Fünf Filme
Obwohl er bislang erst fünf Langfilme drehte, ist er, vor allem dank Lola rennt, der angesehenste deutsche Filmregisseur der Gegenwart. Seine Karriere vom Filmliebhaber zum Kinomacher und schließlich zum Regisseur entwickelte sich stetig. Tom Tykwer gestaltete seine eigene Filmsprache und schuf sich mit der Produktionsfirma X-Filme, die er zusammen mit Stefan Arndt, Wolfgang Becker und Dani Levy gründete, die Möglichkeit, sich selbst treu zu bleiben, ohne sich verkaufen zu müssen. Trotz internationaler Angebote blieb er auf dem Boden seiner eigenen filmischen Realität und es gelang ihm, zu einem außerordentlichen Autorenfilmer heranzuwachsen.
Sandra Schuppach stellt in ihrem sehr lesenswerten Buch Tom Tykwers Leben vor und geht auf die Gründung von X-Filme ein. Sie ordnet den Regisseur in die deutsche Filmlandschaft ein und untersucht sein Verständnis vom Kino und von seinen eigenen Werken. Sie analysiert sie im Einzelnen, besonders unter dem Gesichtspunkt der Gesetzesbrüche, die die Figuren auf ihrem Weg zur Liebe immer wieder begehen. Die Autorin betrachtet verschiedene wiederkehrende Motive aus Tykwers Filmen, die zu einem wichtigen Bestandteil seiner Filmsprache geworden sind. Schwerpunkte setzt sie dabei auf die metaphysischen Momente innerhalb der Filmhandlung und die Liebe. Von Maria und Dieter in Die tödliche Maria bis hin zu Philippa und Filippo in Heaven ist, nach Schuppach, "das langsame und heftige Entstehen der Liebe das zentrale Thema Tykwers. Die reine und simple Liebe ist bei ihm immer die Lösung aller Probleme und gleichzeitig der Schlüssel zu einem Ausbruch aus der inneren oder äußeren Gefangenschaft der Figuren in eine neue Welt."
Im Kapitel "Raumbilder und Zeitsphären" beschäftigt sich die Autorin mit der besonderen Gestaltung von Raum und Zeit in den Filmen des Regisseurs und beschreibt Tykwers Ideal des 'Unorts' innerhalb seiner Filmsprache. Unter den Gesichtspunkten der Comic- und der Märchentheorie legt die Autorin die Dramaturgie der Filme offen und stellt sie in einen Gesamtzusammenhang mit der des klassischen Mythos. Sie veranschaulicht Tykwers Arbeitsmethode mit einigen seiner regelmäßigen Mitarbeiter wie Frank Griebe (Kamera), Mathilde Bonnefoy (Schnitt), Johnny Klimek und Reinhold Heil (Musik). Ein 'Zusammenschnitt' zweier Interviews, die Sandra Schuppach mit Tom Tykwer in den Jahren 2001 und 2002 führte, ergänzen das empfehlenswerte Buch. Der Bender Verlag veröffentlicht mit Sandra Schuppachs Tom Tykwer eine Dissertation, die sich gar nicht so liest wie eine.
Sandra Schuppach stellt in ihrem sehr lesenswerten Buch Tom Tykwers Leben vor und geht auf die Gründung von X-Filme ein. Sie ordnet den Regisseur in die deutsche Filmlandschaft ein und untersucht sein Verständnis vom Kino und von seinen eigenen Werken. Sie analysiert sie im Einzelnen, besonders unter dem Gesichtspunkt der Gesetzesbrüche, die die Figuren auf ihrem Weg zur Liebe immer wieder begehen. Die Autorin betrachtet verschiedene wiederkehrende Motive aus Tykwers Filmen, die zu einem wichtigen Bestandteil seiner Filmsprache geworden sind. Schwerpunkte setzt sie dabei auf die metaphysischen Momente innerhalb der Filmhandlung und die Liebe. Von Maria und Dieter in Die tödliche Maria bis hin zu Philippa und Filippo in Heaven ist, nach Schuppach, "das langsame und heftige Entstehen der Liebe das zentrale Thema Tykwers. Die reine und simple Liebe ist bei ihm immer die Lösung aller Probleme und gleichzeitig der Schlüssel zu einem Ausbruch aus der inneren oder äußeren Gefangenschaft der Figuren in eine neue Welt."
Im Kapitel "Raumbilder und Zeitsphären" beschäftigt sich die Autorin mit der besonderen Gestaltung von Raum und Zeit in den Filmen des Regisseurs und beschreibt Tykwers Ideal des 'Unorts' innerhalb seiner Filmsprache. Unter den Gesichtspunkten der Comic- und der Märchentheorie legt die Autorin die Dramaturgie der Filme offen und stellt sie in einen Gesamtzusammenhang mit der des klassischen Mythos. Sie veranschaulicht Tykwers Arbeitsmethode mit einigen seiner regelmäßigen Mitarbeiter wie Frank Griebe (Kamera), Mathilde Bonnefoy (Schnitt), Johnny Klimek und Reinhold Heil (Musik). Ein 'Zusammenschnitt' zweier Interviews, die Sandra Schuppach mit Tom Tykwer in den Jahren 2001 und 2002 führte, ergänzen das empfehlenswerte Buch. Der Bender Verlag veröffentlicht mit Sandra Schuppachs Tom Tykwer eine Dissertation, die sich gar nicht so liest wie eine.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Tom Tykwer
Autor:
Sandra Schuppach
Erscheinungsort:
Mainz
Erscheinungsdatum:
2004
Seiten:
254
Verlag:
Bender Verlag
ISBN:
3-936497-02-8
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