Mitteilungen über den Maghreb
Kinostart:
30.08.2005
Leserbewertung:
Noch nicht genügend Bewertungen
Zwischen Orient und Okzident
Beim diesjährigen Filmfest in Locarno wurde einer der Themenschwerpunkte auf das Kino des Maghreb gelegt. Ein Beweis mehr, dass Nordafrika und Vorderasien noch immer eine große Faszination auf die westliche Filmwelt ausüben. Begonnen hat diese Tradition einmal mehr mit den Brüdern Lumières, die als erste Aufnahmen aus Algerien und Tunesien für ihren Filmkatalog in Auftrag gaben. Dabei handelte es sich um kurze Filme, die den Alltag in Nordafrika wieder spiegelten – mal waren es Momentaufnahmen vom Treiben auf den Straßen, in den Häfen oder auf den Märkten, mal Zeugnisse von militärischen Paraden oder religiösen Ritualen. Ein besonderer Reiz ging von den verschleierten Frauen aus, die mehr als alles andere das Fremdländische, Unbekannte und daher Exotische widerspiegelten. Dass das Kino aus und über diese fremde Welt mehr sein kann als bloße Reiseberichterstattung, aber auch mehr als der Schauplatz von Hollywood-Streifen wie Casablanca (mit Humphrey Bogart), Marrakesch (mit Kate Winslet) oder Sahara (mit Penelope Cruz), dem versuchen Filmwissenschaftler und Geographen durch eine Reihe von Symposien auf den Grund zu gehen.
Seit 2001 setzen sich Geographen und Filmwissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit externen Fachleuten zusammen, um über die Konfrontation und die Synthese zwischen islamischer Tradition und Medien-Moderne in Nordafrika und Vorderasien nachzudenken und zu diskutieren. Stets bemüht Antworten zu finden auf Fragen wie "Was ist das Cinema beurre, über das es selbst in Frankreich bisher kaum Publikationen und Abhandlungen gibt?" oder "Welche Rolle spielt der indigene Film in der transkulturellen Kommunikation?" Das Ergebnis: Eine Reihe von Konferenzen, deren Vorträge und Referate in dem Band Mitteilungen über den Maghreb exemplarisch zusammen getragen wurden."„Es handelt sich vorwiegend um imagologische Studien, die hier vorgelegt werden. Wie stark noch immer die Filmproduktion Hollywoods den exotischen Orientalismus oder auch dessen Entzauberung prägt, ist mehr als einmal aufgefallen", erklären die Herausgeber Anton Escher und Thomas Koebner im Vorwort der Schriftensammlung. Abgerundet wird der Band, der beim Gardez Verlag erschienen ist, durch einen Katalog von Filmen aus dem Maghreb, den Annette Deeken zusammengestellt hat.
Seit 2001 setzen sich Geographen und Filmwissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit externen Fachleuten zusammen, um über die Konfrontation und die Synthese zwischen islamischer Tradition und Medien-Moderne in Nordafrika und Vorderasien nachzudenken und zu diskutieren. Stets bemüht Antworten zu finden auf Fragen wie "Was ist das Cinema beurre, über das es selbst in Frankreich bisher kaum Publikationen und Abhandlungen gibt?" oder "Welche Rolle spielt der indigene Film in der transkulturellen Kommunikation?" Das Ergebnis: Eine Reihe von Konferenzen, deren Vorträge und Referate in dem Band Mitteilungen über den Maghreb exemplarisch zusammen getragen wurden."„Es handelt sich vorwiegend um imagologische Studien, die hier vorgelegt werden. Wie stark noch immer die Filmproduktion Hollywoods den exotischen Orientalismus oder auch dessen Entzauberung prägt, ist mehr als einmal aufgefallen", erklären die Herausgeber Anton Escher und Thomas Koebner im Vorwort der Schriftensammlung. Abgerundet wird der Band, der beim Gardez Verlag erschienen ist, durch einen Katalog von Filmen aus dem Maghreb, den Annette Deeken zusammengestellt hat.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Mitteilungen über den Maghreb
Erscheinungsort:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
2005
Seiten:
158
Verlag:
Gardez Verlag
ISBN:
3-89796-129-6
BEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Buch (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)





