Der Mann, der Rick Blaine war
Als das American Film Institute AFI im Jahr 1999 Humphrey Bogart zum größten männlichen amerikanischen Filmstar aller Zeiten wählte, war das der späte posthume Endpunkt einer Karriere, die bis heute fasziniert und begeistert.
Anlässlich des bevorstehenden fünfzigsten Todestages des Mannes, der vor allem durch seine Rollen in Casablanca und in Films Noirs wie The Big Sleep zum Inbegriff des coolen, zynischen und verletzlichen Einzelgängers wurde, hat die Collection Rolf Heyne ein neues Buch über Bogie herausgebracht, dass für Fans des Schauspielers unverzichtbar werden dürfte. Und zwar nicht nur deswegen, weil die Biographie die erste von Lauren Bacall und Stephen Bogart autorisierte ist, sondern auch wegen der prächtigen Ausstattung, die das Buch zu einem wahren Augenschmaus werden lässt. Wir sehen Bogart als Kind, dann später, mit noch unschuldigem, beinahe naiv wirkendem Gesicht als Schauspieler, der gerade seinen ersten Vertrag mit Warner unterschrieben hat, an der Bar, in Stills seiner unzähligen bekannten Filme und natürlich im Kreis der Familie. Begleitet von einer erstaunlichen leicht geschriebenen Biographie, die niemals an Details klebt, entsteht so das Bild eines Mannes, den jeder zu kennen glaubt und der doch so ganz anders war.
Dabei spart das Buch beileibe nicht an kritischen Untertönen: „Bogie hatte einen Alkoholthermostat. Den stellte er mittags ein, pumpte Scotch in sich rein, dann brannte er den ganzen Tag auf gleichmäßig sanfter Flamme, die, wenn nötig, automatisch nachgeschürt wurde“, so beschreibt der Schriftsteller und Saufkumpan Nunnally Johnson das rastlose Leben des Mannes, der dreimal verheiratet war, bevor er mit seiner Filmpartnerin Lauren Bacall sein spätes Glück fand. Ein Glück, das allerdings beschränkt war, denn Bogart verstarb früh, viel zu früh, im Alter von 57 Jahren. Am 14. Januar 2007 jährt sich sein Todestag zum fünfzigsten Mal.
„Einen wie ihn wird es nie wieder geben“, sagte sein Freund, der Regisseur John Huston, einmal über Humphrey Bogart, und wer sich dieses Buch anschaut, ahnt vielleicht, wie recht der geniale Regisseur und Weggefährte dieser Ikone Hollywoods mit seiner Aussage hatte. Doch wenn wir uns seine Filme anschauen, die bald anlässlich seines Todestages zu sehen sein werden, und wenn wir dazu dieses Buch betrachten, dann ist er plötzlich wieder ganz nahe, wie ein Freund, der lange Zeit weg war und der nun unvermutet wieder heimgekehrt ist.
(Joachim Kurz)
Anlässlich des bevorstehenden fünfzigsten Todestages des Mannes, der vor allem durch seine Rollen in Casablanca und in Films Noirs wie The Big Sleep zum Inbegriff des coolen, zynischen und verletzlichen Einzelgängers wurde, hat die Collection Rolf Heyne ein neues Buch über Bogie herausgebracht, dass für Fans des Schauspielers unverzichtbar werden dürfte. Und zwar nicht nur deswegen, weil die Biographie die erste von Lauren Bacall und Stephen Bogart autorisierte ist, sondern auch wegen der prächtigen Ausstattung, die das Buch zu einem wahren Augenschmaus werden lässt. Wir sehen Bogart als Kind, dann später, mit noch unschuldigem, beinahe naiv wirkendem Gesicht als Schauspieler, der gerade seinen ersten Vertrag mit Warner unterschrieben hat, an der Bar, in Stills seiner unzähligen bekannten Filme und natürlich im Kreis der Familie. Begleitet von einer erstaunlichen leicht geschriebenen Biographie, die niemals an Details klebt, entsteht so das Bild eines Mannes, den jeder zu kennen glaubt und der doch so ganz anders war.
Dabei spart das Buch beileibe nicht an kritischen Untertönen: „Bogie hatte einen Alkoholthermostat. Den stellte er mittags ein, pumpte Scotch in sich rein, dann brannte er den ganzen Tag auf gleichmäßig sanfter Flamme, die, wenn nötig, automatisch nachgeschürt wurde“, so beschreibt der Schriftsteller und Saufkumpan Nunnally Johnson das rastlose Leben des Mannes, der dreimal verheiratet war, bevor er mit seiner Filmpartnerin Lauren Bacall sein spätes Glück fand. Ein Glück, das allerdings beschränkt war, denn Bogart verstarb früh, viel zu früh, im Alter von 57 Jahren. Am 14. Januar 2007 jährt sich sein Todestag zum fünfzigsten Mal.
„Einen wie ihn wird es nie wieder geben“, sagte sein Freund, der Regisseur John Huston, einmal über Humphrey Bogart, und wer sich dieses Buch anschaut, ahnt vielleicht, wie recht der geniale Regisseur und Weggefährte dieser Ikone Hollywoods mit seiner Aussage hatte. Doch wenn wir uns seine Filme anschauen, die bald anlässlich seines Todestages zu sehen sein werden, und wenn wir dazu dieses Buch betrachten, dann ist er plötzlich wieder ganz nahe, wie ein Freund, der lange Zeit weg war und der nun unvermutet wieder heimgekehrt ist.
(Joachim Kurz)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Humphrey Bogart
Autor:
Richard Schickel, George Perry
Erscheinungsort:
München
Erscheinungsdatum:
2006
Seiten:
192
Verlag:
Collection Rolf Heyne
ISBN:
3-89910-339-4
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