Kunst von Filmregisseuren
Kinostart:
19.10.2005
Leserbewertung:
Noch nicht genügend Bewertungen
Film-Kunst
Ein Cartoon von Alan Parker: Neben einer Tür ein großes Wandbild mit Frauenfiguren, die an Gemälde von Matisse und Jean Cocteau erinnern. Hinter dem Mann, der gerade dabei ist, dieses Bild zu malen, steht eine Frau und sagt trocken: "I’d stick to film directing if I were you ..."
Autor Karl French zeigt Alan Parkers Witzzeichnung auf Seite 144 seines Buches Kunst von Filmregisseuren. Parker (Das Leben des David Gale) ist dabei nur einer von insgesamt 23 Filmern, deren außerfilmisches Werk French in dem großformatigen Buch vorstellt. Wir sehen Zeichnungen, Gemälde, Fotografien, Collagen, Skulpturen, Skizzen oder Storyboards von Jean-Jacques Beineix, Sergej Eisenstein, Federico Fellini, Takeshi Kitano, Akira Kurosawa, Fritz Lang, Satyajit Ray oder Josef von Sternberg.
Vertreten sind Regisseure wie Peter Greenaway und Derek Jarman, deren Filme (wie The Tulse Luper Suitases und Blue) schon den Kunstanspruch und die Herleitung von der bildenden Kunst erkennen lassen. Werke anderer Regisseure entstanden gezielt zur Vorbereitung von Filmen. So sehen wir von Alfred Hitchcock Teile von Storyboards für Saboteure und Der unsichtbare Dritte sowie Szenenbildentwürfe für Die 39 Stufen. Wir sehen Fotografien von Stanley Kubrick, der Fotoreporter war, bevor er Regisseur wurde, und Collagen von Terry Gilliam, der ein anerkannter Künstler war, bevor er seinen ersten Film drehte. Wir sehen Zeichnungen, Assemblagen oder Fotos von Jean Cocteau, Dennis Hopper oder Wim Wenders, deren Werke immer wieder mal in Galerien gezeigt werden, neben selten beziehungsweise nie gesehenen Bildern von Mike Figgis, John Huston oder Martin Scorsese.
In jedem Fall bietet Kunst von Filmregisseuren die Gelegenheit zum Kennenlernen vieler des Kennenlernens werter und selten präsentierter Kunstwerke. Der Betrachter lernt die bekannten Regisseure von einer unbekannten Seite kennen. Sie "gewähren uns einen tiefen Einblick in das Laboratorium ihrer Kreativität", schreibt der Autor in seiner Einführung. Die Bilder der Filmer und die Texte von French eröffnen neue Blicke auf die Beziehung zwischen Kino und bildender Kunst und auf die Filme der Regisseure.
Nach Ansicht von Kunst von Filmregisseuren wünscht man sich zweierlei: ein zweites Buch zum Thema, wie es French in seiner Einführung anspricht, mit Arbeiten von Tim Burton, John Ford und Clemens Klopfenstein vielleicht, und eine Ausstellung, in der man die außerfilmische Kunst der Filmkünstler im Original betrachten kann.
(Stefan Otto)
Autor Karl French zeigt Alan Parkers Witzzeichnung auf Seite 144 seines Buches Kunst von Filmregisseuren. Parker (Das Leben des David Gale) ist dabei nur einer von insgesamt 23 Filmern, deren außerfilmisches Werk French in dem großformatigen Buch vorstellt. Wir sehen Zeichnungen, Gemälde, Fotografien, Collagen, Skulpturen, Skizzen oder Storyboards von Jean-Jacques Beineix, Sergej Eisenstein, Federico Fellini, Takeshi Kitano, Akira Kurosawa, Fritz Lang, Satyajit Ray oder Josef von Sternberg.
Vertreten sind Regisseure wie Peter Greenaway und Derek Jarman, deren Filme (wie The Tulse Luper Suitases und Blue) schon den Kunstanspruch und die Herleitung von der bildenden Kunst erkennen lassen. Werke anderer Regisseure entstanden gezielt zur Vorbereitung von Filmen. So sehen wir von Alfred Hitchcock Teile von Storyboards für Saboteure und Der unsichtbare Dritte sowie Szenenbildentwürfe für Die 39 Stufen. Wir sehen Fotografien von Stanley Kubrick, der Fotoreporter war, bevor er Regisseur wurde, und Collagen von Terry Gilliam, der ein anerkannter Künstler war, bevor er seinen ersten Film drehte. Wir sehen Zeichnungen, Assemblagen oder Fotos von Jean Cocteau, Dennis Hopper oder Wim Wenders, deren Werke immer wieder mal in Galerien gezeigt werden, neben selten beziehungsweise nie gesehenen Bildern von Mike Figgis, John Huston oder Martin Scorsese.
In jedem Fall bietet Kunst von Filmregisseuren die Gelegenheit zum Kennenlernen vieler des Kennenlernens werter und selten präsentierter Kunstwerke. Der Betrachter lernt die bekannten Regisseure von einer unbekannten Seite kennen. Sie "gewähren uns einen tiefen Einblick in das Laboratorium ihrer Kreativität", schreibt der Autor in seiner Einführung. Die Bilder der Filmer und die Texte von French eröffnen neue Blicke auf die Beziehung zwischen Kino und bildender Kunst und auf die Filme der Regisseure.
Nach Ansicht von Kunst von Filmregisseuren wünscht man sich zweierlei: ein zweites Buch zum Thema, wie es French in seiner Einführung anspricht, mit Arbeiten von Tim Burton, John Ford und Clemens Klopfenstein vielleicht, und eine Ausstellung, in der man die außerfilmische Kunst der Filmkünstler im Original betrachten kann.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Kunst von Filmregisseuren
Autor:
Karl French
Erscheinungsort:
Hildesheim
Erscheinungsdatum:
2005
Seiten:
208
Verlag:
Gerstenberg
ISBN:
3-8067-2938-7
BEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Buch (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)





