Intensivstation Sehnsucht
Kinostart:
30.03.2005
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Das Kloster zum heiligen Wahnsinn
Solche Geschichten erzählt nur Pedro Almodóvar: Lesbische Nonnen spritzen Heroin, geschrumpfte Liebhaber leben im Exil einer Damenhandtasche, und Frauen entpuppen sich als Männer, die Frauen imitieren. Almodóvars subtil-schrille Gratwanderungen zwischen Tragödie und Travestie, Komödie und Melodram, Kunst und Kitsch haben eines gemeinsam: Komplex verschachtelte Erzählungen ziehen den Zuschauer in Labyrinthe der Leidenschaften, in denen er sich verliert, um hinterher wie beim Erwachen aus einem Traum festzustellen, dass ein Almodóvar-Film sich der linearen Nacherzählung letztlich entzieht. Der spanische Regisseur arbeitet wie ein Zauberer, der durch vordergründige Effekte die Aufmerksamkeit fesselt, während er nebenher die "eigentliche" Geschichte einfädelt. Die Inhaltsangaben seiner Filme führen nicht zu ihrem Kern.
Almodóvar ist ein Eklektizist und postmoderner Regisseur, in dessen Filmen alles möglich ist. "Seine Komödien", schreibt Manfred Riepe, "sind immer auch Melodramen, und seine Melodramen rufen stets Lachen hervor." Neben Zitaten von Filmklassikern aus Hollywood bindet Almodóvar auch fiktive Werbespots, Szenen aus Fotoromanen, Comic-Strips, Fernsehauftritte und sogar Theater- und Ballettszenen in seine Filme ein.
Manfred Riepes Untersuchung Intensivstation Sehnsucht fragt mit den Mitteln der Freudschen Psychoanalyse und ihrer Revision durch Lacan nach der Art und Weise, wie Almodóvars Melodramen aus der Banalität und der Realismus aus der Fiktion entstehen. Riepes "psychoanalytische Streifzüge am Rande des Nervenzusammenbruchs" decken viele der in den Filmen Almodóvars blühenden Geheimnisse auf.
Almodóvar ist ein Eklektizist und postmoderner Regisseur, in dessen Filmen alles möglich ist. "Seine Komödien", schreibt Manfred Riepe, "sind immer auch Melodramen, und seine Melodramen rufen stets Lachen hervor." Neben Zitaten von Filmklassikern aus Hollywood bindet Almodóvar auch fiktive Werbespots, Szenen aus Fotoromanen, Comic-Strips, Fernsehauftritte und sogar Theater- und Ballettszenen in seine Filme ein.
Manfred Riepes Untersuchung Intensivstation Sehnsucht fragt mit den Mitteln der Freudschen Psychoanalyse und ihrer Revision durch Lacan nach der Art und Weise, wie Almodóvars Melodramen aus der Banalität und der Realismus aus der Fiktion entstehen. Riepes "psychoanalytische Streifzüge am Rande des Nervenzusammenbruchs" decken viele der in den Filmen Almodóvars blühenden Geheimnisse auf.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Intensivstation Sehnsucht
Autor:
Manfred Riepe
Erscheinungsort:
Bielefeld
Erscheinungsdatum:
2004
Seiten:
258
Verlag:
transcript Verlag
ISBN:
3-89942-269-4
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