James Dean - Portrait eines Giganten
Kinostart:
28.10.2005
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Der gigantische Mythos
"Fahrt vorsichtig. Das Leben, das ihr dadurch rettet, das könnte meines sein!" lautete nicht lange vor seinem tödlichen Autounfall seine Empfehlung in einem Radiospot. Aus einem alten Filmmagazin hatte er sich den Satz "Lebe schnell, stirb rasch und hinterlasse eine schöne Leiche" (aus Vor verschlossenen Türen von Nicholas Ray) herausgerissen, in sein Notizbuch geklebt und unterstrichen.
Als James Dean 1955 verunglückte, war er 24 Jahre alt. Er hatte in den vergangenen anderthalb Jahren drei Hollywoodfilme gedreht und ein Vertrag über neun weitere war schon vorbereitet. Sein vertragliches Verbot, an Autorennen teilzunehmen, war nach Beendigung der Dreharbeiten für Giganten gerade abgelaufen und er war mit seinem silbernen Porsche Spyder 550 schon wieder unterwegs zu einem Rennen in Salinas. James Dean starb und ein Mythos kam zur Welt.
Hörbuchautorin Regina Leßner (Das große Astrid Lindgren Hörbuch) widmet sich mit ihrem 55-minütigen Feature James Dean - Portrait eines Giganten dem Leben und Nachleben des Über-Stars. Es geht, wie eigentlich immer im Fall Dean, weniger um die wenigen Filme, die er drehte, und umso mehr um den Mythos, der wuchs, als Dean gestorben war.
Leßner trägt Originaltöne zusammen, lässt (jeweils deutsch oder deutsch synchronisiert) Dean sprechen ("Ein richtiger Farmerjunge war ich nie. Ich trieb immer auf dem Motorrad die Kühe zusammen, jagte ihnen einen höllischen Schreck ein. Dann rannten sie wild durcheinander, ihre Euter wippten und sie verspritzten einen Liter Milch"), seinen Cousin Marcus Winslow, seinen Film-Synchronsprecher Dietmar Schönherr und den Gewinner des James-Dean-Lookalike Contests 2003 ("es war das Größte für mich"). Birgit und Gabi, zwei berlinernde Fans, die sich mit ihrem Idol identifizieren, erklären ihre Zuneigung ("Ick liebe den total, aber ganz ganz doll") und stellen wilde Spekulationen an ("James Dean hätte mich bestimmt gemocht"). Und Peter Kraus singt: "Er war das Nein der Unzufriedenheit, das eine ganze Jugend schrie und das Gefühl der großen Einsamkeit, das hat er ausgedrückt für sie. Und sein Name war James Dean. Er war mehr, mehr als ein Idol. Alle ihre Träume trugen sie zu ihm. Und sein Name war James Dean."
Das Portrait eines Giganten ist eine unterhaltsame Hörbuch-Produktion, die belesenen Deanern nichts Neues zu sagen hat, die aber nachgewachsenen Fans das Objekt ihrer Verehrung durchaus näherbringen kann.
(Stefan Otto)
Als James Dean 1955 verunglückte, war er 24 Jahre alt. Er hatte in den vergangenen anderthalb Jahren drei Hollywoodfilme gedreht und ein Vertrag über neun weitere war schon vorbereitet. Sein vertragliches Verbot, an Autorennen teilzunehmen, war nach Beendigung der Dreharbeiten für Giganten gerade abgelaufen und er war mit seinem silbernen Porsche Spyder 550 schon wieder unterwegs zu einem Rennen in Salinas. James Dean starb und ein Mythos kam zur Welt.
Hörbuchautorin Regina Leßner (Das große Astrid Lindgren Hörbuch) widmet sich mit ihrem 55-minütigen Feature James Dean - Portrait eines Giganten dem Leben und Nachleben des Über-Stars. Es geht, wie eigentlich immer im Fall Dean, weniger um die wenigen Filme, die er drehte, und umso mehr um den Mythos, der wuchs, als Dean gestorben war.
Leßner trägt Originaltöne zusammen, lässt (jeweils deutsch oder deutsch synchronisiert) Dean sprechen ("Ein richtiger Farmerjunge war ich nie. Ich trieb immer auf dem Motorrad die Kühe zusammen, jagte ihnen einen höllischen Schreck ein. Dann rannten sie wild durcheinander, ihre Euter wippten und sie verspritzten einen Liter Milch"), seinen Cousin Marcus Winslow, seinen Film-Synchronsprecher Dietmar Schönherr und den Gewinner des James-Dean-Lookalike Contests 2003 ("es war das Größte für mich"). Birgit und Gabi, zwei berlinernde Fans, die sich mit ihrem Idol identifizieren, erklären ihre Zuneigung ("Ick liebe den total, aber ganz ganz doll") und stellen wilde Spekulationen an ("James Dean hätte mich bestimmt gemocht"). Und Peter Kraus singt: "Er war das Nein der Unzufriedenheit, das eine ganze Jugend schrie und das Gefühl der großen Einsamkeit, das hat er ausgedrückt für sie. Und sein Name war James Dean. Er war mehr, mehr als ein Idol. Alle ihre Träume trugen sie zu ihm. Und sein Name war James Dean."
Das Portrait eines Giganten ist eine unterhaltsame Hörbuch-Produktion, die belesenen Deanern nichts Neues zu sagen hat, die aber nachgewachsenen Fans das Objekt ihrer Verehrung durchaus näherbringen kann.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
James Dean - Portrait eines Giganten
Autor:
Regina Leßner
Erscheinungsdatum:
2005
Seiten:
55
Verlag:
Der Audio Verlag GmbH
ISBN:
3-89813-415-6
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