Ga-Netchu! Das Manga Anime Syndrom
Kinostart:
14.04.2008
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In der Hitze der Bilder
Ein Katalog für zwei Ausstellungen. Er passt für beide, denn sie gründen auf einer interdisziplinären Zusammenarbeit des Deutschen Filmmuseums und des Museums für Angewandte Kunst, beide in Frankfurt/Main. Sie heißen Anime! High Art - Pop Culture (bis 3.8.2008 im Filmmuseum) und Mangamania - Comic-Kultur in Japan 1800 - 2008 (bis 25.5.2008). Sie untersuchen gemeinsam das universale Massenereignis Manga und Anime und präsentieren die Ergebnisse im vorliegenden Katalog Ga-Netchu! Das Manga Anime Syndrom.
22 Autoren (darunter Daniel Kothenschulte, Julia Nieder und Andreas Platthaus) beschäftigen sich mit dem Phänomen, das sich nicht allein auf Comics, Filme und Fernsehserien beschränkt, sondern dank seiner universalen Einsetzbarkeit und der exzessiven multimedialen Auswertung den Alltag der Japaner und der restlichen Weltbevölkerung in vielen Facetten durchdringt. Sie finden Manga-Vorformen in der Edo-Zeit sowie im 19. und frühen 20. Jahrhundert, sie befassen sich mit der Entwicklung der Animes, mit Hayao Miyazakis und Isao Takahatas Studio Ghibli, mit dem Anfang der 1970er Jahre erstmals begangenen Weg der Animes ins ZDF, mit Yoshitaka Amano, Jiro Taniguchi, Lupin III, mit japanischen Mädchen, Erotik und Porträts, mit 3D-Computeranimation, Videospielen, Merchandising-Produkten und dem Fankult Otaku.
Das Ergebnis ist ein großer, auf dem deutschen Buchmarkt neuer Überblick voller Einblicke und Impulse. Ein glänzend bebildertes und (man beachte zum Beispiel die Seitenzahlen) liebevoll gestaltetes Buch. Etwas anstrengend wird die Lektüre allerdings durch die vielen transkribierten japanischen Originaltitel, besonders in den Bildunterschriften. Unter einer Abbildung auf Seite 236 hätte ich beispielsweise gerne gelesen: Wickie und die starken Männer - Snorre, Tjure, Faxe, Gorm, Halvar, Wickie, Urobe und Ulme" (die Namen, die Bastian Pastewka gerne aufzählt, wenn die Gelegenheit sich bietet), doch stattdessen steht dort: Chiisana baikingu Bikke . Und Heidi heißt durchweg Arupusu no shojo Haiji. Doch man gewöhnt sich und tut vielleicht auch gut daran, denn es sind ja auch in Zukunft viele weitere interessante Filme - und Comics - aus Asien zu erwarten.
(Stefan Otto)
22 Autoren (darunter Daniel Kothenschulte, Julia Nieder und Andreas Platthaus) beschäftigen sich mit dem Phänomen, das sich nicht allein auf Comics, Filme und Fernsehserien beschränkt, sondern dank seiner universalen Einsetzbarkeit und der exzessiven multimedialen Auswertung den Alltag der Japaner und der restlichen Weltbevölkerung in vielen Facetten durchdringt. Sie finden Manga-Vorformen in der Edo-Zeit sowie im 19. und frühen 20. Jahrhundert, sie befassen sich mit der Entwicklung der Animes, mit Hayao Miyazakis und Isao Takahatas Studio Ghibli, mit dem Anfang der 1970er Jahre erstmals begangenen Weg der Animes ins ZDF, mit Yoshitaka Amano, Jiro Taniguchi, Lupin III, mit japanischen Mädchen, Erotik und Porträts, mit 3D-Computeranimation, Videospielen, Merchandising-Produkten und dem Fankult Otaku.
Das Ergebnis ist ein großer, auf dem deutschen Buchmarkt neuer Überblick voller Einblicke und Impulse. Ein glänzend bebildertes und (man beachte zum Beispiel die Seitenzahlen) liebevoll gestaltetes Buch. Etwas anstrengend wird die Lektüre allerdings durch die vielen transkribierten japanischen Originaltitel, besonders in den Bildunterschriften. Unter einer Abbildung auf Seite 236 hätte ich beispielsweise gerne gelesen: Wickie und die starken Männer - Snorre, Tjure, Faxe, Gorm, Halvar, Wickie, Urobe und Ulme" (die Namen, die Bastian Pastewka gerne aufzählt, wenn die Gelegenheit sich bietet), doch stattdessen steht dort: Chiisana baikingu Bikke . Und Heidi heißt durchweg Arupusu no shojo Haiji. Doch man gewöhnt sich und tut vielleicht auch gut daran, denn es sind ja auch in Zukunft viele weitere interessante Filme - und Comics - aus Asien zu erwarten.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Ga-Netchu! Das Manga Anime Syndrom
Autor:
Hans-Peter Reichmann, Martha-Christine Menzel, Susanne Neubronner, Jessica Niebel, Dr. Stephan von der Schulenburg, Dinah Zank (Red.)
Erscheinungsort:
Berlin, Frankfurt am Main
Erscheinungsdatum:
2008
Seiten:
274
Verlag:
Henschel Verlag
ISBN:
978-3-89487-607-4
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