Kinogefühle - Emotionalität und Film
Kinostart:
17.01.2006
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Emotion Pictures
Keine andere Kunstform provoziert so intensive und vielfältige Gefühlsreaktionen wie das Kino. Nicht einmal die Musik. Und dennoch befasst sich die Filmwissenschaft erst seit relativ kurzer Zeit intensiver mit dem emotionalen Erleben des Filmpublikums. In den letzten zehn Jahren entwickelten Filmwissenschaftler eine Vielfalt von Ansätzen und Modellen, um den Emotionen im Kino auf die Spur zu kommen. Zwei Hauptstränge lassen sich in ihrer Debatte unterscheiden: ein philosophisch-ästhetischer, der von den Spezifika des Mediums Film ausgeht, und ein psychologisch-kognitivistischer, der psychologische Modelle des Textverstehens als Ausgangspunkt nimmt.
Im Sinn einer Momentaufnahme vereint Kinogefühle - Emotionalität und Film, der zwölfte Band der Zürcher Filmstudien, Originalbeiträge und Übersetzungen einschlägiger Texte aus der aktuellen Debatte und bringt die Vertreter der wichtigsten Denkrichtungen in einem recht dicken Buch zusammen.
Kinogefühle versammelt über 20 Beiträge. Es sind im wesentlichen solche, die anhand stilistischer Parameter und narrativer Konfigurationen die emotionalen Wirkungen des Kinos in den Blick rücken, sich mit der Modellierung von Emotionen anhand von Filmfiguren befassen oder weiterführende kunsttheoretische und philosophische Fragen zum Thema aufwerfen. So zeigt Hermann Kappelhoff die Tradition auf, die vom Bühnenmelodram des 18. Jahrhunderts zum Filmmelodram des 20. führt, Alexandra Schneider analysiert in ihrem Beitrag die Darstellung von Gefühlen im Bollywood-Kino, Till Brockmann untersucht die emotionalen Wirkungen der Zeitlupe und Richard Dyer geht den ironischen Figuren des Fühlens und Empfindens nach, die für die Soundtracks von Nino Rota (The Godfather 1 und 2) charakteristisch sind.
(Stefan Otto)
Im Sinn einer Momentaufnahme vereint Kinogefühle - Emotionalität und Film, der zwölfte Band der Zürcher Filmstudien, Originalbeiträge und Übersetzungen einschlägiger Texte aus der aktuellen Debatte und bringt die Vertreter der wichtigsten Denkrichtungen in einem recht dicken Buch zusammen.
Kinogefühle versammelt über 20 Beiträge. Es sind im wesentlichen solche, die anhand stilistischer Parameter und narrativer Konfigurationen die emotionalen Wirkungen des Kinos in den Blick rücken, sich mit der Modellierung von Emotionen anhand von Filmfiguren befassen oder weiterführende kunsttheoretische und philosophische Fragen zum Thema aufwerfen. So zeigt Hermann Kappelhoff die Tradition auf, die vom Bühnenmelodram des 18. Jahrhunderts zum Filmmelodram des 20. führt, Alexandra Schneider analysiert in ihrem Beitrag die Darstellung von Gefühlen im Bollywood-Kino, Till Brockmann untersucht die emotionalen Wirkungen der Zeitlupe und Richard Dyer geht den ironischen Figuren des Fühlens und Empfindens nach, die für die Soundtracks von Nino Rota (The Godfather 1 und 2) charakteristisch sind.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Kinogefühle - Emotionalität und Film
Autor:
Vinzenz Hediger, Matthias Brütsch, Ursula von Keitz, Alexandra Schneider, Margrit Tröhler (Hg.)
Erscheinungsort:
Marburg
Erscheinungsdatum:
2005
Seiten:
464
Verlag:
Schüren
ISBN:
3-89472-512-5
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