Kopfkino - Wie Medien unsere Träume erfüllen
Kinostart:
01.01.2005
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Träume und Filme
"Warum", fragt die Autorin, "haben Menschen das Bedürfnis, Geschichten über Dinge zu hören, von denen sie genau wissen, dass sie gar nicht stattgefunden haben?" Warum verfolgen Kinogänger und Fernsehzuschauer fiktive Erzählungen auf der Leinwand oder dem Bildschirm?
"Zu imaginieren, sich also mental Dinge zu vergegenwärtigen, für die es keine simultane Entsprechung in der Realität gibt", stelle ein psychisches Grundbedürfnis des Menschen dar, schreibt Andrea Claudia Hoffmann und stellt eine Verbindung her zwischen den Träumen, die die Menschen des Nachts und tagsüber haben, und den erdachten Geschichten, die in den Kinos und Wohnstuben zu sehen sind. Spielfilme böten wie Träume ein Forum, in dem der Mensch sich auf metaphorische Weise mit seinen aktuellen Themen und Problemen auseinandersetze, sie weiterspinne, fantasievoll abwandle und sich Lösungsmöglichkeiten ausmale.
In der vorliegenden dicken Studie, der Dissertation der Focus-Redakteurin Hoffmann, werden beide Phantasieprodukte, also erinnerte Träume und angeeignete mediale Fiktionen desselben Individuums miteinander verglichen. "Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Aneignung medialer Fiktionen und Träumen als imaginativen Prozessen (...)?" fragt die Autorin, "gibt es übergreifende Themen oder Motive, die sowohl in den Träumen als auch in den erinnerten medialen Plots auftauchen? (...) Gibt es Gemeinsamkeiten in der Struktur oder in der Ausgestaltung von erinnerten medialen Plots und erinnerten Träumen? (...) Erfüllen die beiden Phantasieprodukte (...) dieselben Funktionen für das Individuum?" und "inwieweit spielt die Imagination bei der Medienaneignung eine Rolle?"
Beim Vergleich von Fiktionen und Träumen findet die Autorin Parallelen in der Struktur sowie in der Thematik. Im Hinblick auf die Ausgestaltung der einzelnen thematischen Schwerpunkte stellt sie hingegen erhebliche Unterschiede fest, aufgrund deren sie auf verschiedene Funktionen "der fiktionalen Medienaneignung" und des Träumens schließt.
(Stefan Otto)
"Zu imaginieren, sich also mental Dinge zu vergegenwärtigen, für die es keine simultane Entsprechung in der Realität gibt", stelle ein psychisches Grundbedürfnis des Menschen dar, schreibt Andrea Claudia Hoffmann und stellt eine Verbindung her zwischen den Träumen, die die Menschen des Nachts und tagsüber haben, und den erdachten Geschichten, die in den Kinos und Wohnstuben zu sehen sind. Spielfilme böten wie Träume ein Forum, in dem der Mensch sich auf metaphorische Weise mit seinen aktuellen Themen und Problemen auseinandersetze, sie weiterspinne, fantasievoll abwandle und sich Lösungsmöglichkeiten ausmale.
In der vorliegenden dicken Studie, der Dissertation der Focus-Redakteurin Hoffmann, werden beide Phantasieprodukte, also erinnerte Träume und angeeignete mediale Fiktionen desselben Individuums miteinander verglichen. "Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Aneignung medialer Fiktionen und Träumen als imaginativen Prozessen (...)?" fragt die Autorin, "gibt es übergreifende Themen oder Motive, die sowohl in den Träumen als auch in den erinnerten medialen Plots auftauchen? (...) Gibt es Gemeinsamkeiten in der Struktur oder in der Ausgestaltung von erinnerten medialen Plots und erinnerten Träumen? (...) Erfüllen die beiden Phantasieprodukte (...) dieselben Funktionen für das Individuum?" und "inwieweit spielt die Imagination bei der Medienaneignung eine Rolle?"
Beim Vergleich von Fiktionen und Träumen findet die Autorin Parallelen in der Struktur sowie in der Thematik. Im Hinblick auf die Ausgestaltung der einzelnen thematischen Schwerpunkte stellt sie hingegen erhebliche Unterschiede fest, aufgrund deren sie auf verschiedene Funktionen "der fiktionalen Medienaneignung" und des Träumens schließt.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Kopfkino - Wie Medien unsere Träume erfüllen
Autor:
Andrea Claudia Hoffmann
Erscheinungsort:
Konstanz
Erscheinungsdatum:
2008
Seiten:
437
Verlag:
UVK Verlagsgesellschaft
ISBN:
978-3-86764-058-9
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