High Snobiety oder Wie ich sie alle nervte
Kinostart:
18.03.2004
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Von einem der auszog, um das Scheitern zu lernen
Es gibt viele Möglichkeiten, im Leben grandios zu scheitern, doch der englische Autor Toby Young hat sich mit Sicherheit eine der glamourösesten ausgesucht. Fünf Jahre trieb sich der Journalist als Autor des Hochglanzmagazins „Vanity Fair“ unter Star-Reportern und Super-Agenten, Hollywood-Schauspielern und Top-Models herum und trat zielsicher in nahezu jedes erreichbare Fettnäpfchen.
Ob er seinen Chefredakteur mit abstrusen Themenvorschlägen bombardiert, eine Stripperin just am Familienbesuchstag in die Redaktion bestellt oder Dates mit Fifth-Avenue-Prinzessinnen vermasselt, die Liste der Fauxpas ist beinahe endlos. Besonders hart trifft es ihn, dass ausgerechnet sein bester Freund aus Studientagen anscheinend das große Los gezogen hat. Denn diesem gelingt es nicht nur, ein Drehbuch in Hollywood zu verkaufen, außerdem unterhält Alex eine Affäre mit einem Top-Model und ist mit den wichtigen Größen des Filmbusiness auf Du und Du, während Youngs Annäherungen an die Welt der Stars wenig erfolgreich sind. Schließlich wird Young gefeuert und muss sich neu orientieren, bis auch ihm die große Liebe über den Weg läuft.
Virtuos spielt Young mit der Erwartungshaltung der Leserschaft, bei Autobiographien vor Ehrfurcht zu erstarren angesichts der Tatsache, dass da einer etwas geschafft hat, wovon man selbst nur träumen kann. Unglaublich witzig und selbstironisch schildert er die glatte Welt des Glamours und des Stars, eine Welt, in der Gerüchte und Tratsch wichtiger sind als das übrige Weltgeschehen und in der Kokainlinien wie delikate Häppchen gereicht werden. Ab und an gerät das Buch ein wenig ins Stocken, wenn Young etwa über die grundlegenden Unterschiede zwischen Engländern und Amerikanern oder die Grundlagen der amerikanischen Verfassung schwadroniert. Insgesamt aber ist das Buch eine rasend komische Abrechnung mit dem Hollywood-System und einer Presse, die sich vollkommen in den Dienst einer anscheinend übermächtigen Unterhaltungsindustrie gestellt hat.
Ob er seinen Chefredakteur mit abstrusen Themenvorschlägen bombardiert, eine Stripperin just am Familienbesuchstag in die Redaktion bestellt oder Dates mit Fifth-Avenue-Prinzessinnen vermasselt, die Liste der Fauxpas ist beinahe endlos. Besonders hart trifft es ihn, dass ausgerechnet sein bester Freund aus Studientagen anscheinend das große Los gezogen hat. Denn diesem gelingt es nicht nur, ein Drehbuch in Hollywood zu verkaufen, außerdem unterhält Alex eine Affäre mit einem Top-Model und ist mit den wichtigen Größen des Filmbusiness auf Du und Du, während Youngs Annäherungen an die Welt der Stars wenig erfolgreich sind. Schließlich wird Young gefeuert und muss sich neu orientieren, bis auch ihm die große Liebe über den Weg läuft.
Virtuos spielt Young mit der Erwartungshaltung der Leserschaft, bei Autobiographien vor Ehrfurcht zu erstarren angesichts der Tatsache, dass da einer etwas geschafft hat, wovon man selbst nur träumen kann. Unglaublich witzig und selbstironisch schildert er die glatte Welt des Glamours und des Stars, eine Welt, in der Gerüchte und Tratsch wichtiger sind als das übrige Weltgeschehen und in der Kokainlinien wie delikate Häppchen gereicht werden. Ab und an gerät das Buch ein wenig ins Stocken, wenn Young etwa über die grundlegenden Unterschiede zwischen Engländern und Amerikanern oder die Grundlagen der amerikanischen Verfassung schwadroniert. Insgesamt aber ist das Buch eine rasend komische Abrechnung mit dem Hollywood-System und einer Presse, die sich vollkommen in den Dienst einer anscheinend übermächtigen Unterhaltungsindustrie gestellt hat.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
High Snobiety oder Wie ich sie alle nervte
Autor:
Toby Young
Erscheinungsort:
Hamburg
Erscheinungsdatum:
2004
Seiten:
335 Seiten
Verlag:
Europa Verlag
ISBN:
3-203-84090-1
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