K1 - Das Bilderbuch der Kommune
Kinostart:
29.05.2008
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Die Kommune I, Deutschlands berühmteste WG, die von 1967 bis 1969 Bestand hatte und auch heute noch in Filmen wie Das wilde Leben, Was tun, wenn's brennt? und Futschicato Nachhall findet, erlebt im Zuge der '68er-Retro weitere neue Aufmerksamkeiten. Kommunarde Rainer Langhans und die Autorin und Filmemacherin Christa Ritter, die bereits 1991 gemeinsam den halbdokumentarischen Film Schneeweißrosenrot drehten, legen mit dem Bildband K1 - Das Bilderbuch der Kommune neues altes Anschauungsmaterial aus dem Besitz von Antje Krüger und Uschi Obermaier vor.
"Es sind Schnappschüsse", schreibt Bernd Cailloux in seinen einleitenden Worten, "nicht überdeutlich aufgeladen oder autoritär, eine eher dokumentarische Fotografie, die vom authentischen Geschehen einer Geschichte erzählt." Dokumente der Kommune wie die Flugblattserie "Wann brennen die Berliner Kaufhäuser?", Bilder vom Spüldienst in der Wohngemeinschaft, von Diskursen an jenem Esstisch, an dem später die tageszeitung und der Chaos Computer Club gegründet wurden, von Demos, die nicht selten die Form von Happenings annahmen, von polizeilichen Festnahmen, Gerichtsterminen, den Internationalen Essener Songtagen, von Dieter Kunzelmann, der mit einer Wasserpistole auf Seifenblasen schießt und von Uschi Obermaier, die unter der Regie von Rudolf Thome in Rote Sonne spielt.
Den Kommunarden "war es Ende der Sechzigerjahre gelungen, mit Grips, Furor und Chuzpe binnen Kurzem den Bekanntheitsgrad einer bedeutenden Rockband zu erreichen", so Cailloux. "Die Kommune I wurde zur aufsehenerregendsten Kleingruppe im Nachkriegsdeutschland. Ihre Mitglieder setzten in Haltung und Handlungen das um, was ein Großteil ihrer Generationsgenossen mehr oder weniger plötzlich bewegte und bedrückte." Und Rainer Langhans und Dieter Kunzelmann wussten immer dann, dass sie mit ihren Aktionen richtig lagen, wenn die Bild-Zeitung sich empörte.
(Stefan Otto)
"Es sind Schnappschüsse", schreibt Bernd Cailloux in seinen einleitenden Worten, "nicht überdeutlich aufgeladen oder autoritär, eine eher dokumentarische Fotografie, die vom authentischen Geschehen einer Geschichte erzählt." Dokumente der Kommune wie die Flugblattserie "Wann brennen die Berliner Kaufhäuser?", Bilder vom Spüldienst in der Wohngemeinschaft, von Diskursen an jenem Esstisch, an dem später die tageszeitung und der Chaos Computer Club gegründet wurden, von Demos, die nicht selten die Form von Happenings annahmen, von polizeilichen Festnahmen, Gerichtsterminen, den Internationalen Essener Songtagen, von Dieter Kunzelmann, der mit einer Wasserpistole auf Seifenblasen schießt und von Uschi Obermaier, die unter der Regie von Rudolf Thome in Rote Sonne spielt.
Den Kommunarden "war es Ende der Sechzigerjahre gelungen, mit Grips, Furor und Chuzpe binnen Kurzem den Bekanntheitsgrad einer bedeutenden Rockband zu erreichen", so Cailloux. "Die Kommune I wurde zur aufsehenerregendsten Kleingruppe im Nachkriegsdeutschland. Ihre Mitglieder setzten in Haltung und Handlungen das um, was ein Großteil ihrer Generationsgenossen mehr oder weniger plötzlich bewegte und bedrückte." Und Rainer Langhans und Dieter Kunzelmann wussten immer dann, dass sie mit ihren Aktionen richtig lagen, wenn die Bild-Zeitung sich empörte.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
K1 - Das Bilderbuch der Kommune
Autor:
Rainer Langhans, Christa Ritter
Erscheinungsort:
München
Erscheinungsdatum:
2008
Seiten:
192
Verlag:
Blumenbar Verlag
ISBN:
978-3-936738-39-1
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