Peter schießt den Vogel ab ...
Im weißen Rössl, Das süße Leben des Grafen Bobby, Zum Teufel mit der Penne - schon die Titel verraten, dass Peter Alexander kein Fall für die Arthouse-Kinos ist. Anders als beispielsweise im Fall Heinz Erhardt haben seine Filme auch kaum Aussicht, später irgendwie anders gesehen und wiederentdeckt zu werden und Kultstatus zu erlangen. Programm- und Kommunale Kinos werden auch in Zukunft keine Peter-Alexander-Filme zeigen. Da wird es keine Musikparade geben, kein Salem Aleikum, nicht Die Fledermaus und auch nicht Charleys Tante.
Franz Antel, der dem sehr smarten Wiener die erste Filmhauptrolle anvertraut hatte (Verliebte Leute, 1954), erklärte: "Ich hätte damals gerne noch mit Peter weitergedreht, denn ich war sehr zufrieden mit ihm. Aber der Géza von Cziffra hat sich dann seiner angenommen und ihn geradezu vereinnahmt. Der war auf keinen Fall der große Hollywoodregisseur, er hat Alexander aber sehr erfolgreich gemacht. Obwohl ich der Meinung bin, der hat ihn mehr als Sänger denn als Schauspieler herausgebracht. Es waren nette Lustspiele mit Gunther Philipp, erfolgreiche Komödien, aber völlig unbedeutend." Peter Alexanders Karriere sei "im wahrsten Sinne des Wortes eine komische Karriere" gewesen. "Peter hat sich einfach zu wenig zugetraut. Zu "Peter dem Großen" ist er erst durch die TV-Shows und die gigantischen Konzerte geworden, nicht durch seine schauspielerischen Leistungen."
In seiner Biografie Peter Alexander - "Das Leben ist lebenswert" erzählt der Autor Claudio Honsal das Leben des Charmeurs schön brav chronologisch nach, anekdotisch, ganz überwiegend unkritisch, ohne tiefergehende Analysen, ohne Einbeziehung des jeweiligen zeitlichen und gesellschaftlichen Umfelds. Zum "Resümieren eines Stücks deutschsprachiger, ja europäischer Entertainment-Geschichte", das er im Vorwort verspricht, kommt es auf diese Weise nur sehr sehr bedingt. Vielmehr resümiert der Wiener Autor einfach Peter Alexanders Leben und das ist ja auch schon mal gut. Der Leser lernt Alexander als Kind kennen, als Schüler, als Soldat, der im Krieg den Jazz für sich entdeckte und doch immer beim Schlager blieb (Die kleine Kneipe), als Theaterschauspieler, der seine Laufbahn als Zweitbesetzung von Franz Marischka begann und als Sänger ins Filmgeschäft einstieg, als großer Fernsehunterhalter (Peter Alexander präsentiert Spezialitäten, Die Peter-Alexander-Show), als überragender Parodist, als Freizeitangler und als Familienmensch. Als Senior und als Rentner, der, als er sich von seinen Fans verabschiedete, erklärte: "Ich habe meinen Beruf über fünfzig Jahre sehr ernst genommen, jetzt nehme ich meine Pension, meinen Ruhestand sehr ernst."
(Stefan Otto)
Franz Antel, der dem sehr smarten Wiener die erste Filmhauptrolle anvertraut hatte (Verliebte Leute, 1954), erklärte: "Ich hätte damals gerne noch mit Peter weitergedreht, denn ich war sehr zufrieden mit ihm. Aber der Géza von Cziffra hat sich dann seiner angenommen und ihn geradezu vereinnahmt. Der war auf keinen Fall der große Hollywoodregisseur, er hat Alexander aber sehr erfolgreich gemacht. Obwohl ich der Meinung bin, der hat ihn mehr als Sänger denn als Schauspieler herausgebracht. Es waren nette Lustspiele mit Gunther Philipp, erfolgreiche Komödien, aber völlig unbedeutend." Peter Alexanders Karriere sei "im wahrsten Sinne des Wortes eine komische Karriere" gewesen. "Peter hat sich einfach zu wenig zugetraut. Zu "Peter dem Großen" ist er erst durch die TV-Shows und die gigantischen Konzerte geworden, nicht durch seine schauspielerischen Leistungen."
In seiner Biografie Peter Alexander - "Das Leben ist lebenswert" erzählt der Autor Claudio Honsal das Leben des Charmeurs schön brav chronologisch nach, anekdotisch, ganz überwiegend unkritisch, ohne tiefergehende Analysen, ohne Einbeziehung des jeweiligen zeitlichen und gesellschaftlichen Umfelds. Zum "Resümieren eines Stücks deutschsprachiger, ja europäischer Entertainment-Geschichte", das er im Vorwort verspricht, kommt es auf diese Weise nur sehr sehr bedingt. Vielmehr resümiert der Wiener Autor einfach Peter Alexanders Leben und das ist ja auch schon mal gut. Der Leser lernt Alexander als Kind kennen, als Schüler, als Soldat, der im Krieg den Jazz für sich entdeckte und doch immer beim Schlager blieb (Die kleine Kneipe), als Theaterschauspieler, der seine Laufbahn als Zweitbesetzung von Franz Marischka begann und als Sänger ins Filmgeschäft einstieg, als großer Fernsehunterhalter (Peter Alexander präsentiert Spezialitäten, Die Peter-Alexander-Show), als überragender Parodist, als Freizeitangler und als Familienmensch. Als Senior und als Rentner, der, als er sich von seinen Fans verabschiedete, erklärte: "Ich habe meinen Beruf über fünfzig Jahre sehr ernst genommen, jetzt nehme ich meine Pension, meinen Ruhestand sehr ernst."
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Peter Alexander -
Autor:
Claudio Honsal
Erscheinungsort:
Wien
Erscheinungsdatum:
2006
Seiten:
272
Verlag:
Amalthea
ISBN:
3-85002-564-0
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