Paul is not dead
Mehrfach totgesagt, unter anderem weil er auf dem Abbey Road-Cover barfuß über den Zebrastreifen geht, wurde Paul McCartney kürzlich 64 (sixty-four). Harald Martins 2002 erstmals erschienene Biografie Paul McCartney erscheint aus diesem Anlass oder vielleicht auch einfach so in einer aktualisierten Neuausgabe, erweitert um eine detaillierte Zeittafel und inhaltlich auf einen neueren Stand gebracht (nicht auf den allerneuesten: dafür kam Maccas Trennung von Heather Mills zu spät).
"Im Vergleich zu anderen Popstars bin ich ein Waisenknabe, im Vergleich zu meiner Großfamilie in Liverpool bin ich ein Monster", sagt McCartney. Harald Martin, im Hauptberuf Redakteur beim Saarländischen Rundfunk, stellt den Popstar in all seinen Widersprüchen, mit seinen Licht- und Schattenseiten, seiner Genialität und seinen Abstürzen, in seinem sozialen Engagement, in seiner Ruhe und seiner Rastlosigkeit vor. Er verfolgt die Stationen seines Lebens, den Aufstieg vom Kleinbürger im Reihenhaus zum geadelten Gentleman und Farmer. Er beschreibt den Mann, der, egal was er tut, immer damit verglichen werden wird, was er früher leistete, der immer vor allem der Ex-Beatle bleiben wird, er beschreibt den Multiinstrumentalisten, den Wohltäter, den Maler, den Komponisten, den Poeten, den Lennon-Partner, den Familienmenschen, den Aktivisten gegen Landminen und für Tierrechte, den genialen Songwriter auf der Suche nach der perfekten Harmonie, der gegen den Hang zur Süßware nicht gefeit ist.
Das vorliegende Taschenbuch von Harald Martin ist keine Biografie, die chronologisch ein Ereignis nach dem anderen abhakt, sondern der kenntnisreiche Text eines denkenden Autors, der immer mal wieder innehält, zurückblickt und nach vorne schaut, der analysiert und vergleicht. Ein langer, umsichtiger McCartney-Essay, originell bis respektlos beziehungsweise flapsig in Wortwahl und Stil. Nur leider schlecht bebildert.
(Stefan Otto)
"Im Vergleich zu anderen Popstars bin ich ein Waisenknabe, im Vergleich zu meiner Großfamilie in Liverpool bin ich ein Monster", sagt McCartney. Harald Martin, im Hauptberuf Redakteur beim Saarländischen Rundfunk, stellt den Popstar in all seinen Widersprüchen, mit seinen Licht- und Schattenseiten, seiner Genialität und seinen Abstürzen, in seinem sozialen Engagement, in seiner Ruhe und seiner Rastlosigkeit vor. Er verfolgt die Stationen seines Lebens, den Aufstieg vom Kleinbürger im Reihenhaus zum geadelten Gentleman und Farmer. Er beschreibt den Mann, der, egal was er tut, immer damit verglichen werden wird, was er früher leistete, der immer vor allem der Ex-Beatle bleiben wird, er beschreibt den Multiinstrumentalisten, den Wohltäter, den Maler, den Komponisten, den Poeten, den Lennon-Partner, den Familienmenschen, den Aktivisten gegen Landminen und für Tierrechte, den genialen Songwriter auf der Suche nach der perfekten Harmonie, der gegen den Hang zur Süßware nicht gefeit ist.
Das vorliegende Taschenbuch von Harald Martin ist keine Biografie, die chronologisch ein Ereignis nach dem anderen abhakt, sondern der kenntnisreiche Text eines denkenden Autors, der immer mal wieder innehält, zurückblickt und nach vorne schaut, der analysiert und vergleicht. Ein langer, umsichtiger McCartney-Essay, originell bis respektlos beziehungsweise flapsig in Wortwahl und Stil. Nur leider schlecht bebildert.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Paul McCartney
Autor:
Harald Martin
Erscheinungsort:
München
Erscheinungsdatum:
2006
Seiten:
270
Verlag:
Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN:
3-423-34317-6
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