Geschichte des internationalen Films
Kinostart:
16.11.2006
Leserbewertung:
Noch nicht genügend Bewertungen
Kinowelt
Mag einem das Kino bisweilen wie ein einziger großer Apparat vorkommen, so setzt es sich andererseits doch aus vielen Teilen zusammen. Aus den einzelnen Filmen, aus den Genres, aus dem Ausstoß der Studios, aus all den verschiedenen nationalen Kinematografien. The Oxford History of World Cinema, 1996 erstmals in England erschienen, 1998 erstmals als Geschichte des internationalen Films in deutscher Übersetzung veröffentlicht und nun in einer dicken Softcover-Sonderausgabe neu aufgelegt, versucht, die komplexe Geschichte des Kinos in einem einzigen Band zusammenzufassen und bietet einen chronologischen Überblick über die Entwicklung des Films, seine Gattungen und seine Produktion in den Regionen der Welt.
Gegliedert in drei Teile (Der Stummfilm, Der Tonfilm 1930 - 1960 und Der moderne Film ab 1960) erzählt das Buch zum einen die Geschichte des Films als eines einzelnen globalen Phänomens und zum anderen die Geschichten zahlreicher unterschiedlicher Kinematografien, die in verschiedenen Weltteilen entstanden. In allen drei Teilen beginnt die Reise in Frankreich, einmal endet sie in Japan, in Kapitel 2 und 3 in Lateinamerika. Die Entwicklung des Kinos, das wird deutlich, ähnelte sich in allen Industrieländern bemerkenswert. Tatsache ist, dass seit dem Ende des Ersten Weltkriegs die US-amerikanische Filmindustrie eine beherrschende Rolle spielt, und zwar derart, dass die Geschichte des Films in anderen Nationen weithin in Versuchen besteht, der Hollywood-Konkurrenz Paroli zu bieten, mit ihr in Wettbewerb zu treten oder sich von ihr abzuheben.
Der Geschichte des internationalen Films gelingt es, außer der Vielfalt des Kinos selbst, auch den Platz deutlich zu machen, den es im größeren Rahmen von Kultur und Geschichte einnimmt. Immer untersteht das Kino der Zeitgeschichte, der Welt der Kriege und Revolutionen, des Wandels in Bevölkerungsstruktur und Lebensstil, der Geopolitik und Weltwirtschaft. Dieser - adäquat bebilderte - schwere Brocken von einem Buch stellt die Filme der Welt in den Kontext, ohne den sie nicht existieren würden.
(Stefan Otto)
Gegliedert in drei Teile (Der Stummfilm, Der Tonfilm 1930 - 1960 und Der moderne Film ab 1960) erzählt das Buch zum einen die Geschichte des Films als eines einzelnen globalen Phänomens und zum anderen die Geschichten zahlreicher unterschiedlicher Kinematografien, die in verschiedenen Weltteilen entstanden. In allen drei Teilen beginnt die Reise in Frankreich, einmal endet sie in Japan, in Kapitel 2 und 3 in Lateinamerika. Die Entwicklung des Kinos, das wird deutlich, ähnelte sich in allen Industrieländern bemerkenswert. Tatsache ist, dass seit dem Ende des Ersten Weltkriegs die US-amerikanische Filmindustrie eine beherrschende Rolle spielt, und zwar derart, dass die Geschichte des Films in anderen Nationen weithin in Versuchen besteht, der Hollywood-Konkurrenz Paroli zu bieten, mit ihr in Wettbewerb zu treten oder sich von ihr abzuheben.
Der Geschichte des internationalen Films gelingt es, außer der Vielfalt des Kinos selbst, auch den Platz deutlich zu machen, den es im größeren Rahmen von Kultur und Geschichte einnimmt. Immer untersteht das Kino der Zeitgeschichte, der Welt der Kriege und Revolutionen, des Wandels in Bevölkerungsstruktur und Lebensstil, der Geopolitik und Weltwirtschaft. Dieser - adäquat bebilderte - schwere Brocken von einem Buch stellt die Filme der Welt in den Kontext, ohne den sie nicht existieren würden.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Geschichte des internationalen Films
Autor:
Geoffrey Nowell-Smith (Hg.)
Erscheinungsort:
Stuttgart, Weimar
Erscheinungsdatum:
2006
Seiten:
794
Verlag:
J. B. Metzler
ISBN:
3-476-02164-5
BEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Buch (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)





