Hall of Shame: Die grössten Irrtümer in der Geschichte des Rock'n'Roll
Kinostart:
23.07.2007
Leserbewertung:
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Die volle Breitseite
Zunächst einmal fällt die wirklich schöne Aufmachung dieses Buches auf. Man fühlt sich sofort an die 70er Jahre erinnert. Optik und Feeling entsprechen genau jenen Büchern, die man aus früheren Zeiten herüber in Jetzt gerettet hat. Da wird Almost Famous-Nostalgie geweckt. Und was besonders schön ist: Das Buch ist in handliche Happen unterteilt. 32 junge Rockkritiker von u.a. der New York Times, Newsweek, Billboard, Rolling Stone und dem legendären Spin Magazin nehmen sich in 32 Kapiteln 32 Meilensteine der Rockmusik zur Brust. Und zerpflücken sie gnadenlos. Und doch – irgendwie – voller Respekt. Angefangen mit dem Kultalbum der 60er Jahre, Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band, wird heftig an den Mythen solcher Monolithen und Multi-Millionen-Seller wie Pet Sounds der Beach Boys, Exile on Main Street der Stones, Tommy von The Who, Led Zeppelins unbetiteltem vierten Album und Nirvanas Nevermind (um die bekanntesten zu nennen) gekratzt.
Oft genug gelingt es den Autoren dem Leser zu vermitteln, warum sie ein Album wie Dark Side of the Moon hassen (der Rezensent stand bisher immer allein auf weiter Flur mit seiner Meinung – danke Burl Gilyard). Was für die Professionalität der Autoren spricht, sind die vielen popkulturellen Verweise, die das saftige Backgroundwissen meistens unterfüttern. Auch wird den jeweiligen Alben – außer vielleicht bei Jim Walshs hämischem Artikel zu Fleetwood Macs Rumors – der nötige Respekt gezollt. Nicht ohne Grund haben es die Alben schließlich weit gebracht.
Hall of Shame gibt dem Rockzirkus eine volle Breitseite. Fundiert, unterhaltsam, (teils) gerechtfertigt. Das Buch macht Lust, besagte Alben erneut zu hören, nach den angeprangerten Mängeln abzuklopfen und entweder zuzustimmen oder eine Gegendarstellung zu verfassen. Warum nur kam niemand früher auf die Idee solch ein Buch zu verfassen? Der richtige Gegenentwurf zu all den Bestenlisten, die jährlich durch den Blätterwald und ätzende TV-Shows geistern.
(Renatus Töpke)
Oft genug gelingt es den Autoren dem Leser zu vermitteln, warum sie ein Album wie Dark Side of the Moon hassen (der Rezensent stand bisher immer allein auf weiter Flur mit seiner Meinung – danke Burl Gilyard). Was für die Professionalität der Autoren spricht, sind die vielen popkulturellen Verweise, die das saftige Backgroundwissen meistens unterfüttern. Auch wird den jeweiligen Alben – außer vielleicht bei Jim Walshs hämischem Artikel zu Fleetwood Macs Rumors – der nötige Respekt gezollt. Nicht ohne Grund haben es die Alben schließlich weit gebracht.
Hall of Shame gibt dem Rockzirkus eine volle Breitseite. Fundiert, unterhaltsam, (teils) gerechtfertigt. Das Buch macht Lust, besagte Alben erneut zu hören, nach den angeprangerten Mängeln abzuklopfen und entweder zuzustimmen oder eine Gegendarstellung zu verfassen. Warum nur kam niemand früher auf die Idee solch ein Buch zu verfassen? Der richtige Gegenentwurf zu all den Bestenlisten, die jährlich durch den Blätterwald und ätzende TV-Shows geistern.
(Renatus Töpke)
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