Ducks, Aliens und des Knaben Wunderhorn
Der Übersetzer und Kritiker Joachim Kalka sieht sich als "Leser(...), der zwischen einem traditionellen Oben und Unten nicht im Sinne gewohnter Hierarchisierung unterscheiden möchte". Deshalb, schreibt er in seinem Vorwort, habe er "die Kippfigur des Titels aufgestellt": Hoch unten.
Der schmale Band vereint zehn Kalka-Texte, die zuvor ab 1997 unter anderem in der FAZ und im Kursbuch erschienen. Es sind allesamt Essays, in denen der Autor tatsächlich frei zwischen so genannter Hoch- und Trivialkultur hin- und herspringt, sich jedoch nicht dem Banalen anbiedert, sondern ehrlich und mit Selbstverständlichkeit aus der Warte der Gelehrsamkeit auf scheinbar triviale Werke und Stoffe blickt. Gerade auf diese Weise verortet er die besprochenen Kunstwerke neu und verknüpft sie mit der Hochkultur.
Es geht in Hoch unten - Das Triviale in der Hochkultur um Philip K. Dick, H. P. Lovecraft, Detektivromane und Des Knaben Wunderhorn, um die Bibliothek und die "belebende Wirkung des Bösen im Alter", um die Sinnlichkeit des Geldes, zum Beispiel in den Disney-Comics mit Onkel Dagobert, um Donald Duck und Gustav Gans und den Neid des einen auf den anderen, um den Wald hinter Entenhausen, um George Herrimans Comic-Strip Krazy Kat und um Aliens und die Alien-Filmreihe.
James Camerons Aliens / Aliens - Die Rückkehr von 1986 vergleicht Kalka mit einem "Dschungelkriegsfilm à la Sam Fuller" und beim Vorgänger, Ridley Scotts Alien von 1979, zeigt er das Gotische "dieses scheinbaren Science-fiction-Films". Das Adjektiv "gothic", so Kalka, "bekommt hier sogar einiges von seiner ursprünglichen Bedeutung zurück: die Bewegungen im Raumschiff werden genauso inszeniert wie Fluchten durch die Katakomben eines Spukschlosses."
In Hoch unten - Das Triviale in der Hochkultur ist eine Vielzahl solcher vermischter-vermischender Gedanken versammelt, denen man mit Gewinn folgt.
(Stefan Otto)
Der schmale Band vereint zehn Kalka-Texte, die zuvor ab 1997 unter anderem in der FAZ und im Kursbuch erschienen. Es sind allesamt Essays, in denen der Autor tatsächlich frei zwischen so genannter Hoch- und Trivialkultur hin- und herspringt, sich jedoch nicht dem Banalen anbiedert, sondern ehrlich und mit Selbstverständlichkeit aus der Warte der Gelehrsamkeit auf scheinbar triviale Werke und Stoffe blickt. Gerade auf diese Weise verortet er die besprochenen Kunstwerke neu und verknüpft sie mit der Hochkultur.
Es geht in Hoch unten - Das Triviale in der Hochkultur um Philip K. Dick, H. P. Lovecraft, Detektivromane und Des Knaben Wunderhorn, um die Bibliothek und die "belebende Wirkung des Bösen im Alter", um die Sinnlichkeit des Geldes, zum Beispiel in den Disney-Comics mit Onkel Dagobert, um Donald Duck und Gustav Gans und den Neid des einen auf den anderen, um den Wald hinter Entenhausen, um George Herrimans Comic-Strip Krazy Kat und um Aliens und die Alien-Filmreihe.
James Camerons Aliens / Aliens - Die Rückkehr von 1986 vergleicht Kalka mit einem "Dschungelkriegsfilm à la Sam Fuller" und beim Vorgänger, Ridley Scotts Alien von 1979, zeigt er das Gotische "dieses scheinbaren Science-fiction-Films". Das Adjektiv "gothic", so Kalka, "bekommt hier sogar einiges von seiner ursprünglichen Bedeutung zurück: die Bewegungen im Raumschiff werden genauso inszeniert wie Fluchten durch die Katakomben eines Spukschlosses."
In Hoch unten - Das Triviale in der Hochkultur ist eine Vielzahl solcher vermischter-vermischender Gedanken versammelt, denen man mit Gewinn folgt.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Hoch unten - Das Triviale in der Hochkultur
Autor:
Joachim Kalka
Erscheinungsdatum:
2008
Seiten:
152
Verlag:
Berenberg
ISBN:
978-3-937834-30-6
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