Haben Sie jemals von Kong gehört? Die Filmprojekte des Willis H. O'Brien
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Willis O'Briens Jurassic Park
"Der Stil des Monsterkinos", heißt es im Vorwort, "wird beileibe nicht nur durch Autor und Regisseur geprägt, sondern ganz besonders auch von den geduldigen Trickkünstlern hinter der Kamera." Autor Ingo Strecker nimmt sich daher eines Pioniers der Stop Motion Animation an: Willis H. O'Brien (1886-1962).
O'Brien hat Stop Motion nicht erfunden, doch er hat die Technik erfolgreich in den Spielfilmbereich übertragen. Strecker berichtet von seinen Anfängen mit kurzen Filmen wie The Dinosaur and the Missing Link (1915) und The Ghost of Slumber Mountain, der bereits 1918 Stop Motion mit Realaufnahmen kombinierte. The Lost World (1925), nach Strecker ein Film, in dem "das Zusammenspiel von Schauspielern und Ungeheuern (...) in nahezu allen Einstellungen überzeugend" ist, wurde ein großer Erfolg. "Die Animation in The Lost World", so Strecker, "ist überzeugend und durch die bis dato besten Modelle konnte der Animator sein Können wunderbar präsentieren."
Was folgte, war Kong. King Kong. Strecker geht so weit, zu behaupten: "O'Brien war Kong." Und er begründet nachvollziehbar: "Ein guter Stop Motion-Animator zeichnet sich aus, indem er sich in sein Modell hineinversetzt und es regelrecht schauspielern lässt. Wie gut Willis O'Brien darin war, belegen Aussagen, die dem Riesenaffen Kong Merkmale seines Schöpfers zusprachen."
Im Radio machte O'Brien selbst folgendes Statement: "In meinem Fall repräsentiert King Kong eine Aufgabe von mehr als 20 Jahren. Für einen solchen Zeitraum (...) bin ich in vergangene Zeitalter eingetaucht und habe das Leben von Tieren studiert, die schon lange vor dem Auftauchen eines Menschen existiert haben - habe mich auf den Tag vorbereitet, an dem jemand sich trauen würde, die riesigen Ungeheuer, die einst die Welt beherrschten, für die Leinwand wiederzuerwecken. Ohne es zu wissen, habe ich auf King Kong gewartet. Das ist der Film, für den ich zwanzig Jahre gelernt habe."
Strecker rückt O'Briens Anteil an Filmen wie King Kong / King Kong und die weiße Frau (1933), The Last Days of Pompeii / Der Untergang von Pompeji (1935), Mighty Joe Young / Panik um King Kong (1949), The Black Scorpion (1957) und Behemoth the Sea Monster / The Giant Behemoth / Das Ungeheuer von Loch Ness (1959) in den Vordergrund und bespricht damit die Filme in erster Linie als Special-Effects-Spektakel, geht damit aber nicht zu weit.
Bei der Lektüre von Haben Sie jemals von Kong gehört? lernt man, dass Willis O'Brien nicht nur Animator und beinahe Filmproduzent war, sondern in erster Linie ein Künstler, der in seinen Tricksequenzen für eine besondere Ästhetik sorgte, und ein Erfinder, der viele Grundlagen filmischer Spezialeffekte schuf. Und ein Mann, der Zeit seiner Karriere immer wieder auf die Urzeitviecher zurückkam.
(Stefan Otto)
O'Brien hat Stop Motion nicht erfunden, doch er hat die Technik erfolgreich in den Spielfilmbereich übertragen. Strecker berichtet von seinen Anfängen mit kurzen Filmen wie The Dinosaur and the Missing Link (1915) und The Ghost of Slumber Mountain, der bereits 1918 Stop Motion mit Realaufnahmen kombinierte. The Lost World (1925), nach Strecker ein Film, in dem "das Zusammenspiel von Schauspielern und Ungeheuern (...) in nahezu allen Einstellungen überzeugend" ist, wurde ein großer Erfolg. "Die Animation in The Lost World", so Strecker, "ist überzeugend und durch die bis dato besten Modelle konnte der Animator sein Können wunderbar präsentieren."
Was folgte, war Kong. King Kong. Strecker geht so weit, zu behaupten: "O'Brien war Kong." Und er begründet nachvollziehbar: "Ein guter Stop Motion-Animator zeichnet sich aus, indem er sich in sein Modell hineinversetzt und es regelrecht schauspielern lässt. Wie gut Willis O'Brien darin war, belegen Aussagen, die dem Riesenaffen Kong Merkmale seines Schöpfers zusprachen."
Im Radio machte O'Brien selbst folgendes Statement: "In meinem Fall repräsentiert King Kong eine Aufgabe von mehr als 20 Jahren. Für einen solchen Zeitraum (...) bin ich in vergangene Zeitalter eingetaucht und habe das Leben von Tieren studiert, die schon lange vor dem Auftauchen eines Menschen existiert haben - habe mich auf den Tag vorbereitet, an dem jemand sich trauen würde, die riesigen Ungeheuer, die einst die Welt beherrschten, für die Leinwand wiederzuerwecken. Ohne es zu wissen, habe ich auf King Kong gewartet. Das ist der Film, für den ich zwanzig Jahre gelernt habe."
Strecker rückt O'Briens Anteil an Filmen wie King Kong / King Kong und die weiße Frau (1933), The Last Days of Pompeii / Der Untergang von Pompeji (1935), Mighty Joe Young / Panik um King Kong (1949), The Black Scorpion (1957) und Behemoth the Sea Monster / The Giant Behemoth / Das Ungeheuer von Loch Ness (1959) in den Vordergrund und bespricht damit die Filme in erster Linie als Special-Effects-Spektakel, geht damit aber nicht zu weit.
Bei der Lektüre von Haben Sie jemals von Kong gehört? lernt man, dass Willis O'Brien nicht nur Animator und beinahe Filmproduzent war, sondern in erster Linie ein Künstler, der in seinen Tricksequenzen für eine besondere Ästhetik sorgte, und ein Erfinder, der viele Grundlagen filmischer Spezialeffekte schuf. Und ein Mann, der Zeit seiner Karriere immer wieder auf die Urzeitviecher zurückkam.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Haben Sie jemals von Kong gehört? Die Filmprojekte des Willis H. O'Brien
Autor:
Ingo Strecker
Erscheinungsort:
Norderstedt
Erscheinungsdatum:
2008
Seiten:
175
Verlag:
Books on Demand / Edition Buio Omega
ISBN:
978-3-8370-4-7431
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