Träume - Bilder - Bilder - Träume. Die Geschichte der Ufa von 1917 bis heute
Kinostart:
23.01.2008
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90 Jahre Ufa
Die Ufa hat Geburtstag und schenkt sich selbst ein Buch. Hans Helmut Prinzler hat ein schönes und ausführliches Vorwort verfasst. Die Autorinnen Antonia Meiners und Antje Taffelt, die in fünf halblangen Beiträgen die wechselvolle Geschichte des Unternehmens Ufa rekapitulieren, werden nur klein auf Seite 4 genannt. Der Schwerpunkt von Träume - Bilder - Bilder - Träume liegt auf den Fotografien. Über 200 große, schwarz-weiße und farbige Bilder von einst und jetzt sind es, anhand derer dieses Buch neun Jahrzehnte Geschichte der Ufa und damit neun Jahrzehnte Film- und Fernsehgeschichte in Deutschland nachzeichnet.
Es beginnt mit F. W. Murnaus Der letzte Mann und endet mit Andreas Dresens Willenbrock. Wir sehen Lubitschs Carmen und seine Madame Dubarry, Langs Dr. Mabuse, seine Nibelungen und Metropolis, die Fridericus-Rex-Filme. Marlene Dietrich als Lola Lola, Martha Eggerth als die Csardasfürstin, Hans Albers als Baron Münchhausen, Hardy Krüger in Die Gans von Sedan, Horst Buchholz in Das Totenschiff. Und dann die Fernsehfilme, die Serien und die Shows: Heimatmuseum, Der Tunnel, GZSZ, Verliebt in Berlin, Ruck Zuck und Das Quiz mit Jörg Pilawa.
Zu sehen sind Fotos aus den Filmen und Sendungen, dazu Porträts von Ufa-Stars und ihren Regisseuren. Die Bilder machen gut anschaulich, wie sich der deutsche Film im Lauf des vergangenen Jahrhunderts verändert hat. Und die begleitenden Texte verschweigen nicht, dass die Gründung der Universum-Film Aktiengesellschaft im Dienst der Kriegspropaganda erfolgte, dass der Ufa-Vorstand bereits 1933 die Entlassung jüdischer Mitarbeiter beschloss und dass zum Beispiel Hitlerjunge Quex (1933) und Kolberg (1945) Ufa-Filme sind. Dass aber Das Cabinett des Dr. Caligari (eine Decla-Produktion), Die Mörder sind unter uns (Defa) und Die Stärkere (Capitol) hier auftauchen, ist nicht ganz verständlich.
(Stefan Otto)
Es beginnt mit F. W. Murnaus Der letzte Mann und endet mit Andreas Dresens Willenbrock. Wir sehen Lubitschs Carmen und seine Madame Dubarry, Langs Dr. Mabuse, seine Nibelungen und Metropolis, die Fridericus-Rex-Filme. Marlene Dietrich als Lola Lola, Martha Eggerth als die Csardasfürstin, Hans Albers als Baron Münchhausen, Hardy Krüger in Die Gans von Sedan, Horst Buchholz in Das Totenschiff. Und dann die Fernsehfilme, die Serien und die Shows: Heimatmuseum, Der Tunnel, GZSZ, Verliebt in Berlin, Ruck Zuck und Das Quiz mit Jörg Pilawa.
Zu sehen sind Fotos aus den Filmen und Sendungen, dazu Porträts von Ufa-Stars und ihren Regisseuren. Die Bilder machen gut anschaulich, wie sich der deutsche Film im Lauf des vergangenen Jahrhunderts verändert hat. Und die begleitenden Texte verschweigen nicht, dass die Gründung der Universum-Film Aktiengesellschaft im Dienst der Kriegspropaganda erfolgte, dass der Ufa-Vorstand bereits 1933 die Entlassung jüdischer Mitarbeiter beschloss und dass zum Beispiel Hitlerjunge Quex (1933) und Kolberg (1945) Ufa-Filme sind. Dass aber Das Cabinett des Dr. Caligari (eine Decla-Produktion), Die Mörder sind unter uns (Defa) und Die Stärkere (Capitol) hier auftauchen, ist nicht ganz verständlich.
(Stefan Otto)
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