Marlon - meine Liebe, mein Leid
Kinostart:
06.10.2006
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Sie küssten und sie schlugen sich
Sie war 19, er war 36. Und es war Herbst ... "Marlon Brando? Ich wusste gar nicht, wer das war. Es hieß, das Hollywood-Studio Metro-Goldwyn-Mayer, kurz MGM, würde hier auf Tahiti einen großen Film drehen und dieser Mann sollte der Star sein."
Tarita Teriipaia, geboren auf Bora Bora und später nach Tahiti gegangen, kennt an Filmschauspielern damals, 1961, vor allem Charlie Chaplin. Sie arbeitet in einer Hotelküche und tanzt mit einer Gruppe von Mädchen abends im Restaurant, als Filmleute aus Hollywood auf die Insel kommen. "Sie wollen einen großen Film über die Meuterei auf der Bounty drehen. Es gibt kein anderes Thema mehr auf der Insel." Tarita wird zuerst als Tänzerin und dann für die Rolle der Maimiti engagiert, die Nichte von König Hitihiti und die Verlobte des Meuterers Fletcher Christian, den Marlon Brando gibt.
"Mich zog nichts an ihm an, weder sein Äußeres noch seine Art noch seine Freunde. Schon sein Anblick löste schiere Panik in mir aus, so als würde ich instinktiv eine Gefahr wahrnehmen. Im Gegensatz zu anderen Frauen ließ mich auch seine Bekanntheit gleichgültig", schreibt Tarita und schildert, wie er sie dennoch für sich gewann. Sie schreibt von ihrem Leben mit und ohne Brando. Sie schreibt von den Kindern, von deren und ihrem Unglück, und wie sie dreimal auf dem Weg war, Brando zu entgehen. Wie sie sich dreimal verliebte, aber keiner der Männer ihm Stand hielt. Alle, erinnert sie sich, hatten irgendwann Angst vor ihm.
"Warum wollte der Herr, dass sich unsere Wege kreuzen - er kam aus Nebraska, ich von Bora Bora? Ich war 19 Jahre alt, und ich wusste nichts vom Leben, während er schon ein Dämon war, mit allen schrecklichen Einflüssen, die Amerika hervorbringt. Und doch haben wir uns schnell geliebt, so als hätte jeder im anderen die Hoffnung auf eine bessere Welt, auf ein neues Leben gesehen. Er liebte die Unschuld der Tahitianer, und ich träumte zweifellos davon, den Captain eines englischen Schiffs zu heiraten."
(Stefan Otto)
Tarita Teriipaia, geboren auf Bora Bora und später nach Tahiti gegangen, kennt an Filmschauspielern damals, 1961, vor allem Charlie Chaplin. Sie arbeitet in einer Hotelküche und tanzt mit einer Gruppe von Mädchen abends im Restaurant, als Filmleute aus Hollywood auf die Insel kommen. "Sie wollen einen großen Film über die Meuterei auf der Bounty drehen. Es gibt kein anderes Thema mehr auf der Insel." Tarita wird zuerst als Tänzerin und dann für die Rolle der Maimiti engagiert, die Nichte von König Hitihiti und die Verlobte des Meuterers Fletcher Christian, den Marlon Brando gibt.
"Mich zog nichts an ihm an, weder sein Äußeres noch seine Art noch seine Freunde. Schon sein Anblick löste schiere Panik in mir aus, so als würde ich instinktiv eine Gefahr wahrnehmen. Im Gegensatz zu anderen Frauen ließ mich auch seine Bekanntheit gleichgültig", schreibt Tarita und schildert, wie er sie dennoch für sich gewann. Sie schreibt von ihrem Leben mit und ohne Brando. Sie schreibt von den Kindern, von deren und ihrem Unglück, und wie sie dreimal auf dem Weg war, Brando zu entgehen. Wie sie sich dreimal verliebte, aber keiner der Männer ihm Stand hielt. Alle, erinnert sie sich, hatten irgendwann Angst vor ihm.
"Warum wollte der Herr, dass sich unsere Wege kreuzen - er kam aus Nebraska, ich von Bora Bora? Ich war 19 Jahre alt, und ich wusste nichts vom Leben, während er schon ein Dämon war, mit allen schrecklichen Einflüssen, die Amerika hervorbringt. Und doch haben wir uns schnell geliebt, so als hätte jeder im anderen die Hoffnung auf eine bessere Welt, auf ein neues Leben gesehen. Er liebte die Unschuld der Tahitianer, und ich träumte zweifellos davon, den Captain eines englischen Schiffs zu heiraten."
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Marlon - meine Liebe, mein Leid
Autor:
Tarita Teriipaia
Erscheinungsort:
München
Erscheinungsdatum:
2006
Seiten:
288
Verlag:
Wilhelm Heyne Verlag
ISBN:
3-453-60030-4
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