Pulp Fiction
Der neue Jerry Cotton-Film war eine Enttäuschung. Aber aufwendige Wiederbelebungen, Neuauflagen, Remakes und Sequels bringen es zum Glück auch mit sich, dass man sich ihrer Vorgeschichte erinnert, ihrer Abkunft, dem Original.
Zu Philipp Stennerts und Cyrill Boss' Komödie von 2010 erschien so die CD Jerry Cotton - FBI's Top Man, mit Musik vom Peter Thomas Sound Orchester zu den Cotton-Filmen aus den sechziger Jahren. Bastei Lübbe, der Hausverlag des smarten FBI-Agenten, veröffentlichte zum Kinostart "12 packende Hörspiel-Krimis" in einer G-man Jerry Cotton Box und (während das lange angekündigte Cotton-Film-Buch aus dem Schwarzkopf & Schwarzkopf-Verlag weiter auf sich warten lässt) G-man Jerry Cotton von Martin Compart, eine, wie es vorne im Buch heißt, "Hommage an den erfolgreichsten Krimihelden der Welt".
Es ist ein mit viel Liebe zum Detail gestalteter Band, der sich in erster Linie an die Fans richtet, an die der Groschenromane wie an jene der Filme. Vorne drin liegt der Roman Süße Bienen, blaue Bohnen, der zuvor nur als Fortsetzungsroman in alten Ausgaben der Bravo zu haben war, und, natürlich in der Mitte, findet man ein Centerfold mit George Nader im roten Jaguar E-Type.
So locker und so gut wie gewohnt gibt Martin Compart (Crime TV - Lexikon der Krimiserien) einen Abriss über die Geschichte der Groschenhefte in Deutschland, über das FBI, den Jerry Cotton Club Deutschland und über die Identifikationsmomente, die der G-man bietet. Er stellt das Personal vor, einschlägige Gadgets, Cotton-Objekte aus den Museen und den Antiquariaten. Kenntnisreich und unter besonderer Berücksichtigung des Cotton-Vaters Delfried Kaufmann schreibt er über die Autoren, wobei auch Compart eine Auflistung mit präziser Zuordnung zu den Romanen nicht bieten kann. Die existiere nur im Verlag.
Das Kapitel über die Verfilmungen von 1965 bis 1969 füllt leider nur wenige Seiten, bevor eine Bildstrecke über den neuen Cotton und ein Gespräch zwischen Christian Tramitz, dem Regie- und Drehbuchautorenduo Cyrill Boss und Philipp Stennert und Delfried Kaufmann das Buch beschließen.
G-man Jerry Cotton ist informativ, in erster Linie jedoch schick und unterhaltend. Zur weiteren Beschäftigung mit den alten Filmen bleibt ein Buch zu empfehlen, auf das auch Compart loyal verweist: Jerry Cotton - George Nader und seine Filme von Christos Tses und Dirk Brüderle.
(Stefan Otto)
Zu Philipp Stennerts und Cyrill Boss' Komödie von 2010 erschien so die CD Jerry Cotton - FBI's Top Man, mit Musik vom Peter Thomas Sound Orchester zu den Cotton-Filmen aus den sechziger Jahren. Bastei Lübbe, der Hausverlag des smarten FBI-Agenten, veröffentlichte zum Kinostart "12 packende Hörspiel-Krimis" in einer G-man Jerry Cotton Box und (während das lange angekündigte Cotton-Film-Buch aus dem Schwarzkopf & Schwarzkopf-Verlag weiter auf sich warten lässt) G-man Jerry Cotton von Martin Compart, eine, wie es vorne im Buch heißt, "Hommage an den erfolgreichsten Krimihelden der Welt".
Es ist ein mit viel Liebe zum Detail gestalteter Band, der sich in erster Linie an die Fans richtet, an die der Groschenromane wie an jene der Filme. Vorne drin liegt der Roman Süße Bienen, blaue Bohnen, der zuvor nur als Fortsetzungsroman in alten Ausgaben der Bravo zu haben war, und, natürlich in der Mitte, findet man ein Centerfold mit George Nader im roten Jaguar E-Type.
So locker und so gut wie gewohnt gibt Martin Compart (Crime TV - Lexikon der Krimiserien) einen Abriss über die Geschichte der Groschenhefte in Deutschland, über das FBI, den Jerry Cotton Club Deutschland und über die Identifikationsmomente, die der G-man bietet. Er stellt das Personal vor, einschlägige Gadgets, Cotton-Objekte aus den Museen und den Antiquariaten. Kenntnisreich und unter besonderer Berücksichtigung des Cotton-Vaters Delfried Kaufmann schreibt er über die Autoren, wobei auch Compart eine Auflistung mit präziser Zuordnung zu den Romanen nicht bieten kann. Die existiere nur im Verlag.
Das Kapitel über die Verfilmungen von 1965 bis 1969 füllt leider nur wenige Seiten, bevor eine Bildstrecke über den neuen Cotton und ein Gespräch zwischen Christian Tramitz, dem Regie- und Drehbuchautorenduo Cyrill Boss und Philipp Stennert und Delfried Kaufmann das Buch beschließen.
G-man Jerry Cotton ist informativ, in erster Linie jedoch schick und unterhaltend. Zur weiteren Beschäftigung mit den alten Filmen bleibt ein Buch zu empfehlen, auf das auch Compart loyal verweist: Jerry Cotton - George Nader und seine Filme von Christos Tses und Dirk Brüderle.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
G-man Jerry Cotton
Autor:
Martin Compart
Erscheinungsort:
Köln
Erscheinungsdatum:
2010
Seiten:
208
Verlag:
Bastei Lübbe
ISBN:
978-3-7857-2400-2
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