Robert Altman - Abschied vom Mythos Amerika
Kinostart:
19.06.2006
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Autor Altman
Seine Filme verliehen dem Western, dem Film Noir, dem Gangsterfilm und anderen Genres wichtige, neue Impulse. Seine originellen und komplexen Erzählformen eröffneten dem Kino neue Möglichkeiten. Mit Filmen wie M*A*S*H und Nashville wurde er zu einem der Protagonisten von New Hollywood, mit The Player feierte er ein eindrucksvolles Comeback und mit Short Cuts gewann er erneut und nahezu einstimmig die Hochachtung der Kritik: Robert Altman, "die Leitfigur unter den amerikanischen Autor-Regisseuren, der unter den Filmkünstlern bedeutendste 'Überlebende' des feindlichen Hollywoodsystems" (Klein/Koebner).
Das von den produktiven Filmwissenschaftlern und Thomassen Klein und Koebner herausgegebene Buch Robert Altman - Abschied vom Mythos Amerika nähert sich dem unermüdlichen, mittlerweile 81jährigen Regisseur mit vierzehn detaillierten und gut zu lesenden Beiträgen verschiedener Autoren aus dem Umfeld der Universität Mainz. "Das treibende Motiv war dabei, ein gerechtes Gesamtbild der künstlerischen Arbeit Altmans zu entwerfen", schreiben die Herausgeber in ihrem Vorwort.
Thomas Koebner selbst liefert im längsten Kapitel des Buches einen Querschnitt durch Altmans Filme, während Thomas Klein sich in seinem Beitrag mit Altmans "Stars und Ensembles" befasst. Norbert Grob liefert Anmerkungen zu Altman als New-Hollywood-Regisseur, Andreas Rauscher zu den Soundtracks seiner Filme und Bernd Perplies zu seinen Komödien und der Komik in seinen Filmen. Jeweils ein Kapitel beschäftigt sich mit Elliott Gould, der in vier Altman-Filmen spielte, und mit Shelley Duvall, die in gleich sieben seiner Filme auftrat. Ann Dettmar schreibt über Altmans Gängsterbräute in Thieves like us und Kansas City, und Marcus Stiglegger (der im Autorenverzeichnis fehlt) über seine Western. Margarete Wach untersucht das episodische Erzählprinzip von Short Cuts und geht seinen Folgen in Filmen wie Magnolia, Nachtgestalten und St. Pauli Nacht nach. Weitere Beiträge widmen sich einzelnen Altman-Filmen (Images, The Long Goodbye, 3 Women und A Prairie Home Companion, der auf der diesjährigen Berlinale uraufgeführt wurde).
Das Interesse und die Urteile einzelner Beiträge in dieser gelungenen Monografie lassen Umwertungen, besonders im Vergleich zur zeitgenössischen Kritik erkennen. Filme wie Thieves like us und The Long Goodbye erhalten endlich präzisierte Würdigung und selbst Popeye, damals ein Flop beim Publikum und bei den Rezensenten, erlebt seine Ehrenrettung.
(Stefan Otto)
Das von den produktiven Filmwissenschaftlern und Thomassen Klein und Koebner herausgegebene Buch Robert Altman - Abschied vom Mythos Amerika nähert sich dem unermüdlichen, mittlerweile 81jährigen Regisseur mit vierzehn detaillierten und gut zu lesenden Beiträgen verschiedener Autoren aus dem Umfeld der Universität Mainz. "Das treibende Motiv war dabei, ein gerechtes Gesamtbild der künstlerischen Arbeit Altmans zu entwerfen", schreiben die Herausgeber in ihrem Vorwort.
Thomas Koebner selbst liefert im längsten Kapitel des Buches einen Querschnitt durch Altmans Filme, während Thomas Klein sich in seinem Beitrag mit Altmans "Stars und Ensembles" befasst. Norbert Grob liefert Anmerkungen zu Altman als New-Hollywood-Regisseur, Andreas Rauscher zu den Soundtracks seiner Filme und Bernd Perplies zu seinen Komödien und der Komik in seinen Filmen. Jeweils ein Kapitel beschäftigt sich mit Elliott Gould, der in vier Altman-Filmen spielte, und mit Shelley Duvall, die in gleich sieben seiner Filme auftrat. Ann Dettmar schreibt über Altmans Gängsterbräute in Thieves like us und Kansas City, und Marcus Stiglegger (der im Autorenverzeichnis fehlt) über seine Western. Margarete Wach untersucht das episodische Erzählprinzip von Short Cuts und geht seinen Folgen in Filmen wie Magnolia, Nachtgestalten und St. Pauli Nacht nach. Weitere Beiträge widmen sich einzelnen Altman-Filmen (Images, The Long Goodbye, 3 Women und A Prairie Home Companion, der auf der diesjährigen Berlinale uraufgeführt wurde).
Das Interesse und die Urteile einzelner Beiträge in dieser gelungenen Monografie lassen Umwertungen, besonders im Vergleich zur zeitgenössischen Kritik erkennen. Filme wie Thieves like us und The Long Goodbye erhalten endlich präzisierte Würdigung und selbst Popeye, damals ein Flop beim Publikum und bei den Rezensenten, erlebt seine Ehrenrettung.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Robert Altman - Abschied vom Mythos Amerika
Erscheinungsort:
Mainz
Erscheinungsdatum:
2006
Seiten:
254
Verlag:
Bender Verlag
ISBN:
3-9806528-3-1
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