SchillerZeit in Mannheim
Kinostart:
24.10.2005
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Eine Dichterjugend
Friedrich Schiller und sein Freund Andreas Streicher reiten von der Stuttgarter Karlsschule, an der sie ausgebildet werden, nach Mannheim zur Uraufführung der Räuber. Schiller, der seit seinem zwölften Lebensjahr in der Eliteschule des württembergischen Herzogs kaserniert war, ist fasziniert von der ungezwungenen Welt des Theaters und der jungen Schauspielerin Katharina Baumann, genauso wie von der Offerte des Theaterintendanten Freiherr von Dalberg für eine weitere Zusammenarbeit. Im Mannheimer Nationaltheater gefeiert, wird er, zurück in Stuttgart, arretiert. Schiller begeht Fahnenflucht und findet Zuflucht in Mannheim. Der Dichter (Matthias Schweighöfer) ist in Martin Weinharts Fernsehfilm Schiller, der diesen Lebensabschnitt des Klassikers schildert, ein rothaariger Wilder, der sich entgegen der Mode die Haare nicht pudert und keine Perücke trägt. Er ist ein abgebrannter Hungerleider, ein enthusiastischer Idealist, ein fiebriger Dichter, der jede freie Minute etwas zu Papier bringt.
"Die drei Jahre, die Schiller in Mannheim verbrachte, in denen er als Dichter und Dramatiker Fuß zu fassen versuchte. Drei Jahre, in denen mit den Räubern, dem Fiesko und Kabale und Liebe der Befreiungsschlag aus den Fesseln des despotischen Herzogs Karl Eugen in die freie Luft des Theaters gelang - für Schiller sicherlich der Lebensabschnitt, der sein gesamtes Denken entscheidend geprägt hat". Die Produzentin Uschi Reich beschreibt mit diesen Worten den Inhalt von Schiller - und zugleich das Thema des Buches SchillerZeit in Mannheim, das die gleichnamige Ausstellung in den Mannheimer Reiss-Engelhorn Museen begleitet.
Neben Beiträgen über das Mannheimer Nationaltheater, Schillers Flucht, Freiheit, Frauen und Finanzen findet sich in dem schön bebilderten Buch auch das Kapitel "Friedrich Schiller und der Film" von Stephanie Käthow. Die Autorin konzentriert sich in ihrem fünfzehn Seiten umfassenden Beitrag auf drei Spielfilme, die den Dichter auf der Leinwand oder dem Bildschirm auferstehen lassen. Neben Weinharts Schiller (2005) sind das Friedrich Schiller - Der Triumph eines Genies (1940) von Herbert Maisch und Friedrich Schiller - Eine Dichterjugend (1923) von Curt Goetz.
"Wo Kurt Goetz Komik erzeugt und Herbert Maisch Ehrfurcht gebietet, gilt es bei Martin Weinhart, ein ‘Denkmal vom Sockel’ zu holen", schreibt Käthow und zeigt, wenig überraschend, dass die drei filmischen Schiller-Biografien ganz unterschiedliche Bilder des Dichters entwerfen und damit zugleich immer auch Abbilder ihrer eigenen Entstehungszeiten sind.
(Stefan Otto)
"Die drei Jahre, die Schiller in Mannheim verbrachte, in denen er als Dichter und Dramatiker Fuß zu fassen versuchte. Drei Jahre, in denen mit den Räubern, dem Fiesko und Kabale und Liebe der Befreiungsschlag aus den Fesseln des despotischen Herzogs Karl Eugen in die freie Luft des Theaters gelang - für Schiller sicherlich der Lebensabschnitt, der sein gesamtes Denken entscheidend geprägt hat". Die Produzentin Uschi Reich beschreibt mit diesen Worten den Inhalt von Schiller - und zugleich das Thema des Buches SchillerZeit in Mannheim, das die gleichnamige Ausstellung in den Mannheimer Reiss-Engelhorn Museen begleitet.
Neben Beiträgen über das Mannheimer Nationaltheater, Schillers Flucht, Freiheit, Frauen und Finanzen findet sich in dem schön bebilderten Buch auch das Kapitel "Friedrich Schiller und der Film" von Stephanie Käthow. Die Autorin konzentriert sich in ihrem fünfzehn Seiten umfassenden Beitrag auf drei Spielfilme, die den Dichter auf der Leinwand oder dem Bildschirm auferstehen lassen. Neben Weinharts Schiller (2005) sind das Friedrich Schiller - Der Triumph eines Genies (1940) von Herbert Maisch und Friedrich Schiller - Eine Dichterjugend (1923) von Curt Goetz.
"Wo Kurt Goetz Komik erzeugt und Herbert Maisch Ehrfurcht gebietet, gilt es bei Martin Weinhart, ein ‘Denkmal vom Sockel’ zu holen", schreibt Käthow und zeigt, wenig überraschend, dass die drei filmischen Schiller-Biografien ganz unterschiedliche Bilder des Dichters entwerfen und damit zugleich immer auch Abbilder ihrer eigenen Entstehungszeiten sind.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
SchillerZeit in Mannheim
Erscheinungsort:
Mainz
Erscheinungsdatum:
2005
Seiten:
196
Verlag:
Philipp von Zabern
ISBN:
3-8053-3554-7
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