Was würde Wenders tun?
\"What would Lubitsch have done?\" stand auf einem Schild, das in Billy Wilders Büro hing. Der Regisseur Hannes Stöhr hat über seinem Schreibtisch gleich drei Sprüche hängen: \"Das Buch, das Buch, das Buch\" und \"Du sollst nicht langweilen\", beide von Billy Wilder. Dazu, von Ernest Hemingway: \"Eine gute Geschichte ist wie ein Eisberg, ein Siebtel sichtbar, sechs Siebtel unsichtbar unter der Oberfläche\".
Regiebekenntnisse, Band 31 der UVK-Reihe \"Praxis Film\", bietet eine Vielzahl solcher Regisseurs-Weisheiten, an die man sich halten kann. Aus dem Buch ließe sich eine Unmenge von Zitaten herausschreiben, die man sich an die Wand hängen oder an den Monitor kleben könnte. Achtzehn Regisseure, die in Deutschland arbeiten und unterschiedliche Generationen, künstlerische Ansätze, Genres und Bilderwelten repräsentieren, geben Einblick in ihre Werkstätten. Andreas Dresen ist darunter, Sherry Hormann, Dani Levy, Vivian Naefe, Margarethe von Trotta und Andres Veiel.
Die Formen und Tonarten ihrer Buchbeiträge sind so unterschiedlich wie es unterschiedliche Möglichkeiten gibt, Filmgeschichten zu erzählen, beziehungsweise den Beruf des Regisseurs auszuüben. Manche geben Interviews, andere Tagebuchaufzeichnungen wieder, wieder andere liefern Essays. Einige spannen einen Bogen von ihrem ersten Film bis heute, andere konzentrieren sich auf die Darstellung weniger spezifischer Drehtage.
Die Regisseure setzen unterschiedliche Schwerpunkte, wenn sie über ihre Motivationen, über Projektentwicklungen und Filmfinanzierung sprechen, über die Geschichten, die sie erzählen, die Zusammenarbeit mit den Schauspielern und dem Team, über das Leben am Set, die Bilder, die suchen oder finden, über Erfolg und Misserfolg und über die Arbeit fürs Fernsehen oder fürs Kino. Es kristallisieren sich unterschiedliche Prioritäten heraus, Philosophien, Arbeitsmethoden, aber auch Gemeinsamkeiten.
Und wen dies alles nur durcheinanderbringt, diese Vielfalt an Regisseuren und deren Meinungen, Regeln, Denkansätzen und Herangehensweisen, der halte sich einfach an die letzten vier von Wim Wenders\' fünfzig \"Goldenen Regeln des Filmemachens\", die auch in Regiebekenntnisse aufgelistet sind, nämlich: \"Es gibt noch zehntausend andere Regeln - Wenn es Goldene Regeln gibt, gibt es vielleicht auch welche aus Platin - Andererseits, es gibt keine Regeln. Und das ist gut so! - Keine der oben genannten Regeln muss unbedingt stimmen.\"
(Stefan Otto)
Regiebekenntnisse, Band 31 der UVK-Reihe \"Praxis Film\", bietet eine Vielzahl solcher Regisseurs-Weisheiten, an die man sich halten kann. Aus dem Buch ließe sich eine Unmenge von Zitaten herausschreiben, die man sich an die Wand hängen oder an den Monitor kleben könnte. Achtzehn Regisseure, die in Deutschland arbeiten und unterschiedliche Generationen, künstlerische Ansätze, Genres und Bilderwelten repräsentieren, geben Einblick in ihre Werkstätten. Andreas Dresen ist darunter, Sherry Hormann, Dani Levy, Vivian Naefe, Margarethe von Trotta und Andres Veiel.
Die Formen und Tonarten ihrer Buchbeiträge sind so unterschiedlich wie es unterschiedliche Möglichkeiten gibt, Filmgeschichten zu erzählen, beziehungsweise den Beruf des Regisseurs auszuüben. Manche geben Interviews, andere Tagebuchaufzeichnungen wieder, wieder andere liefern Essays. Einige spannen einen Bogen von ihrem ersten Film bis heute, andere konzentrieren sich auf die Darstellung weniger spezifischer Drehtage.
Die Regisseure setzen unterschiedliche Schwerpunkte, wenn sie über ihre Motivationen, über Projektentwicklungen und Filmfinanzierung sprechen, über die Geschichten, die sie erzählen, die Zusammenarbeit mit den Schauspielern und dem Team, über das Leben am Set, die Bilder, die suchen oder finden, über Erfolg und Misserfolg und über die Arbeit fürs Fernsehen oder fürs Kino. Es kristallisieren sich unterschiedliche Prioritäten heraus, Philosophien, Arbeitsmethoden, aber auch Gemeinsamkeiten.
Und wen dies alles nur durcheinanderbringt, diese Vielfalt an Regisseuren und deren Meinungen, Regeln, Denkansätzen und Herangehensweisen, der halte sich einfach an die letzten vier von Wim Wenders\' fünfzig \"Goldenen Regeln des Filmemachens\", die auch in Regiebekenntnisse aufgelistet sind, nämlich: \"Es gibt noch zehntausend andere Regeln - Wenn es Goldene Regeln gibt, gibt es vielleicht auch welche aus Platin - Andererseits, es gibt keine Regeln. Und das ist gut so! - Keine der oben genannten Regeln muss unbedingt stimmen.\"
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Regiebekenntnisse
Erscheinungsort:
Konstanz
Erscheinungsdatum:
2006
Seiten:
339
Verlag:
UVK Verlagsgesellschaft mbH
ISBN:
978-89669-673-1
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