachlass John Fords, die so genannten „John Ford Papers“ – entsteht ein Bild des Regisseur, dass die eigene Haltung des Meisters als apolitischer Filmemacher demaskiert und weit über die Filme hinaus auf gesellschaftliche, politische und historische Bezugsgrößen verweist.
Dirk C. Loews Buch“ ist weitaus mehr als nur eine – wie der Titel es nahe legt - Annäherung an einen der klassischen Hollywood-Regisseure und „alten Meister“ des Kinos. Es ist eine Untersuchung, die mit wissenschaftlicher Akribie und sprachlicher Leichtigkeit zum Kern von Fords Schaffen vordringt, eine Verbindung, die bei (film-)wissenschaftlichen Büchern leider höchst selten geworden ist. Zudem ergänzen ein Glossar der wichtigsten amerikanischen Filmausdrücke sowie ein ausführliches Literaturverzeichnis das Buch sinnvoll, so dass man es wohl mit Fug und Recht als das deutschsprachige Standardwerk über John Ford bezeichnen muss. Unverzichtbar für alle Western-Fans und John Ford-Verehrer!
Der Berliner Autor Dirk C. Loew hat sich in seinem Buch Versuch über John Ford vor allem den Western-Filmen des Regisseurs angenommen, die für ihn so etwas wie der Nukleus des 129 Filme umfassenden Werkes sind. Beeindruckend ist allein schon der Kanon der untersuchten Filme, er reicht von Stagecoach (1939), Drums Along The Mohawk (1939), My Darling Clementine (1946), Fort Apache (1948), Three Godfathers (1948) über She Wore A Yellow Ribbon (1949), Wagonmaster (1950), Rio Grande (1950), The Searchers (1956), The Horse Soldiers (1959), Sergeant Rutledge (1960), Two Rode Together (1961) bis hin zu The Man Who Shot Liberty Valance (1962) und Cheyenne Autumn (1964). Jeder der Filme wird auf historischer, filmischer, filmgeschichtlicher, inhaltlicher, genrespezifischer und sozialgeschichtlicher Ebene analysiert und interpretiert, einzelne Werke, die thematisch eng beieinander liegen, werden auch in einem Kapitel zusammengefasst. Außerdem werden auch die produktionstechnischen Hintergründe als wesentlicher Bestandteil der Historie eines Filmes begriffen und dementsprechend gründlich untersucht. Durch die Fülle an Material – unter anderem Notizen und Unterlagen aus dem Nachlass John Fords, die so genannten „John Ford Papers“ – entsteht ein Bild des Regisseur, dass die eigene Haltung des Meisters als apolitischer Filmemacher demaskiert und weit über die Filme hinaus auf gesellschaftliche, politische und historische Bezugsgrößen verweist.
Dirk C. Loews Buch“ ist weitaus mehr als nur eine – wie der Titel es nahe legt - Annäherung an einen der klassischen Hollywood-Regisseure und „alten Meister“ des Kinos. Es ist eine Untersuchung, die mit wissenschaftlicher Akribie und sprachlicher Leichtigkeit zum Kern von Fords Schaffen vordringt, eine Verbindung, die bei (film-)wissenschaftlichen Büchern leider höchst selten geworden ist. Zudem ergänzen ein Glossar der wichtigsten amerikanischen Filmausdrücke sowie ein ausführliches Literaturverzeichnis das Buch sinnvoll, so dass man es wohl mit Fug und Recht als das deutschsprachige Standardwerk über John Ford bezeichnen muss. Unverzichtbar für alle Western-Fans und John Ford-Verehrer!
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Versuch über John Ford: Die Western-Filme 1939-1964
Autor:
Dirk C. Loew
Erscheinungsort:
Norderstedt
Erscheinungsdatum:
2005
Seiten:
372
Verlag:
BoD GmbH
ISBN:
3-8334-2124-X
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