Professionelle Drehbücher schreiben – Erfolgsmethoden für Film & TV
Kinostart:
01.01.2004
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Drehbuchschreiben für Fortgeschrittene
Bücher über das Schreiben von Drehbüchern gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Und ziemlich viel, was einem da von mehr oder weniger renommierten Autoren, Script-Doktoren oder sonstigen Experten um die Ohren gehauen wird, ist das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt ist, ergeht sich in Selbstbeweihräucherung oder wurde an anderer Stelle bereits ausführlich abgehandelt. Vielfach hat man den Eindruck, als habe sich aus dem offensichtlich kollektiven Traum, ein Drehbuchautor zu sein, eine ganze Industrie entwickelt, die nichts anderes tut, als angehenden Schreibern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Und nun noch ein Buch zum Thema?
Ja, und das ist auch gut so. Denn Tom Lazarus ist nicht einer dieser neunmalkluger Dummschwätzer, die sich sonst über das Thema verbreiten, sondern ein erfahrener Autor und Regisseur, dessen Bücher einen großen Vorteil haben: Sie werden auch verfilmt wie beispielsweise Stigmata mit Gabriel Byrne. Auch bei Fernsehserien hat Lazarus bereits einige Meriten gesammelt. Außerdem lehrt er seit zehn Jahren bereits Drehbuchschreiben am University College Los Angeles. Reichlich Erfahrung also, die Lazarus nur sehr selten unangenehm in die Waagschale wirft.
Statt seine Leser für dumm zu verkaufen und mit Plattheiten über die Drei-Akt-Struktur, die Charakterzeichnung oder die richtige Formatierung eines Drehbuchs zu langweilen, geht es gleich richtig zur Sache: Eine stimmige Story, die richtige Logline, erfolgreiches Pitchen, die Fallen der Überarbeitung und all die anderen wichtigen und scheinbar nebensächlichen Situationen im Leben eines Autors finden sich dort ebenso wieder wie beiläufige Plaudereien und eine überaus praktikable Aufzählung all jener Dinge, die man als Autor unbedingt vermeiden sollte. Abgerundet wird das Ganze von einem mehr als amüsanten Glossar, das die wichtigsten Begriffe des Drehbuchgeschäfts noch einmal kurz und knackig auf den Punkt bringt. Neues und Bahnbrechendes bleibt zwar aus, doch wirkliche Innovationen beim Drehbuchschreiben sind vermutlich so selten wie Schnee in auf den Malediven.
Vor allem ist Lazarus Buch amüsant, was man von dem meisten Werken über das Drehbuchschreiben nicht gerade behaupten kann. Um ehrlich zu sein, sind die meisten sogar so langweilig, dass man den Verdacht nicht los wird, da wolle jemand mit aller Macht junge Autoren vom Schreiben abhalten. Und wenn die Autoren dieser Bücher als Drehbuchautoren ebensolche Langweiler sind, wundert es nicht, dass sie ihre Brötchen mit schlechten Ratgebern verdienen müssen, statt mit dicken und wohlwollenden Hollywood-Produzenten gemütlich eine Havanna zu schmauchen.
Zugegeben, der Leser muss schon einiges an dramaturgischem Vorwissen mitbringen, um Toms Tipps und Wendungen goutieren zu können. Orientierungslose Abiturienten, die sich auf dem Weg nach Hollywood wähnen, können also getrost auf dieses Buch verzichten. Allen anderen sei Lazarus Werk allerdings wärmstens ans (Schreiber)Herz gelegt.
Ja, und das ist auch gut so. Denn Tom Lazarus ist nicht einer dieser neunmalkluger Dummschwätzer, die sich sonst über das Thema verbreiten, sondern ein erfahrener Autor und Regisseur, dessen Bücher einen großen Vorteil haben: Sie werden auch verfilmt wie beispielsweise Stigmata mit Gabriel Byrne. Auch bei Fernsehserien hat Lazarus bereits einige Meriten gesammelt. Außerdem lehrt er seit zehn Jahren bereits Drehbuchschreiben am University College Los Angeles. Reichlich Erfahrung also, die Lazarus nur sehr selten unangenehm in die Waagschale wirft.
Statt seine Leser für dumm zu verkaufen und mit Plattheiten über die Drei-Akt-Struktur, die Charakterzeichnung oder die richtige Formatierung eines Drehbuchs zu langweilen, geht es gleich richtig zur Sache: Eine stimmige Story, die richtige Logline, erfolgreiches Pitchen, die Fallen der Überarbeitung und all die anderen wichtigen und scheinbar nebensächlichen Situationen im Leben eines Autors finden sich dort ebenso wieder wie beiläufige Plaudereien und eine überaus praktikable Aufzählung all jener Dinge, die man als Autor unbedingt vermeiden sollte. Abgerundet wird das Ganze von einem mehr als amüsanten Glossar, das die wichtigsten Begriffe des Drehbuchgeschäfts noch einmal kurz und knackig auf den Punkt bringt. Neues und Bahnbrechendes bleibt zwar aus, doch wirkliche Innovationen beim Drehbuchschreiben sind vermutlich so selten wie Schnee in auf den Malediven.
Vor allem ist Lazarus Buch amüsant, was man von dem meisten Werken über das Drehbuchschreiben nicht gerade behaupten kann. Um ehrlich zu sein, sind die meisten sogar so langweilig, dass man den Verdacht nicht los wird, da wolle jemand mit aller Macht junge Autoren vom Schreiben abhalten. Und wenn die Autoren dieser Bücher als Drehbuchautoren ebensolche Langweiler sind, wundert es nicht, dass sie ihre Brötchen mit schlechten Ratgebern verdienen müssen, statt mit dicken und wohlwollenden Hollywood-Produzenten gemütlich eine Havanna zu schmauchen.
Zugegeben, der Leser muss schon einiges an dramaturgischem Vorwissen mitbringen, um Toms Tipps und Wendungen goutieren zu können. Orientierungslose Abiturienten, die sich auf dem Weg nach Hollywood wähnen, können also getrost auf dieses Buch verzichten. Allen anderen sei Lazarus Werk allerdings wärmstens ans (Schreiber)Herz gelegt.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Professionelle Drehbücher schreiben – Erfolgsmethoden für Film & TV
Autor:
Tom Lazarus
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsdatum:
2003
Seiten:
209 Seiten
Verlag:
Autorenhaus Verlag
ISBN:
3932909550
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