Der befriedigenste Beruf in der Branche
Bereits die Überschriften einiger Beiträge deuten es an. "Das Glück des Augenblicks oder: Was treibt mich, so gern Kamera zu machen?" und "Von da an begegnet mir Licht an jedem Tag, überall", lauten sie, oder "Der Kameramann ist der Fokuspunkt einer Filmproduktion" und "Ich sehe uns als Bereicherung".
Herausgeberin Béatrice Ottersbach ist bei der Erstellung des Buches, das sich aus zwanzig Beiträgen von zwanzig Kameraleuten zusammensetzt, auf Menschen gestoßen, die "etwas Positives ausstrahlen". Sie spekuliert darüber, weshalb das so ist und kommt zu dem Ergebnis: "Sieht sich (...) der Kameramann einen Film an, den er fotografiert hat, sieht er seine eigenen Bilder - und zwar nur seine Bilder von Anfang bis Ende des Filmes. Natürlich hat er wie alle anderen in Zeit- und Geldnot gearbeitet, natürlich haben viele Bilder den Schnitt nicht überlebt. Aber jedes Bild, das er auf der Leinwand, auf dem Bildschirm sieht, ist seins."
Tom Fährmann (Ulzhan - Das vergessene Licht), Eberhard Geick (Solo Sunny), Sophie Maintigneux (Damen und Herren ab 65) und andere äußern sich in Form eigenständiger Texte, Gernot Roll (Buddenbrooks), Judith Kaufmann (Feuerherz), Andreas Höfer (Fleisch ist mein Gemüse) und weitere in Gesprächen mit Béatrice Ottersbach. Mitherausgeber Thomas Schadt (Carola Stern: Doppelleben) selbst wird von Hans Helmut Prinzler befragt.
Bisweilen kontrovers werden in Kamerabekenntnisse die ideale Beziehung zwischen Regie und Kamera diskutiert, die Auflösung, der Sinn oder Unsinn von Storyboards, die Vor- und Nachteile von Filmmaterial und Video, der Umgang mit Licht - und dennoch sind all die Ausführungen wenig technikverliebt und beileibe nicht so spröde wie man es erwarten könnte. Auch im Textlichen bewähren sich die deutschen Kameraleute - und die Berliner Französin Maintigneux - entsprechend ihrer Berufung und finden gelungene Bilder. Wie zum Beispiel Philipp Gröning (Die große Stille), wenn er die Arbeit eines Kameramannes definiert und sagt: "Kameraarbeit ist, als würdest du ganz viele Töne in die Luft schmeißen, und im Schnitt musst du daraus eine Fuge bauen. Das macht natürlich viel weniger Spaß, als die Töne in die Luft zu werfen."
(Stefan Otto)
Herausgeberin Béatrice Ottersbach ist bei der Erstellung des Buches, das sich aus zwanzig Beiträgen von zwanzig Kameraleuten zusammensetzt, auf Menschen gestoßen, die "etwas Positives ausstrahlen". Sie spekuliert darüber, weshalb das so ist und kommt zu dem Ergebnis: "Sieht sich (...) der Kameramann einen Film an, den er fotografiert hat, sieht er seine eigenen Bilder - und zwar nur seine Bilder von Anfang bis Ende des Filmes. Natürlich hat er wie alle anderen in Zeit- und Geldnot gearbeitet, natürlich haben viele Bilder den Schnitt nicht überlebt. Aber jedes Bild, das er auf der Leinwand, auf dem Bildschirm sieht, ist seins."
Tom Fährmann (Ulzhan - Das vergessene Licht), Eberhard Geick (Solo Sunny), Sophie Maintigneux (Damen und Herren ab 65) und andere äußern sich in Form eigenständiger Texte, Gernot Roll (Buddenbrooks), Judith Kaufmann (Feuerherz), Andreas Höfer (Fleisch ist mein Gemüse) und weitere in Gesprächen mit Béatrice Ottersbach. Mitherausgeber Thomas Schadt (Carola Stern: Doppelleben) selbst wird von Hans Helmut Prinzler befragt.
Bisweilen kontrovers werden in Kamerabekenntnisse die ideale Beziehung zwischen Regie und Kamera diskutiert, die Auflösung, der Sinn oder Unsinn von Storyboards, die Vor- und Nachteile von Filmmaterial und Video, der Umgang mit Licht - und dennoch sind all die Ausführungen wenig technikverliebt und beileibe nicht so spröde wie man es erwarten könnte. Auch im Textlichen bewähren sich die deutschen Kameraleute - und die Berliner Französin Maintigneux - entsprechend ihrer Berufung und finden gelungene Bilder. Wie zum Beispiel Philipp Gröning (Die große Stille), wenn er die Arbeit eines Kameramannes definiert und sagt: "Kameraarbeit ist, als würdest du ganz viele Töne in die Luft schmeißen, und im Schnitt musst du daraus eine Fuge bauen. Das macht natürlich viel weniger Spaß, als die Töne in die Luft zu werfen."
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Kamerabekenntnisse
Erscheinungsort:
Konstanz
Erscheinungsdatum:
2008
Seiten:
332
Verlag:
UVK Verlagsgesellschaft
ISBN:
978-3-86764-055-8
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