Und mein Leben beginnt jetzt
Kinostart:
11.04.2005
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A Paper Life
Tatum O’Neal, man erinnert sich, war die eigensinnige Addie Loggins in Paper Moon und das kleine Mädchen, das 1974 allein über den roten Teppich in Los Angeles lief. Gerade mal zehn Jahre alt, erhielt sie den Oscar als beste weibliche Nebendarstellerin. Danach kam offenbar nicht mehr viel Schönes in Tatums Leben. Stattdessen ein zermürbender Kampf um die Anerkennung des Mannes, den sie einerseits die "Liebe ihres Lebens" nennt und von dem sie andererseits sagt, er habe ihr Leben ruiniert: Ryan O’Neal, ihr Vater. Mit John McEnroe, mit dem sie acht Jahre lang verheiratet war, war es offenbar nicht viel besser. "Seine legendären Wutanfälle brachte er vom Tennisplatz mit nach Hause", schreibt Tatum, "und später, als ich ihn verließ, ließ er ihnen auch vor Gericht freien Lauf, wo er versuchte, mir die Kinder zu entziehen."
Mit der Vergangenheit soll jetzt aufgeräumt werden. Tatum O’Neal, inzwischen 41 Jahre alt, hat ihre Autobiografie vorgelegt. Die Originalausgabe trägt in Anlehnung an den Film, der ihr berühmtester blieb und aller Voraussicht nach auch bleiben wird, den Titel A Paper Life. Auf deutsch heißt das Buch Und mein Leben beginnt jetzt. Es ist vor allem anderen eine Abrechnung mit dem Vater und einem Leben, dem sie nicht gewachsen sein konnte: zu jung, zu einsam, zu stoned. Glaubt man Tatums Erinnerungen, war Hollywood in den 70er Jahren ein Hippietraum: Drogen, Räucherstäbchen, freie Liebe - vielleicht nicht gerade optimal für ein Kind. Doch Tatum war mittendrin und versank zwischen Kokain, Bulimie und Depressionen. Sie wirft ihrem Vater vor, dass er sie schon als Kind vollkommen sich selbst überlassen und niemals die Verantwortung für sie übernommen habe.
Wieviel Wahrheit in Tatum O’Neals Erinnerungen steckt, ist fraglich. "Als Vater hoffe ich, dass sie dieses Buch aus therapeutischen Gründen schrieb und dass es ihrem Heilungsprozess dient", kommentierte Ryan O’Neal die, seiner Ansicht nach, "bösartigen Lügen" seiner Tochter. "Ich muss an mich selbst glauben", schreibt sie, "und damit beginne ich jetzt. Ich habe vierzig Jahre dazu gebraucht, und nun ist die Zeit reif."
(Stefan Otto)
Mit der Vergangenheit soll jetzt aufgeräumt werden. Tatum O’Neal, inzwischen 41 Jahre alt, hat ihre Autobiografie vorgelegt. Die Originalausgabe trägt in Anlehnung an den Film, der ihr berühmtester blieb und aller Voraussicht nach auch bleiben wird, den Titel A Paper Life. Auf deutsch heißt das Buch Und mein Leben beginnt jetzt. Es ist vor allem anderen eine Abrechnung mit dem Vater und einem Leben, dem sie nicht gewachsen sein konnte: zu jung, zu einsam, zu stoned. Glaubt man Tatums Erinnerungen, war Hollywood in den 70er Jahren ein Hippietraum: Drogen, Räucherstäbchen, freie Liebe - vielleicht nicht gerade optimal für ein Kind. Doch Tatum war mittendrin und versank zwischen Kokain, Bulimie und Depressionen. Sie wirft ihrem Vater vor, dass er sie schon als Kind vollkommen sich selbst überlassen und niemals die Verantwortung für sie übernommen habe.
Wieviel Wahrheit in Tatum O’Neals Erinnerungen steckt, ist fraglich. "Als Vater hoffe ich, dass sie dieses Buch aus therapeutischen Gründen schrieb und dass es ihrem Heilungsprozess dient", kommentierte Ryan O’Neal die, seiner Ansicht nach, "bösartigen Lügen" seiner Tochter. "Ich muss an mich selbst glauben", schreibt sie, "und damit beginne ich jetzt. Ich habe vierzig Jahre dazu gebraucht, und nun ist die Zeit reif."
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Und mein Leben beginnt jetzt
Autor:
Tatum O’Neal
Erscheinungsort:
München
Erscheinungsdatum:
2005
Seiten:
256
Verlag:
Blanvalet Verlag
ISBN:
3-8090-3031-7
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