Slawomir Idziak - Ein Architekt der Sinnlichkeit
Kinostart:
15.05.2007
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Die Farbwelten eines Kameramanns
Es gibt nur wenige Filmschaffende, deren Namen Kinogängern geläufig sind. Klar, Steven Spielberg, Oliver Stone, Wolfgang Petersen kennt man. Auch, weil sie in den Feuilletons der großen und kleinen Zeitungen vertreten sind. Kameramänner haben es auch nur wenige geschafft, ins Blickfeld der Medien zu gelangen. Michael Ballhaus, weil er einer der wenigen Deutschen in Hollywood ist, die es geschafft haben, Hans Zimmer aus denselben Gründen. Ach Halt, der macht ja Filmmusik.
Zurzeit gibt es jedoch erfreulich gute Bücher über die Spezies Director of Photography. Dieser amerikanische Ausdruck, kurz DoP, beschreibt den Beruf des Kameramanns um einiges treffender, als es unser deutsches Wort tut. Wird vom DoP doch nicht nur das Bild kadriert oder das Licht bestimmt. DoP ist ein Spiel mit Farben und Stimmungen. Eine Arbeit mit Emotionen und Können. Eine Kunstform im besten Falle. Wer einmal einem richtig guten DoP bei der Arbeit zugesehen hat, der weiß, dass sich hier Welten auftun können. Der Rezensent hatte das Glück.
Vorliegendes Buch macht es dem Leser leicht, sich zu orientieren. Kranken manche Bücher über Filmemacher und Schauspieler gerne an Oberflächlichkeit, ist Ein Architekt der Sinnlichkeit eine Sammlung von informativen Essays, die die Filme und Stationen des Slawomir Idziak relativ chronologisch abhandelt. Gastautoren wie Detlev Buck (mit ihm drehte Idziak den albernen Männerpension) oder der großartige Kollege Jost Vacano (Starship Troopers) erzählen über ihre Zusammenarbeit und mit Ehrfurcht von Idziaks Können. Interessante Anekdoten wechseln sich mit technischen Details ab, die zwar eher Filmfans und –schaffende interessieren dürften, jedoch immer unterhaltsam und auch oft amüsant sind.
Der ehemalige Fernsehkameramann spricht schlussendlich in drei Interviews leicht verständlich und ausführlich über sein Ästhetikverständnis, die Farbgebung seiner Bilder und die Arbeitsweise mit manchem Regisseur. Sei das nun Krzysztof Kieslowski, Taylor Hackford (Lebenszeichen) oder Ridley Scott (Black Hawk Down). Ein gutes Buch über die Arbeit eines Director of Photography. Fasst so gut wie das Buch über Jost Vacano (auch im Schüren-Verlag erschienen), das noch unterhaltsamer, noch ausführlicher und noch besser ist.
(Renatus Töpke)
Zurzeit gibt es jedoch erfreulich gute Bücher über die Spezies Director of Photography. Dieser amerikanische Ausdruck, kurz DoP, beschreibt den Beruf des Kameramanns um einiges treffender, als es unser deutsches Wort tut. Wird vom DoP doch nicht nur das Bild kadriert oder das Licht bestimmt. DoP ist ein Spiel mit Farben und Stimmungen. Eine Arbeit mit Emotionen und Können. Eine Kunstform im besten Falle. Wer einmal einem richtig guten DoP bei der Arbeit zugesehen hat, der weiß, dass sich hier Welten auftun können. Der Rezensent hatte das Glück.
Vorliegendes Buch macht es dem Leser leicht, sich zu orientieren. Kranken manche Bücher über Filmemacher und Schauspieler gerne an Oberflächlichkeit, ist Ein Architekt der Sinnlichkeit eine Sammlung von informativen Essays, die die Filme und Stationen des Slawomir Idziak relativ chronologisch abhandelt. Gastautoren wie Detlev Buck (mit ihm drehte Idziak den albernen Männerpension) oder der großartige Kollege Jost Vacano (Starship Troopers) erzählen über ihre Zusammenarbeit und mit Ehrfurcht von Idziaks Können. Interessante Anekdoten wechseln sich mit technischen Details ab, die zwar eher Filmfans und –schaffende interessieren dürften, jedoch immer unterhaltsam und auch oft amüsant sind.
Der ehemalige Fernsehkameramann spricht schlussendlich in drei Interviews leicht verständlich und ausführlich über sein Ästhetikverständnis, die Farbgebung seiner Bilder und die Arbeitsweise mit manchem Regisseur. Sei das nun Krzysztof Kieslowski, Taylor Hackford (Lebenszeichen) oder Ridley Scott (Black Hawk Down). Ein gutes Buch über die Arbeit eines Director of Photography. Fasst so gut wie das Buch über Jost Vacano (auch im Schüren-Verlag erschienen), das noch unterhaltsamer, noch ausführlicher und noch besser ist.
(Renatus Töpke)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Slawomir Idziak - Ein Architekt der Sinnlichkeit
Erscheinungsort:
Marburg
Erscheinungsdatum:
2007
Seiten:
188
Verlag:
Schüren Presseverlag
ISBN:
978-3894724092
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