En souvenir de Rohmer
Retrospektive Eric Rohmer ist genau das, was der Titel besagt: das Begleitbuch zur Rohmer-Retrospektive der Viennale und des österreichischen Filmmuseums vom Herbst 2010. Der Band, annähernd im Format DIN A 4, enthält einen Brief, vier Interviews, fünf Essays und dazu eine Filmografie, die zwar nicht sämtliche Rohmer-Filme berücksichtigt, aber immerhin 36 davon und dabei jedem dieser Filme, die court métrages eingeschlossen, mindestens eine Seite einräumt, mindestens.
Es ist ein schönes Begleitbuch, auch wenn man die Retrospektive nur für sich selbst veranstaltet, mit einer DVD im Player und einem größeren oder kleineren Stapel daneben. Die Beiträge im Buch kann man zur Einführung lesen oder zwischen den Filmen.
In den Interviews erinnern sich der Filmkritiker Jean Douchet und die Schauspielerin Arielle Dombasle, die in Pauline am Strand / Pauline à la plage, Der Baum, der Bürgermeister und die Mediathek / L'arbre, le maire et la médiathèque und drei weiteren Filmen Rohmers spielte, an den Regisseur. Ein Gespräch mit Rohmer selbst ist den Cahiers du cinéma von 1970 entnommen, ein weiteres geht schon ziemlich in Richtung Essay. Es ist ein Dialog über Rohmer, geführt von zwei fiktiven Sprechern, die aufmerksame Kenner seiner Werke sind.
Wie in den Interviews kommt Éric Rohmer auch bei den Essays selbst zu Wort. In einem Beitrag, den er anlässlich eines Kolloquiums über Malerei und Film von 1985 verfasste, äußert er sich ausführlich über Bildzitate in seinen Zyklen Moralische Erzählungen und Komödien und Sprichwörter. In einem weiteren Kapitel erinnert sich Jackie Raynal an den Regisseur, für den sie Die Sammlerin / La collectionneuse und weitere Filme schnitt.
Dann sind da noch die Kritiker. Frieda Grafe und Serge Daney mit älteren Texten und Alain Bergala zum Thema der Pascalschen Wette in Rohmers Filmen, den Spielen der Wahl und des Zufalls, entnommen der ersten Ausgabe der Cahiers du cinéma, die nach Éric Rohmers Tod 2010 erschien.
(Stefan Otto)
Es ist ein schönes Begleitbuch, auch wenn man die Retrospektive nur für sich selbst veranstaltet, mit einer DVD im Player und einem größeren oder kleineren Stapel daneben. Die Beiträge im Buch kann man zur Einführung lesen oder zwischen den Filmen.
In den Interviews erinnern sich der Filmkritiker Jean Douchet und die Schauspielerin Arielle Dombasle, die in Pauline am Strand / Pauline à la plage, Der Baum, der Bürgermeister und die Mediathek / L'arbre, le maire et la médiathèque und drei weiteren Filmen Rohmers spielte, an den Regisseur. Ein Gespräch mit Rohmer selbst ist den Cahiers du cinéma von 1970 entnommen, ein weiteres geht schon ziemlich in Richtung Essay. Es ist ein Dialog über Rohmer, geführt von zwei fiktiven Sprechern, die aufmerksame Kenner seiner Werke sind.
Wie in den Interviews kommt Éric Rohmer auch bei den Essays selbst zu Wort. In einem Beitrag, den er anlässlich eines Kolloquiums über Malerei und Film von 1985 verfasste, äußert er sich ausführlich über Bildzitate in seinen Zyklen Moralische Erzählungen und Komödien und Sprichwörter. In einem weiteren Kapitel erinnert sich Jackie Raynal an den Regisseur, für den sie Die Sammlerin / La collectionneuse und weitere Filme schnitt.
Dann sind da noch die Kritiker. Frieda Grafe und Serge Daney mit älteren Texten und Alain Bergala zum Thema der Pascalschen Wette in Rohmers Filmen, den Spielen der Wahl und des Zufalls, entnommen der ersten Ausgabe der Cahiers du cinéma, die nach Éric Rohmers Tod 2010 erschien.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Retrospektive Eric Rohmer
Erscheinungsort:
Wien
Erscheinungsdatum:
2010
Seiten:
175
Verlag:
Schüren Verlag
ISBN:
978-3-89472-699-7
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