kurz und klein – 50 Jahre Internationale Kurzfilmtage Oberhausen
Kinostart:
26.03.2004
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Der kurze Blick zurück
Seit 50 Jahren bereits besteht eines der traditionsreichsten deutschen Filmfestivals, die Internationale Kurzfilmtage in Oberhausen. Grund genug für die Macher, in dem Buch kurz & klein – 50 Jahre Internationale Kurzfilmtage Oberhausen einen Blick zurück zu wagen. Denn Oberhausen war schon immer ein Festivalort, an dem nicht nur die Befindlichkeiten des Kurzfilms, sondern stets auch ein Stück bundesrepublikanische Wirklichkeit verhandelt wurden. Anfangs, als die Bilder in Oberhausen laufen lernten, war davon noch recht wenig zu spüren.
Denn der Anspruch war bei der Gründung 1954 noch ein anderer, immerhin nannte man sich Westdeutsche Kulturfilmtage und zeigte dementsprechend das Wunder der Bienenwelt und die Kathedrale von Chartres, die Zähmung von Bazillen oder den Altenberger Dom. Gerade neun Jahre nach dem Krieg war Deutschland offensichtlich noch nicht so weit, sich unbequeme Fragen zu stellen. Doch das sollte sich schnell ändern. Mitten in der Ära des Kalten Krieges wurden in Oberhausen unter dem Titel „Weg zum Nachbarn“ Filme aus Osteuropa präsentiert, zum Teil gegen heftigen politischen Widerstand. 1962 schließlich kam es zur Unterzeichnung des Manifestes, das bis heute noch den Namen seines Proklamationsortes Oberhausen trägt und das den deutschen Film von Grund auf erneuerte. Der Abschied vom Gestern war vollzogen, der alte Film nun endgültig tot und damit gewann auch Oberhausen mehr und mehr an Profil und politischer sowie ästhetischer Eigenständigkeit. Werner Herzog, Roman Polanski, Agnès Varda, Martin Scorsese, Eija-Liisa Ahtila, Kenneth Anger, aber auch Roman Polanski und viele andere mehr kamen hierher, um sich und ihre Arbeit zum ersten Mal einem großen Publikum vorzustellen. Ungeachtet aller technischen Neuerungen und ästhetischen Herausforderungen hat sich Oberhausen bis zum heutigen Tage als Festival behauptet, das wie kein anderes die ästhetische Autonomie des Kurzfilms behauptet und vertritt.
Das vorliegende Buch, herausgegeben von Klaus Behnken und mit Texten von Lars Henrik Gass, Peter Handke, Hilmar Hoffmann, Alexander Kluge, Uwe Nettelbeck, Enno Patalas, Wolfram Siebeck u.a. versammelt Gespräche und Beiträge von Filmwissenschaftlern, Filmemachern und Festivalorganisatoren zur Geschichte des Oberhausener Festivals und des Kurzfilms. Ein reich bebildertes und äußert informatives Buch.
Denn der Anspruch war bei der Gründung 1954 noch ein anderer, immerhin nannte man sich Westdeutsche Kulturfilmtage und zeigte dementsprechend das Wunder der Bienenwelt und die Kathedrale von Chartres, die Zähmung von Bazillen oder den Altenberger Dom. Gerade neun Jahre nach dem Krieg war Deutschland offensichtlich noch nicht so weit, sich unbequeme Fragen zu stellen. Doch das sollte sich schnell ändern. Mitten in der Ära des Kalten Krieges wurden in Oberhausen unter dem Titel „Weg zum Nachbarn“ Filme aus Osteuropa präsentiert, zum Teil gegen heftigen politischen Widerstand. 1962 schließlich kam es zur Unterzeichnung des Manifestes, das bis heute noch den Namen seines Proklamationsortes Oberhausen trägt und das den deutschen Film von Grund auf erneuerte. Der Abschied vom Gestern war vollzogen, der alte Film nun endgültig tot und damit gewann auch Oberhausen mehr und mehr an Profil und politischer sowie ästhetischer Eigenständigkeit. Werner Herzog, Roman Polanski, Agnès Varda, Martin Scorsese, Eija-Liisa Ahtila, Kenneth Anger, aber auch Roman Polanski und viele andere mehr kamen hierher, um sich und ihre Arbeit zum ersten Mal einem großen Publikum vorzustellen. Ungeachtet aller technischen Neuerungen und ästhetischen Herausforderungen hat sich Oberhausen bis zum heutigen Tage als Festival behauptet, das wie kein anderes die ästhetische Autonomie des Kurzfilms behauptet und vertritt.
Das vorliegende Buch, herausgegeben von Klaus Behnken und mit Texten von Lars Henrik Gass, Peter Handke, Hilmar Hoffmann, Alexander Kluge, Uwe Nettelbeck, Enno Patalas, Wolfram Siebeck u.a. versammelt Gespräche und Beiträge von Filmwissenschaftlern, Filmemachern und Festivalorganisatoren zur Geschichte des Oberhausener Festivals und des Kurzfilms. Ein reich bebildertes und äußert informatives Buch.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
kurz und klein – 50 Jahre Internationale Kurzfilmtage Oberhausen
Autor:
Klaus Behnken (Hg.)
Erscheinungsort:
Ostfildern
Erscheinungsdatum:
2004
Seiten:
240
Verlag:
Hatje Cantz
ISBN:
3-7757-1323-9
BEWERTUNG
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