Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose
Die Geschichte von Schwarze Rosen spielt um das Jahr 1900, zur Zeit der russischen Besetzung Finnlands. Der russische Gouverneur unterdrückt die finnische Bevölkerung, die einen konspirativen Freiheitskampf führt. Einer der tapfersten Widerstandskämpfer verliebt sich in eine russische Tänzerin. Sie wird von Lilian Harvey gespielt und zwar sowohl in der deutschen als auch in der englischen sowie der französischen Fassung des Films. Der finnische Kämpfer wird in der deutschen Version von Willy Fritsch dargestellt, in der englischen von Esmond Knight und in der französischen von Jean Galland. Auf einer Werbeaufnahme, die nun den Titel von Sprachversionsfilme aus Babelsberg - Die internationale Strategie der Ufa 1929 - 1939 ziert, sind sie alle vereint. Die Ufa produzierte das Melodram 1935 einmal als Schwarze Rosen, einmal als Did I Betray? Black Roses und einmal als Roses noires.
Das gleichzeitige Abdrehen eines Films in verschiedenen Sprachen mit Schauspielern aus den jeweiligen Zielländern war vor der Synchronisation die aufwendigste Lösung für die Produktion von Tonfilmen in unterschiedlichen Sprachen. Dr. Chris Wahl zeichnet in seinem profunden Buch nach, wie es ab 1929 zur Herstellung von solchen Sprachversionsfilmen kam sowie auf welche Weise die Ufa sie produzierte und vertrieb. Sein besonderes Augenmerk gilt dabei der Analyse der kulturellen Adaptationsstrategien, mit denen die deutschen Filme für das Ausland umgearbeitet wurden, sowie der schleichenden Ablösung von ökonomischen durch politische und ideologische Interessen bei der Konzeption eines internationalen Programms nach Hitlers Machtantritt 1933.
Sprachversionsfilme aus Babelsberg erstellt eine Definition von "Versionen" in Abgrenzung von "Kopien", es vermittelt einen Überblick über die Produktion von Sprachversionsfilmen in Deutschland, Europa und den USA und widmet sich ausführlich den entsprechenden Filmen sowie der Auslandspolitik der Ufa.
Beigefügt ist dem Buch eine DVD mit zahlreichen Filmausschnitten (von zu vernachlässigender Bildqualität), die Wahls Analysen so veranschaulichen, dass man ihnen gerne und mit noch mehr Gewinn folgt. Dieses Buch ist eine große Sache!
(Stefan Otto)
Das gleichzeitige Abdrehen eines Films in verschiedenen Sprachen mit Schauspielern aus den jeweiligen Zielländern war vor der Synchronisation die aufwendigste Lösung für die Produktion von Tonfilmen in unterschiedlichen Sprachen. Dr. Chris Wahl zeichnet in seinem profunden Buch nach, wie es ab 1929 zur Herstellung von solchen Sprachversionsfilmen kam sowie auf welche Weise die Ufa sie produzierte und vertrieb. Sein besonderes Augenmerk gilt dabei der Analyse der kulturellen Adaptationsstrategien, mit denen die deutschen Filme für das Ausland umgearbeitet wurden, sowie der schleichenden Ablösung von ökonomischen durch politische und ideologische Interessen bei der Konzeption eines internationalen Programms nach Hitlers Machtantritt 1933.
Sprachversionsfilme aus Babelsberg erstellt eine Definition von "Versionen" in Abgrenzung von "Kopien", es vermittelt einen Überblick über die Produktion von Sprachversionsfilmen in Deutschland, Europa und den USA und widmet sich ausführlich den entsprechenden Filmen sowie der Auslandspolitik der Ufa.
Beigefügt ist dem Buch eine DVD mit zahlreichen Filmausschnitten (von zu vernachlässigender Bildqualität), die Wahls Analysen so veranschaulichen, dass man ihnen gerne und mit noch mehr Gewinn folgt. Dieses Buch ist eine große Sache!
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Sprachversionsfilme aus Babelsberg
Autor:
Chris Wahl
Erscheinungsort:
München
Erscheinungsdatum:
2009
Seiten:
458
Verlag:
edition text + kritik im Richard Boorberg Verlag
ISBN:
978-3-88377-948-5
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