Thomas Manns Buddenbrooks und Die Welt der Buddenbrooks
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Neue Blicke in ein altes Buch
Zu Heinrich Breloers Film nach Thomas Manns Buch sind im S. Fischer Verlag gleich zwei weitere Bücher erschienen. Eines, Thomas Manns Buddenbrooks, das sich schwerpunktmäßig mit dem Film befasst, und ein anderes, Die Welt der Buddenbrooks, das den Fokus auf die Romanvorlage richtet.
Heinrich Breloers Buch mit dem etwas irreführenden Titel Thomas Manns Buddenbrooks (treffender wäre ja "Heinrich Breloers Buddenbrooks") ist sozusagen ein Making-Of der Neuverfilmung. Das Buch führt den Leser durch eine Bildergalerie der Filmerzählung und veranschaulicht deren Entstehungsprozess. Die Aufnahmen von Stefan Falke, der die Dreharbeiten als Standfotograf begleitete, ziehen sich durch die verschiedenen Texte, die aus Dialogen aus dem Drehbuch wie aus Romanauszügen bestehen, aus Porträts der Hauptfiguren und von Filmschaffenden wie dem Kameramann Gernot Roll, dem Szenenbildner Götz Weidner und der Kostümbildnerin Barbara Baum, aus Überlegungen von Breloer, Armin Mueller-Stahl und des Komponisten Hans P. Ströer sowie aus historischen Exkursen über die Lübecker Börse, die Revolution von 1848 und die Filmschauplätze Lübeck und Travemünde.
Breloers Band dokumentiert die Produktion des Films, die Arbeit an Details und die Opulenz der Ausstattung und inszeniert gewissermaßen auf eigenständige Weise die Filmerzählung adäquat in Buchform.
Hans Wißkirchens Die Welt der Buddenbrooks entfaltet das historische Panorama Lübecks, das den Roman prägte und bietet eine reich bebilderte Entdeckungsreise auf den lübischen Spuren Thomas Manns.
Der Herausgeber selbst zeichnet im ersten Kapitel die Jahre von Manns Geburt 1875 bis zu seiner Heirat 1905 als den Weg zum Ruhm nach und zeigt, wie seine Auseinandersetzung mit der Herkunft, mit Lübeck ihn zum Autor machte. Manfred Eickhölter stellt dar, wie die Stadt und der Roman miteinander verwoben sind. Bilder der Stadt aus den Archiven der Lübecker Museen bilden dabei die Wirklichkeitsfolie, vor der sich der Roman Buddenbrooks entfaltet. Barbara Dittmann erläutert den aktuellen Stand der Wirkungsgeschichte des Romans. Sie stellt die Verfilmungen, die Theaterstücke, die Übersetzungen und einen Buddenbrooks-Comic vor und wirft Blicke auf die aktuelle Literatur, die national und international den Familienroman wiederentdeckt hat. In einem zweiten Beitrag erzählt sie die Geschichte des Buddenbrookhauses mit all ihren Besonderheiten und Skurrilitäten. Das Haus in der Lübecker Mengstraße ist zu einem symbolischen Ort geworden, der als Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum mittels Ausstellungen, Veranstaltungen und wissenschaftlicher Forschung die Familie Mann den Interessierten aus aller Welt näher bringt.
(Stefan Otto)
Titel: Die Welt der Buddenbrooks
Autor: Hans Wißkirchen
Seiten: 254
ISBN 978-3-10-091211-4
Verlag: S. Fischer
Erscheinungsdatum: Frankfurt am Main 2008
Heinrich Breloers Buch mit dem etwas irreführenden Titel Thomas Manns Buddenbrooks (treffender wäre ja "Heinrich Breloers Buddenbrooks") ist sozusagen ein Making-Of der Neuverfilmung. Das Buch führt den Leser durch eine Bildergalerie der Filmerzählung und veranschaulicht deren Entstehungsprozess. Die Aufnahmen von Stefan Falke, der die Dreharbeiten als Standfotograf begleitete, ziehen sich durch die verschiedenen Texte, die aus Dialogen aus dem Drehbuch wie aus Romanauszügen bestehen, aus Porträts der Hauptfiguren und von Filmschaffenden wie dem Kameramann Gernot Roll, dem Szenenbildner Götz Weidner und der Kostümbildnerin Barbara Baum, aus Überlegungen von Breloer, Armin Mueller-Stahl und des Komponisten Hans P. Ströer sowie aus historischen Exkursen über die Lübecker Börse, die Revolution von 1848 und die Filmschauplätze Lübeck und Travemünde.
Breloers Band dokumentiert die Produktion des Films, die Arbeit an Details und die Opulenz der Ausstattung und inszeniert gewissermaßen auf eigenständige Weise die Filmerzählung adäquat in Buchform.
Hans Wißkirchens Die Welt der Buddenbrooks entfaltet das historische Panorama Lübecks, das den Roman prägte und bietet eine reich bebilderte Entdeckungsreise auf den lübischen Spuren Thomas Manns.
Der Herausgeber selbst zeichnet im ersten Kapitel die Jahre von Manns Geburt 1875 bis zu seiner Heirat 1905 als den Weg zum Ruhm nach und zeigt, wie seine Auseinandersetzung mit der Herkunft, mit Lübeck ihn zum Autor machte. Manfred Eickhölter stellt dar, wie die Stadt und der Roman miteinander verwoben sind. Bilder der Stadt aus den Archiven der Lübecker Museen bilden dabei die Wirklichkeitsfolie, vor der sich der Roman Buddenbrooks entfaltet. Barbara Dittmann erläutert den aktuellen Stand der Wirkungsgeschichte des Romans. Sie stellt die Verfilmungen, die Theaterstücke, die Übersetzungen und einen Buddenbrooks-Comic vor und wirft Blicke auf die aktuelle Literatur, die national und international den Familienroman wiederentdeckt hat. In einem zweiten Beitrag erzählt sie die Geschichte des Buddenbrookhauses mit all ihren Besonderheiten und Skurrilitäten. Das Haus in der Lübecker Mengstraße ist zu einem symbolischen Ort geworden, der als Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum mittels Ausstellungen, Veranstaltungen und wissenschaftlicher Forschung die Familie Mann den Interessierten aus aller Welt näher bringt.
(Stefan Otto)
Titel: Die Welt der Buddenbrooks
Autor: Hans Wißkirchen
Seiten: 254
ISBN 978-3-10-091211-4
Verlag: S. Fischer
Erscheinungsdatum: Frankfurt am Main 2008
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Thomas Manns Buddenbrooks und Die Welt der Buddenbrooks
Autor:
Heinrich Breloer
Erscheinungsort:
Frankfurt am Main
Erscheinungsdatum:
2008
Seiten:
384
Verlag:
S. Fischer
ISBN:
978-3-10-005234-6
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