Psyche im Kino - Sigmund Freud und der Film
Kinostart:
28.09.2006
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Er hat das Kino nicht sonderlich geschätzt, es entsprach nicht seinem Verständnis von Kunst. Samuel Goldwyns 100.000-Dollar-Angebot, bei einer Produktion mitzuarbeiten, schlug er 1924 aus. Der Film jedoch, der das Interesse an Bildern, Phantasien, Illusionen und Träumen mit der Psychoanalyse teilt, verdankt ihm viel. Sigmund Freud (1856 - 1939) beeinflusste unzählige Drehbuchautoren, Regisseure und Schauspieler. Die Filmwissenschaft bedient sich psychoanalytischer Erkenntnisse und Freud selbst ist zum Filmhelden geworden. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts taucht er auf der Leinwand auf und oszilliert dort zwischen einem tragischen Wissenschaftler (in John Hustons Freud von 1961) und einem Actionhelden (in Kein Koks für Sherlock Holmes, 1976).
Psyche im Kino - Sigmund Freud und der Film bringt nun achtzehn Aufsätze zum Thema. Zusammengenommen ergeben sie keine umfassende Abhandlung der Psychoanalyse im Kino, keinen runden Gesamtblick auf Freud im Film, vermögen aber doch als eine gute Auswahl von Einzelbeiträgen verschiedener Autoren zu überzeugen. Sie widmen sich Filmen wie Peeping Tom, Psycho, The Game und der Star Wars-Reihe, Regisseuren wie Woody Allen, Brian De Palma und David Lynch. Die Herausgeberin Lydia Marinelli befasst sich mit Traumpsychologien in Filmen der ersten Jahre des vergangenen Jahrhunderts, die Filmkritikerin Andrea Winklbauer mit Träumen und traumartigen Elementen in Filmen wie G. W. Pabsts Geheimnisse einer Seele (1926) und Hitchcocks Spellbound (1945). Die Literaturkritikerin Alexandra Millner untersucht Spiegelszenen im Film, die Medienpsychologin Annemone Ligensa das Konzept der Identifikation in der psychoanalytischen Filmtheorie. Dem medialen Umgang mit der Person Sigmund Freud nähert sich Ursula Keitz in ihrem Beitrag "Ich weiß nicht, was ich werd'. Jedenfalls kein Arzt!", in dem sie Hustons biopic Freud Alex Cortis und Georg Stefan Trollers Fernsehfilm Der junge Freud (1976) gegenüberstellt.
(Stefan Otto)
Psyche im Kino - Sigmund Freud und der Film bringt nun achtzehn Aufsätze zum Thema. Zusammengenommen ergeben sie keine umfassende Abhandlung der Psychoanalyse im Kino, keinen runden Gesamtblick auf Freud im Film, vermögen aber doch als eine gute Auswahl von Einzelbeiträgen verschiedener Autoren zu überzeugen. Sie widmen sich Filmen wie Peeping Tom, Psycho, The Game und der Star Wars-Reihe, Regisseuren wie Woody Allen, Brian De Palma und David Lynch. Die Herausgeberin Lydia Marinelli befasst sich mit Traumpsychologien in Filmen der ersten Jahre des vergangenen Jahrhunderts, die Filmkritikerin Andrea Winklbauer mit Träumen und traumartigen Elementen in Filmen wie G. W. Pabsts Geheimnisse einer Seele (1926) und Hitchcocks Spellbound (1945). Die Literaturkritikerin Alexandra Millner untersucht Spiegelszenen im Film, die Medienpsychologin Annemone Ligensa das Konzept der Identifikation in der psychoanalytischen Filmtheorie. Dem medialen Umgang mit der Person Sigmund Freud nähert sich Ursula Keitz in ihrem Beitrag "Ich weiß nicht, was ich werd'. Jedenfalls kein Arzt!", in dem sie Hustons biopic Freud Alex Cortis und Georg Stefan Trollers Fernsehfilm Der junge Freud (1976) gegenüberstellt.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Psyche im Kino - Sigmund Freud und der Film
Erscheinungsort:
Wien
Erscheinungsdatum:
2006
Seiten:
412
Verlag:
Filmarchiv Austria
ISBN:
3-901932-89-5
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