Neil Young - Eine Biographie
Kinostart:
26.10.2005
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Die Greta Garbo des Rock
Am 12. November feiert er seinen 60. Geburtstag - Neil Young, der in My My, Hey Hey davon singt, dass es besser sei, auszubrennen als Rost anzusetzen. Young brannte weder aus noch setzte er Rost an, weil er im Lauf seiner einzigartigen Karriere das eigentlich Unmögliche vollbrachte: Er erfand sich mit jeder Platte (die neueste: Prairie Wind) neu und blieb dabei stets unverwechselbar. Längst schon hat er mit seiner Musik Rockgeschichte geschrieben, im Alleingang sowie mit Buffalo Springfield, Crosby, Stills & Nash und Crazy Horse.
Edo Reents, junger Redakteur bei der FAZ, blättert in seinem sehr schönen Buch Neil Young - Eine Biographie, das Leben des Musikers auf. Er erzählt von Youngs Anfängen in Kanada bis zu seiner Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame. Er schreibt darüber, wie Young mit einem Leichenwagen nach Kalifornien fährt und dort voll Schmerz und Stolz von der Verlorenheit des ewigen Außenseiters singt. Er erzählt von Youngs Eigenheiten und von seiner Wandlungsfähigkeit und Unbestechlichkeit in Zeiten des Folk, des Punk und des Grunge.
Reents betrachtet die Filme Through the Past, Human Highway und Rust never sleeps, die Young unter seinem Pseudonym Bernard Shakey drehte und schildert das Zustandekommen von Neil Youngs Musik für Jim Jarmuschs Film Dead Man und von Jim Jarmuschs Neil-Young-Film Year of the Horse.
Vor allem aber widmet sich Reents kluge Biografie der Musik. Den Schallplatten von der ersten, schlicht Neil Young betitelten von 1969, bis Greendale (2003), den Bands, den Tourneen und einzelnen Konzertauftritten. Reents gelingt, was selten gelingt - er findet Worte, die die Musik anschaulich machen, die die Vorstellungskraft des Lesers ansprechen, auch desjenigen, der nicht jedes einzelne Lied im Kopf hat, der nicht Vers für Vers mitsingen kann und die Soli nicht auf der Luftgitarre mitspielt.
Edo Reents hat eine sehr schöne Biografie geschrieben: gescheit, geistreich, aufschlussreich und bestimmt sehr treffend.
(Stefan Otto)
Edo Reents, junger Redakteur bei der FAZ, blättert in seinem sehr schönen Buch Neil Young - Eine Biographie, das Leben des Musikers auf. Er erzählt von Youngs Anfängen in Kanada bis zu seiner Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame. Er schreibt darüber, wie Young mit einem Leichenwagen nach Kalifornien fährt und dort voll Schmerz und Stolz von der Verlorenheit des ewigen Außenseiters singt. Er erzählt von Youngs Eigenheiten und von seiner Wandlungsfähigkeit und Unbestechlichkeit in Zeiten des Folk, des Punk und des Grunge.
Reents betrachtet die Filme Through the Past, Human Highway und Rust never sleeps, die Young unter seinem Pseudonym Bernard Shakey drehte und schildert das Zustandekommen von Neil Youngs Musik für Jim Jarmuschs Film Dead Man und von Jim Jarmuschs Neil-Young-Film Year of the Horse.
Vor allem aber widmet sich Reents kluge Biografie der Musik. Den Schallplatten von der ersten, schlicht Neil Young betitelten von 1969, bis Greendale (2003), den Bands, den Tourneen und einzelnen Konzertauftritten. Reents gelingt, was selten gelingt - er findet Worte, die die Musik anschaulich machen, die die Vorstellungskraft des Lesers ansprechen, auch desjenigen, der nicht jedes einzelne Lied im Kopf hat, der nicht Vers für Vers mitsingen kann und die Soli nicht auf der Luftgitarre mitspielt.
Edo Reents hat eine sehr schöne Biografie geschrieben: gescheit, geistreich, aufschlussreich und bestimmt sehr treffend.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Neil Young - Eine Biographie
Autor:
Edo Reents
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsdatum:
2005
Seiten:
304
Verlag:
Rowohlt-Berlin Verlag
ISBN:
3-87134-519-9
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