Hommage an Horst
Der Mann, der Winnetou & Edgar Wallace, Bud Spencer & Terence Hill, Otto & Loriot ins Kino brachte lautet der komplette Untertitel dieser Horst-Wendlandt-Biografie. Der barock ausufernde Titel trifft den Ton des Buches. In ihm reiht sich Projekt an Projekt und Film an Film. Wer Dona Kujacinskis Biografie gelesen hat, kann leicht ergänzen: Horst Wendlandt war der Mann, der Wolfgang Staudtes Klassiker Die Herren mit der weißen Weste, Heinz Erhardts Willi-Winzig-Komödien, Lümmel-Filme wie Zum Teufel mit der Penne und Helmut Käutners Version der Feuerzangenbowle, Ingmar Bergmans Das Schlangenei und Fassbinders Die Sehnsucht der Veronika Voss produzierte. Er war der Mann, der Charlie Chaplins alte Klassiker, King Kong und Die Biene Maja, Louis-De-Funès-Komödien und Apocalypse Now verlieh. Insgesamt 109 Filme brachte Wendlandts Produktionsgesellschaft Rialto hervor, 252 sein Verleih Tobis Filmkunst heraus.
Dona Kujacinski handelt die vielen Filme nacheinander ab und versäumt es dabei, ab und zu mal innezuhalten, zu überblicken, zu analysieren, zu resümieren, den einen oder anderen größeren Bogen zu spannen und Zusammenhänge herauszustellen. Die Buchautorin (Hannelore Kohl - ihr Leben) und Journalistin von Bild und BZ nimmt sich völlig zurück und lässt Verwandte, Freunde, Mitarbeiter und Weggefährten Horst Wendlandts in Erinnerungen schwelgen. Ihr Buch Horst Wendlandt ist voller, oft ellenlanger Zitate von Prominenten, von Produzenten wie Brauner, Trebitsch und Ziegler, von Regisseuren wie Dietl, Roland und Schlöndorff, von Schauspielern wie Peter Alexander, Uschi Glas und Götz George und von Leuten wie Oliver Bierhoff, Peter Gauweiler, Franz Josef Wagner und Michail Gorbatschow. Sie lässt sie alle ausgiebig zu Wort kommen, ganz gleich, ob sie nun was Wesentliches beizutragen haben oder nicht. Das ist ermüdend und schade. Die Bebilderung des Buches mit auf Briefmarkengröße verkleinerten Aushangfotos ist einfallslos.
Natürlich enthält Horst Wendlandt einige aufschlussreiche Erinnerungen, einige amüsante Anekdoten und eine Fülle von Fakten, auf deren Basis man sich weiter mit dem erfolgreichen Produzenten beschäftigen kann. Dafür ist der Autorin zu danken - und der Familie Wendlandt, die das Buch in Auftrag gegeben hat.
(Stefan Otto)
Dona Kujacinski handelt die vielen Filme nacheinander ab und versäumt es dabei, ab und zu mal innezuhalten, zu überblicken, zu analysieren, zu resümieren, den einen oder anderen größeren Bogen zu spannen und Zusammenhänge herauszustellen. Die Buchautorin (Hannelore Kohl - ihr Leben) und Journalistin von Bild und BZ nimmt sich völlig zurück und lässt Verwandte, Freunde, Mitarbeiter und Weggefährten Horst Wendlandts in Erinnerungen schwelgen. Ihr Buch Horst Wendlandt ist voller, oft ellenlanger Zitate von Prominenten, von Produzenten wie Brauner, Trebitsch und Ziegler, von Regisseuren wie Dietl, Roland und Schlöndorff, von Schauspielern wie Peter Alexander, Uschi Glas und Götz George und von Leuten wie Oliver Bierhoff, Peter Gauweiler, Franz Josef Wagner und Michail Gorbatschow. Sie lässt sie alle ausgiebig zu Wort kommen, ganz gleich, ob sie nun was Wesentliches beizutragen haben oder nicht. Das ist ermüdend und schade. Die Bebilderung des Buches mit auf Briefmarkengröße verkleinerten Aushangfotos ist einfallslos.
Natürlich enthält Horst Wendlandt einige aufschlussreiche Erinnerungen, einige amüsante Anekdoten und eine Fülle von Fakten, auf deren Basis man sich weiter mit dem erfolgreichen Produzenten beschäftigen kann. Dafür ist der Autorin zu danken - und der Familie Wendlandt, die das Buch in Auftrag gegeben hat.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Horst Wendlandt
Autor:
Dona Kujacinski
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsdatum:
2006
Seiten:
544
Verlag:
Schwarzkopf & Schwarzkopf
ISBN:
3-89602-690-9
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