Downtown Switzerland
Die Schweiz ist vielfältig. Es ist nicht ganz einfach, die gemeinsamen Nenner von 40 Regisseuren zu finden, die zwar alle aus der Schweiz kommen, doch aus allen vier Sprachregionen des Landes. Es sind Männer und Frauen, die unterschiedlichen Generationen angehören, Regisseure, die alle Filme drehen, doch während die einen Spielfilme realisieren, beschäftigen sich die anderen mit Dokumentationen. So gilt für die Schweizer Filmregisseure in Nahaufnahme zunächst einmal lediglich, was Micha Schiwow in seinem "Vorspann" schreibt: "dass sie den Pass mit dem roten Kreuz in der Tasche haben und ihre Arbeit im selben kleinen geografischen Raum unter eher kärglichen Rahmenbedingungen entfalten".
Das große, gewichtige Buch mit dem eigentümlichen Umschlag ist einförmig. Immer, vierzigmal, folgen die "Nahaufnahmen" einem unveränderten Schema: Zuerst ein ganzseitiges Foto, dann fünf Seiten, auf denen die Autorin Andrea Sailer ein Gespräch zusammenfasst, das sie mit dem jeweiligen Regisseur führte, ein paar Fragen und Antworten, ein biografischer Abriss, eine Filmografie und zwei Seiten mit Bildern aus verschiedenen Filmen.
Die Porträts interessanter Männer und Frauen bleiben zu einem großen Teil ganz an der Oberfläche, einige Fragen (wie "Welches war Ihr lustigstes Dreherlebnis?") lassen spannende Antworten nicht einmal zu. Was antworten die meisten wohl auf eine Frage wie "Wer ist Ihr härtester Kritiker oder Ihre härteste Kritikerin?" (Lösung: "Ich selbst.") Einerseits verströmt dieses Buch also Langeweile, andererseits hat seine Gleichförmigkeit auch etwas Gutes. Sie erlaubt den direkten Vergleich der porträtierten Regisseure, die zusammen ein Panorama der aktuellen Schweizer Filmszene ergeben.
Die Autorin porträtiert die Alten des Jungen Schweizer Films wie Alain Tanner (Paul s'en va) und Fredi M. Murer (Vitus), Regisseurinnen wie Bettina Oberli (Tannöd) und Ursula Meier (Home), Mitglieder der Gruppe Bande à part wie Frédéric Mermoud (Complices) und Jean-Stéphane Bron (Cleveland versus Wall Street), Dokumentaristen wie Richard Dindo (Gauguin à Tahiti et aux Marquises) und Emigranten wie Alain Gsponer (Der letzte Weynfeldt), Dani Levy (Das Leben ist zu lang) und Clemens Klopfenstein (Figures in a Nightscape).
(Stefan Otto)
Das große, gewichtige Buch mit dem eigentümlichen Umschlag ist einförmig. Immer, vierzigmal, folgen die "Nahaufnahmen" einem unveränderten Schema: Zuerst ein ganzseitiges Foto, dann fünf Seiten, auf denen die Autorin Andrea Sailer ein Gespräch zusammenfasst, das sie mit dem jeweiligen Regisseur führte, ein paar Fragen und Antworten, ein biografischer Abriss, eine Filmografie und zwei Seiten mit Bildern aus verschiedenen Filmen.
Die Porträts interessanter Männer und Frauen bleiben zu einem großen Teil ganz an der Oberfläche, einige Fragen (wie "Welches war Ihr lustigstes Dreherlebnis?") lassen spannende Antworten nicht einmal zu. Was antworten die meisten wohl auf eine Frage wie "Wer ist Ihr härtester Kritiker oder Ihre härteste Kritikerin?" (Lösung: "Ich selbst.") Einerseits verströmt dieses Buch also Langeweile, andererseits hat seine Gleichförmigkeit auch etwas Gutes. Sie erlaubt den direkten Vergleich der porträtierten Regisseure, die zusammen ein Panorama der aktuellen Schweizer Filmszene ergeben.
Die Autorin porträtiert die Alten des Jungen Schweizer Films wie Alain Tanner (Paul s'en va) und Fredi M. Murer (Vitus), Regisseurinnen wie Bettina Oberli (Tannöd) und Ursula Meier (Home), Mitglieder der Gruppe Bande à part wie Frédéric Mermoud (Complices) und Jean-Stéphane Bron (Cleveland versus Wall Street), Dokumentaristen wie Richard Dindo (Gauguin à Tahiti et aux Marquises) und Emigranten wie Alain Gsponer (Der letzte Weynfeldt), Dani Levy (Das Leben ist zu lang) und Clemens Klopfenstein (Figures in a Nightscape).
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Schweizer Filmregisseure in Nahaufnahme
Autor:
Andrea Sailer
Erscheinungsort:
Zürich
Erscheinungsdatum:
2011
Seiten:
422
Verlag:
Rüffer & Rub
ISBN:
978-3-907625-51-4
BEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Buch (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)





