"Gegen die Wand" von Fatih Akin - kino-zeit.de - das Portal für Film und Kino
Zurück zur Übersicht

"Gegen die Wand" von Fatih Akin

Meinungen
0

5.0 Sterne aus 1 Bewertungen

Weitere Inhalte

Kinostart: 19.08.2004

Einblicke in den Schaffensprozess eines Berlinale Gewinners

Es war schon eine kleine Sensation, als der Preisträger des Goldenen Bären der Berlinale 2004 verkündet wurde: Fatih Akins Gegen die Wand. Es war das erste Mal nach achtzehn Jahren, dass ein deutscher Regisseur den Hauptpreis des Festivals erhielt. Die Aufregung in den Medien war entsprechend. Denn die Berlinale ist mehr noch als die Hofer Filmtage und jedes andere Festival auch stets ein Ort, an dem die Befindlichkeit und internationale Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Films verhandelt wird. Im Vorfeld hatte es wieder Diskussionen darüber gegeben, warum in diesem Jahr gerade mal zwei deutsche Filme im Wettbewerb zu sehen seien. Und nachdem der erste deutsche Wettbewerbsbeitrag Die Nacht singt ihre Lieder von Romuald Karmakar bei Publikum und Kritik durchgefallen war, mehrten sich die Stimmen, die den deutschen Film trotz des Erfolgs von Good bye, Lenin wieder einmal im Mittelmaß versinken sahen. Nach der Bekanntgabe des Preisträgers Gegen die Wand war der Untergang des deutschen Filmes bis auf weiteres verschoben. Die Eltern des Erfolgs, der Regisseur und seine Hauptdarsteller Birol Ünel und Sibel Kekilli, sind in Deutschland aufgewachsene Menschen türkischer Herkunft, die mit ihrem Erfolg ins öffentliche Bewusstsein brachten, in welchem Maße Deutschland auch kulturell ein Einwandererland ist.

Das Buch Gegen die Wand enthält neben dem Drehbuch von Fatih Akin und einigen Abbildungen Hintergrundmaterialien und Interviews zum Film. Neben Biografien der Schauspieler und des Stabs versammelt das von Helge Malchow klug zusammengestellte Taschenbuch ein lesenswertes Vorwort des Co-Produzenten Andreas Thiel, zwei Interviews mit Akin und eines mit Sibel Kekilli, eine Filmkritik von Ferdiun Zaimoglu und mehrere Hintergrundberichte aus der Zeit und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sowie eine kleine Chronique scandaleuse des eigentlich vernachlässigenswerten sogenannten Porno-Skandals (Bild -Schlagzeile: 'Hamburger Film-Diva in Wahrheit Porno-Star') um Sibel Kekilli. So ist Gegen die Wand ein Buch wie das Zusatzmaterial auf einer sehr gut ausgestatteten DVD.

Daten & Fakten

Titel: "Gegen die Wand" von Fatih Akin
Autor: Fatih Akin
Erscheinungsort: Köln
Erscheinungsdatum: 2004
Seiten: 270
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 3-462-03442-1

MEINUNGEN

Ihre Meinung zu diesem Buch (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)

Partner

  • Deutsche Film- und Medienbewertung
  • Arthaus Filme
  • Filmförderung Baden-Württemberg
  • Filmfest München
  • Festival Scope