Stars und ihre deutschen Stimmen - Lexikon der Synchronsprecher
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Alle tun es: Lady Ashley (Nicole Kidman) in Australia, Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) in der Karibik, J. R. Ewing (Larry Hagman) in Dallas, Isaac Davies (Woody Allen) in Manhattan, Rick Blaine (Humphrey Bogart) in Casablanca - sie sprechen deutsch! Aber eben nur in der eingedeutschten Fassung der Filme, die durch die Synchronisation zustande kommt.
2001 veröffentlichte Thomas Bräutigam im Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf sein dickes Lexikon der Film- und Fernsehsynchronisation, das nun von dem kleineren, aber gehaltvolleren Stars und ihre deutschen Stimmen - Lexikon der Synchronsprecher abgelöst wird. Der Neuauflage im Schüren-Verlag liegt eine veränderte Konzeption zugrunde, die die Synchronsprecher, die mit ihren Stimmen die Film- und Fernsehsynchronisation seit 1945 geprägt haben, in den Mittelpunkt stellt. Von Curt "Cary Grant" Ackermann bis Wolfgang "C-3PO" Ziffer bietet es Biografien von ungefähr 350 Synchronsprechern, in den meisten Fällen mit Foto, das die jeweilige Person seltsamerweise besonders häufig in jungen Jahren zeigt.
Bei der Durchsicht dieses längsten Abschnitts des Buches lassen sich viele vergessene Schauspieler entdecken, solche eben, die man auf Leinwand und Bildschirm seltener sieht denn hört. So ist dies Buch über Synchronsprecher zugleich eines über die professionelle Garde der etwas weniger bekannten Schauspieler, auch wenn unter ihnen freilich ganz prominente Namen wie Thomas Fritsch (der zum Beispiel Jeremy Irons und Russell Crowe seine Stimme leiht), Harald Juhnke (Marlon Brando) oder Dietmar Schönherr (James Dean) zu finden sind.
In einem erfreulich ausführlichen Text von Bräutigam kommen allgemeine Aspekte der Synchronarbeit zur Sprache, vor allem deren Geschichte in Deutschland, die genauso alt ist wie die des Tonfilms, die kontroversen Diskussionen zu diesem Thema und die bisweilen haarsträubenden Manipulationen von Filmen mittels Synchrondialog in den fünfziger und sechziger Jahren.
Ein Verzeichnis internationaler Stars und ihrer deutschen Stimmen sowie ein breiteres mit Filmen und Serien von A bis Z mit den Angaben der Synchronfirmen, der Dialogautoren, der Synchronregisseure und -sprecher schließen das Buch ab. Ein noch umfangreicheres Film- und Serienverzeichnis befindet sich auf der beigefügten CD, wo durch Benutzen der Suchfunktion leicht jeder Name oder Titel gefunden werden kann.
(Stefan Otto)
2001 veröffentlichte Thomas Bräutigam im Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf sein dickes Lexikon der Film- und Fernsehsynchronisation, das nun von dem kleineren, aber gehaltvolleren Stars und ihre deutschen Stimmen - Lexikon der Synchronsprecher abgelöst wird. Der Neuauflage im Schüren-Verlag liegt eine veränderte Konzeption zugrunde, die die Synchronsprecher, die mit ihren Stimmen die Film- und Fernsehsynchronisation seit 1945 geprägt haben, in den Mittelpunkt stellt. Von Curt "Cary Grant" Ackermann bis Wolfgang "C-3PO" Ziffer bietet es Biografien von ungefähr 350 Synchronsprechern, in den meisten Fällen mit Foto, das die jeweilige Person seltsamerweise besonders häufig in jungen Jahren zeigt.
Bei der Durchsicht dieses längsten Abschnitts des Buches lassen sich viele vergessene Schauspieler entdecken, solche eben, die man auf Leinwand und Bildschirm seltener sieht denn hört. So ist dies Buch über Synchronsprecher zugleich eines über die professionelle Garde der etwas weniger bekannten Schauspieler, auch wenn unter ihnen freilich ganz prominente Namen wie Thomas Fritsch (der zum Beispiel Jeremy Irons und Russell Crowe seine Stimme leiht), Harald Juhnke (Marlon Brando) oder Dietmar Schönherr (James Dean) zu finden sind.
In einem erfreulich ausführlichen Text von Bräutigam kommen allgemeine Aspekte der Synchronarbeit zur Sprache, vor allem deren Geschichte in Deutschland, die genauso alt ist wie die des Tonfilms, die kontroversen Diskussionen zu diesem Thema und die bisweilen haarsträubenden Manipulationen von Filmen mittels Synchrondialog in den fünfziger und sechziger Jahren.
Ein Verzeichnis internationaler Stars und ihrer deutschen Stimmen sowie ein breiteres mit Filmen und Serien von A bis Z mit den Angaben der Synchronfirmen, der Dialogautoren, der Synchronregisseure und -sprecher schließen das Buch ab. Ein noch umfangreicheres Film- und Serienverzeichnis befindet sich auf der beigefügten CD, wo durch Benutzen der Suchfunktion leicht jeder Name oder Titel gefunden werden kann.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Stars und ihre deutschen Stimmen - Lexikon der Synchronsprecher
Autor:
Thomas Bräutigam
Erscheinungsort:
Marburg
Erscheinungsdatum:
2009
Seiten:
414
Verlag:
Schüren Verlag
ISBN:
978-3-89472-627-0
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