Lass laufen! Mit den 36 dramatischen Situationen von Georges Polti
Kinostart:
22.03.2004
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Wenn die Ideen nicht fließen wollen...
„Doch ich werde leidenschaftlich angefeindet, ich beabsichtige die Fantasie zu töten! Feind der Einbildungskraft! Vernichter der Staunens! Mörder der Wunder! Diese und andere Beinamen verursachen mir keine Röte“, entgegnete Georges Polti seinen zahlreichen Kritikern. Dabei hatte Polti im 19. Jahrhundert nichts weiter getan, als zahlreiche zeitgenössische Dramen und Romane zu analysieren und die solchermaßen identifizierten Grundplots zu veröffentlichen. Trotz der Anfeindungen gegen Polti wurden seine Thirty-Six Dramatic Situations häufig in Büchern über das Schreiben von Theaterstücken, Drehbüchern und Romanen zitiert und selbst in der Triester Bibliothek von James Joyce befand sich ein Exemplar von Poltis Werk.
Nun ist die erste deutsche Übersetzung der 36 dramatischen Grundsituationen im Berliner Autorenhaus Verlag erschienen, die von der Autorin und Lektorin Gerhild Tieger durch weitere Kapitel mit Tipps und Tricks für Autoren und solche, die es werden wollen, ergänzt wurden. Im zweiten Teil des Buches „Beats, Wendepunkte, Krisen und Konflikte“ werden Varianten vorgestellt, wie sich die Grundsituationen weiter ausbauen lassen und welche überraschenden Tricks und Wendungen sich einer Geschichte geben lassen. Der dritte Teil schließlich versammelt „Unfälle, Unglücke und andere Übel“, die aus Versicherungsjahrbüchern gesammelt wurden. Wer als Autor jemals geglaubt hat, seine Ideen seien abstrus oder nicht nahe genug am Leben dran, der wird spätestens durch die wahren Fälle eines besseren belehrt. Denn die meisten der versammelten Katastrophen sind schlichtweg unglaubwürdig und doch wahr... Zuletzt schließlich versammelt die Autorin im vierten und letzten Teil „Vorzügliche Phobien“, die dazu dienen sollen, den Figuren Tiefe und psychologische Kanten zu verleihen.
Mitunter wirkt die Zusammenstellung des Buchs recht bemüht, nicht immer erschließt sich der rote Faden der Autorin auf Anhieb. Doch wenn man das Buch eher als Inspirationsquelle denn als Lesebuch versteht, so kann ein gelegentlicher Blick hinein so manche Schreibblockade lösen und eine neue ungewöhnliche Idee entstehen lassen.
Nun ist die erste deutsche Übersetzung der 36 dramatischen Grundsituationen im Berliner Autorenhaus Verlag erschienen, die von der Autorin und Lektorin Gerhild Tieger durch weitere Kapitel mit Tipps und Tricks für Autoren und solche, die es werden wollen, ergänzt wurden. Im zweiten Teil des Buches „Beats, Wendepunkte, Krisen und Konflikte“ werden Varianten vorgestellt, wie sich die Grundsituationen weiter ausbauen lassen und welche überraschenden Tricks und Wendungen sich einer Geschichte geben lassen. Der dritte Teil schließlich versammelt „Unfälle, Unglücke und andere Übel“, die aus Versicherungsjahrbüchern gesammelt wurden. Wer als Autor jemals geglaubt hat, seine Ideen seien abstrus oder nicht nahe genug am Leben dran, der wird spätestens durch die wahren Fälle eines besseren belehrt. Denn die meisten der versammelten Katastrophen sind schlichtweg unglaubwürdig und doch wahr... Zuletzt schließlich versammelt die Autorin im vierten und letzten Teil „Vorzügliche Phobien“, die dazu dienen sollen, den Figuren Tiefe und psychologische Kanten zu verleihen.
Mitunter wirkt die Zusammenstellung des Buchs recht bemüht, nicht immer erschließt sich der rote Faden der Autorin auf Anhieb. Doch wenn man das Buch eher als Inspirationsquelle denn als Lesebuch versteht, so kann ein gelegentlicher Blick hinein so manche Schreibblockade lösen und eine neue ungewöhnliche Idee entstehen lassen.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Lass laufen! Mit den 36 dramatischen Situationen von Georges Polti
Autor:
Gerhild Tieger
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsdatum:
2004
Seiten:
160 Seiten
Verlag:
Autorenhaus Verlag
ISBN:
3-932909-60-7
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