In weiter Ferne, so nah!
Im April und Mai 2008, im Vorfeld der Olympischen Spiele in China, waren die Filmwissenschaftlerin Qin Hu (Das Kino von Ang Lee) und der 3sat-Redakteur Maik Platzen für eine Woche in Peking. Sie besuchten junge chinesische Filmemacher, um sie dann in der TV-Sendung Kennwort Kino zu porträtieren. Später führten sie weitere Gespräche auf verschiedenen Filmfestivals und trafen sich in Berlin mit dem deutschen Kameramann Lutz Reitemeier, der unter anderem für Wang Quan'an gearbeitet hat.
Der Anlass ihres Interesses war, so schreiben sie in ihrem Vorwort, der Eindruck, den die chinesischen Filmemacher der Sechsten Generation auf den großen europäischen Festivals von Cannes, Berlin und Venedig gemacht hatten. Dort hatten sie "in den letzten Jahren regelmäßig bedeutende Preise abgeräumt und bewiesen, dass chinesische Filme momentan zu den aufregendsten und vielfältigsten der Welt gehören."
Die meisten der über 200 Seiten von Peking Express - Das junge Kino aus China nehmen die Interviews ein, die Qin und Platzen führten. Mit den Regisseuren Wang Quan'an (Tuyas Hochzeit, Weaving Girl), Li Yang (Blind Mountain) und Zhuang Yuxin (Teeth of Love), beispielsweise, mit Wang Xiaoshuai (In Love we trust), Jia Zhangke (24 City), Lou Ye (Suzhou River, Spring Fever), der Regisseurin Li Yu (Lost in Beijing) sowie den Schauspielerinnen Yu Nan (Speed Racer) und Joan Chen (Lust, Caution).
Zwei Beiträge, die interessante Hintergrundinformationen liefern, ergänzen die Gespräche. Maik Platzen entwickelt in seinem eine angemessene Perspektive auf China und sein junges Kino, jenseits von westlichen Klischees und akademischen Selbstverständlichkeiten. Er verbindet westliche und chinesische Gedanken miteinander und spannt den Horizont für eine Betrachtung der Filme der Sechsten Generation.
Qin Hu vergleicht das Kino des bekanntesten Vertreters der Fünften Generation, Zhang Yimou, mit dem seiner Nachfolger um Wang Quan'an. Der zeitliche Rahmen von zwanzig Jahren zwischen Zhangs Das rote Kornfeld (1987) und Quan'ans Tuyas Hochzeit (2007), die beide bei der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurden, verleiht ihrer "Gedankenreise" den Charakter einer umfassenden Bestandsaufnahme.
(Stefan Otto)
Der Anlass ihres Interesses war, so schreiben sie in ihrem Vorwort, der Eindruck, den die chinesischen Filmemacher der Sechsten Generation auf den großen europäischen Festivals von Cannes, Berlin und Venedig gemacht hatten. Dort hatten sie "in den letzten Jahren regelmäßig bedeutende Preise abgeräumt und bewiesen, dass chinesische Filme momentan zu den aufregendsten und vielfältigsten der Welt gehören."
Die meisten der über 200 Seiten von Peking Express - Das junge Kino aus China nehmen die Interviews ein, die Qin und Platzen führten. Mit den Regisseuren Wang Quan'an (Tuyas Hochzeit, Weaving Girl), Li Yang (Blind Mountain) und Zhuang Yuxin (Teeth of Love), beispielsweise, mit Wang Xiaoshuai (In Love we trust), Jia Zhangke (24 City), Lou Ye (Suzhou River, Spring Fever), der Regisseurin Li Yu (Lost in Beijing) sowie den Schauspielerinnen Yu Nan (Speed Racer) und Joan Chen (Lust, Caution).
Zwei Beiträge, die interessante Hintergrundinformationen liefern, ergänzen die Gespräche. Maik Platzen entwickelt in seinem eine angemessene Perspektive auf China und sein junges Kino, jenseits von westlichen Klischees und akademischen Selbstverständlichkeiten. Er verbindet westliche und chinesische Gedanken miteinander und spannt den Horizont für eine Betrachtung der Filme der Sechsten Generation.
Qin Hu vergleicht das Kino des bekanntesten Vertreters der Fünften Generation, Zhang Yimou, mit dem seiner Nachfolger um Wang Quan'an. Der zeitliche Rahmen von zwanzig Jahren zwischen Zhangs Das rote Kornfeld (1987) und Quan'ans Tuyas Hochzeit (2007), die beide bei der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurden, verleiht ihrer "Gedankenreise" den Charakter einer umfassenden Bestandsaufnahme.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Peking Express - Das junge Kino aus China
Autor:
Maik Platzen, Qin Hu
Erscheinungsort:
Marburg
Erscheinungsdatum:
2009
Seiten:
205
Verlag:
Schüren Verlag
ISBN:
978-3-89472-684-3
BEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Buch (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)
Bisherige Kommentare
(Anzeige: 1 von insgesamt 1)
Von: r.wadel am: 14.07.10
Es gibt nichts Besseres zum jüngsten chinesischen Film!





