Grenzsituationen spielen
Kinostart:
22.09.2006
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Spiel mit Grenzen
Wahnsinn, Tod, Leiden, Verzweiflung, Angst und Liebe sind Grenzerfahrungen, in denen die Existenz in eine Krise gerät. Eine Liebe scheitert, der Krieg konfrontiert einen Menschen mit ungekanntem Grauen, eine Krankheit vernichtet ein Leben. In Filmen aller Genres kommen derartige Grenzsituationen vor. Für ihre Darsteller gibt es im Wesentlichen zwei Arten, diese existenziellen Situationen des Schreckens oder der Liebe zu spielen. Die eine Möglichkeit ist, zu zeigen, wie in der Krise die Identität zerbricht, wie alles versagt, die Sprache, die Sensomotorik und schließlich das Bewusstsein. Oder man stellt eine Versteinerung dar, ein Gesicht, einen Körper, der die extremen Gefühle in sich zu verschließen scheint. Zwischen beiden Formen oszilliert das Spiel von Grenzsituationen.
In der fünften Tagung der Arbeitsgruppe "Schauspielkunst im Film", die 2001 in der Universität Mainz stattfand, ging es um die Analyse verschiedener Darstellungen von existienziellen Momenten in der filmischen Schauspielkunst und um die Frage, ob nicht gerade im Spiel von Grenzerfahrungen eine Verschmelzung von Film und Leben sich ereignen könnte. Können Filme ihren Zuschauern solche Grenzsituationen erfahrbar machen? wurde gefragt, und: Kann der Körper eines Schauspielers zum Schauplatz einer solchen Krisis werden, ohne dass der Darsteller sie wirklich erlebt? Wie kann das Spiel die Grenze zwischen schauspielerischer Performance und Lebenserfahrung verschwinden lassen?
Grenzsituationen spielen versteht sich als eine erste Annäherung an dieses Thema und versammelt fünfzehn Studien verschiedener Autoren wie Thomas Koebner, Hans J. Wulff, Knut Hickethier und Felicitas Kleiner. Sie kreisen um Geständnisse der Liebe, Epilepsie, Hysterie, um Ingmar Bergman, Andrzej Zulawski, um Monica Vitti, Robert De Niro, Russell Crowe, um Ottomar Domnicks Jonas, Fassbinders Berlin Alexanderplatz, Jean-Marc Barrs Lovers, Peckinpahs Straw Dogs.
(Stefan Otto)
In der fünften Tagung der Arbeitsgruppe "Schauspielkunst im Film", die 2001 in der Universität Mainz stattfand, ging es um die Analyse verschiedener Darstellungen von existienziellen Momenten in der filmischen Schauspielkunst und um die Frage, ob nicht gerade im Spiel von Grenzerfahrungen eine Verschmelzung von Film und Leben sich ereignen könnte. Können Filme ihren Zuschauern solche Grenzsituationen erfahrbar machen? wurde gefragt, und: Kann der Körper eines Schauspielers zum Schauplatz einer solchen Krisis werden, ohne dass der Darsteller sie wirklich erlebt? Wie kann das Spiel die Grenze zwischen schauspielerischer Performance und Lebenserfahrung verschwinden lassen?
Grenzsituationen spielen versteht sich als eine erste Annäherung an dieses Thema und versammelt fünfzehn Studien verschiedener Autoren wie Thomas Koebner, Hans J. Wulff, Knut Hickethier und Felicitas Kleiner. Sie kreisen um Geständnisse der Liebe, Epilepsie, Hysterie, um Ingmar Bergman, Andrzej Zulawski, um Monica Vitti, Robert De Niro, Russell Crowe, um Ottomar Domnicks Jonas, Fassbinders Berlin Alexanderplatz, Jean-Marc Barrs Lovers, Peckinpahs Straw Dogs.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Grenzsituationen spielen
Erscheinungsort:
Remscheid
Erscheinungsdatum:
2006
Seiten:
225
Verlag:
Gardez! Verlag
ISBN:
3-89796-083-4
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