Der stetig sprudelnde Quell
"Filme spiegeln unsere Realität. Schauen wir also in diesen Spiegel", empfahl schon der Soziologe und Filmwissenschaftler Siegfried Kracauer (1889 - 1966). Filme stellten eine "stetig sprudelnde Quelle dar, um sich über den Zustand einer Gesellschaft, ihre Krisen und Konflikte, ihre Werte und Moralvorstellungen Aufschluss zu verschaffen", meint auch der Soziologe Dr. Markus Schroer, der nach einer Durchsicht der einschlägigen Literatur gleichwohl konstatieren muss, "die Auseinandersetzung mit Film" besetze "allenfalls eine kleine Nische im Haus der Soziologie."
Das nun von Schroer herausgegebene Buch Gesellschaft im Film verfolgt daher das Ziel, die Aufmerksamkeit auf das filmische Nachdenken über Gesellschaft zu lenken und zentrale soziologische Praxisfelder auf ihre filmische Bearbeitung hin zu befragen. "Betrachtet man Filme in vergleichender Perspektive über einen bestimmten Zeitraum hinweg, so ist ihnen der soziale Wandel, der sich in dieser Zeit vollzogen hat, deutlich eingeschrieben", schreibt er in seiner Einleitung. Filme thematisierten die Veränderungen in den sozialen Beziehungen, vermittelten Welt- und Lebensanschauungen, enthielten komplette Gesellschaftsbilder und behandelten alles, was im Leben von Bedeutung sei.
In dreizehn Beiträgen über Architektur, Familie, Gewalt, Geschlecht, Jugend, Medien, Politik, Sport, Tod, Überwachung, Utopie, Wissenschaft und Wohnen im Film überprüfen in Schroers Buch nun achtzehn verschiedene Autoren, welche Einblicke in die Verfassung und den Wandel sozialer Wirklichkeit Filme erlauben. Ihre Beiträge folgen dabei einem einheitlichen Aufbau. Ein jeder beginnt mit einer Einleitung, in der der jeweilige theoretische Zugang zum Film erläutert wird und eine Hinführung zum speziellen Thema erfolgt. Es folgt ein Überblick über Filme, in deren Mittelpunkt etwa Architektur, Familie, Gewalt etc. stehen. Dabei geht es nicht um eine lückenlose Chronik, sondern um eine Darstellung und Kommentierung zentraler FIlme des jeweiligen "Genres". Im letzten Teil schließlich geht es um die detailliertere Interpretation von jeweils einem vom Autor gewählten Film zum Thema, um La Haine beispielsweise, American Beauty und Dear Wendy.
(Stefan Otto)
Das nun von Schroer herausgegebene Buch Gesellschaft im Film verfolgt daher das Ziel, die Aufmerksamkeit auf das filmische Nachdenken über Gesellschaft zu lenken und zentrale soziologische Praxisfelder auf ihre filmische Bearbeitung hin zu befragen. "Betrachtet man Filme in vergleichender Perspektive über einen bestimmten Zeitraum hinweg, so ist ihnen der soziale Wandel, der sich in dieser Zeit vollzogen hat, deutlich eingeschrieben", schreibt er in seiner Einleitung. Filme thematisierten die Veränderungen in den sozialen Beziehungen, vermittelten Welt- und Lebensanschauungen, enthielten komplette Gesellschaftsbilder und behandelten alles, was im Leben von Bedeutung sei.
In dreizehn Beiträgen über Architektur, Familie, Gewalt, Geschlecht, Jugend, Medien, Politik, Sport, Tod, Überwachung, Utopie, Wissenschaft und Wohnen im Film überprüfen in Schroers Buch nun achtzehn verschiedene Autoren, welche Einblicke in die Verfassung und den Wandel sozialer Wirklichkeit Filme erlauben. Ihre Beiträge folgen dabei einem einheitlichen Aufbau. Ein jeder beginnt mit einer Einleitung, in der der jeweilige theoretische Zugang zum Film erläutert wird und eine Hinführung zum speziellen Thema erfolgt. Es folgt ein Überblick über Filme, in deren Mittelpunkt etwa Architektur, Familie, Gewalt etc. stehen. Dabei geht es nicht um eine lückenlose Chronik, sondern um eine Darstellung und Kommentierung zentraler FIlme des jeweiligen "Genres". Im letzten Teil schließlich geht es um die detailliertere Interpretation von jeweils einem vom Autor gewählten Film zum Thema, um La Haine beispielsweise, American Beauty und Dear Wendy.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Gesellschaft im Film
Autor:
Markus Schroer (Hg.)
Erscheinungsort:
Konstanz
Erscheinungsdatum:
2008
Seiten:
397
Verlag:
UVK Verlagsgesellschaft
ISBN:
978-3-89669-684-7
BEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Buch (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)





