Mein Song - Texte zum Soundtrack des Lebens
Kinostart:
30.06.2005
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Das Leben ist ein Chanson
"Jeder von uns hat wohl einen Song, der eine ganz besondere Rolle in seinem Leben spielt. Manchmal werden es im Laufe der Jahre auch ein paar mehr. Eine Jugendliebe, ein Urlaubsabenteuer, ein Abschied, Liebeskummer, Weltschmerz - zu allen möglichen Gelegenheiten gibt es ein musikalisches Schlüsselerlebnis. Und immer wenn man diese bestimmten Lieder wieder hört, werden die entsprechenden Erinnerungen, schöne ebenso wie schmerzhafte, wie auf Knopfdruck wieder lebendig."
Mein Song - Texte zum Soundtrack des Lebens versammelt auf nahezu 400 Seiten exakt 100 Originalbeiträge von 100 Autoren. Der Herausgeber Steffen Radlmaier, im Hauptberuf Redakteur bei den Nürnberger Nachrichten, bat mehr oder minder bekannte Schriftsteller und Musiker um ihre ganz persönlichen Geschichten und Geständnisse und um ihre prägenden Hörerfahrungen. Sie schreiben in Mein Song über Momente, in denen die Musik sie berührte. Sie erzählen von Augenblicken der Euphorie, der Verzweiflung, der Einsamkeit und des Glücks, von Lieblingssongs und rettenden Musikstücken, von Liebesliedern und Trennungsliedern. Songs einfach, nach denen nichts mehr so war wie zuvor. Wim Wenders ist unter den Autoren, Friedrich Ani, Frank Goosen, Kerstin Grether, Alexa Hennig von Lange, Manfred Maurenbrecher, Matthias Penzel, Rafik Schami, Burkhard Spinnen und Joseph von Westphalen. The Beatles sind natürlich unter den Interpreten, Dylan, die Stones, Springsteen, The Fall, Keith Jarrett, aber auch Ennio Morricone, Theo Mackeben, Hans Albers und Bernd Clüver, Kevin Keegan und F. R. David. Herausgekommen ist ein Buch voll Musik, eine vielstimmige Anthologie, die zugleich auch eine kleine Musikgeschichte ist.
Dass die Mehrheit der Autoren über Popsongs schreibt, die in der Jugend die Parameter gründlich verschoben, ist nicht verwunderlich. Hervorzuheben sind aber jene Beiträge, die abgesehen von der persönlichen Ebene die Lieder selbst einer Analyse unterziehen, zum Beispiel Bernd Begemann (über A house is not a home von Dionne Warwick) und Detlef Diederichsen (Gentle on my mind von Glen Campell). Denn wie schreibt schon Nick Hornby in der Einleitung seines 2003 erschienenen Buches 31 Songs: "Es gibt ein Stück von den Gypsy Kings, das mich daran erinnert, wie ich bei einem Fußballspiel in Lissabon mit Plastikbierflaschen bombardiert wurde, und verschiedene Songs, die mich ans College, an Exfreundinnen oder einen Ferienjob erinnern, aber keinen davon habe ich zu Hause - sie alle bedeuten mir als Musik nichts, nur als Erinnerung, und ich will nicht über Erinnerungen schreiben. Das ist nicht der Sinn der Sache. Man darf wohl annehmen, dass Leute, die sich von ihrem absoluten Lieblingsstück an ihre Flitterwochen auf Korsika oder an den Chihuahua der Familie erinnert fühlen, nicht wirklich etwas für Musik übrig haben."
(Stefan Otto)
Mein Song - Texte zum Soundtrack des Lebens versammelt auf nahezu 400 Seiten exakt 100 Originalbeiträge von 100 Autoren. Der Herausgeber Steffen Radlmaier, im Hauptberuf Redakteur bei den Nürnberger Nachrichten, bat mehr oder minder bekannte Schriftsteller und Musiker um ihre ganz persönlichen Geschichten und Geständnisse und um ihre prägenden Hörerfahrungen. Sie schreiben in Mein Song über Momente, in denen die Musik sie berührte. Sie erzählen von Augenblicken der Euphorie, der Verzweiflung, der Einsamkeit und des Glücks, von Lieblingssongs und rettenden Musikstücken, von Liebesliedern und Trennungsliedern. Songs einfach, nach denen nichts mehr so war wie zuvor. Wim Wenders ist unter den Autoren, Friedrich Ani, Frank Goosen, Kerstin Grether, Alexa Hennig von Lange, Manfred Maurenbrecher, Matthias Penzel, Rafik Schami, Burkhard Spinnen und Joseph von Westphalen. The Beatles sind natürlich unter den Interpreten, Dylan, die Stones, Springsteen, The Fall, Keith Jarrett, aber auch Ennio Morricone, Theo Mackeben, Hans Albers und Bernd Clüver, Kevin Keegan und F. R. David. Herausgekommen ist ein Buch voll Musik, eine vielstimmige Anthologie, die zugleich auch eine kleine Musikgeschichte ist.
Dass die Mehrheit der Autoren über Popsongs schreibt, die in der Jugend die Parameter gründlich verschoben, ist nicht verwunderlich. Hervorzuheben sind aber jene Beiträge, die abgesehen von der persönlichen Ebene die Lieder selbst einer Analyse unterziehen, zum Beispiel Bernd Begemann (über A house is not a home von Dionne Warwick) und Detlef Diederichsen (Gentle on my mind von Glen Campell). Denn wie schreibt schon Nick Hornby in der Einleitung seines 2003 erschienenen Buches 31 Songs: "Es gibt ein Stück von den Gypsy Kings, das mich daran erinnert, wie ich bei einem Fußballspiel in Lissabon mit Plastikbierflaschen bombardiert wurde, und verschiedene Songs, die mich ans College, an Exfreundinnen oder einen Ferienjob erinnern, aber keinen davon habe ich zu Hause - sie alle bedeuten mir als Musik nichts, nur als Erinnerung, und ich will nicht über Erinnerungen schreiben. Das ist nicht der Sinn der Sache. Man darf wohl annehmen, dass Leute, die sich von ihrem absoluten Lieblingsstück an ihre Flitterwochen auf Korsika oder an den Chihuahua der Familie erinnert fühlen, nicht wirklich etwas für Musik übrig haben."
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Mein Song - Texte zum Soundtrack des Lebens
Autor:
Steffen Radlmaier (Hg.)
Erscheinungsort:
Cadolzburg
Erscheinungsdatum:
2005
Seiten:
382
Verlag:
ars vivendi
ISBN:
3-89716-534-1
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