Für eine Handvoll Dollar. Die Geburt des Italo-Western
Kinostart:
19.11.2004
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The Dawning of a New Era
Stefan Otto, der viele der Buchkritiken für kino-zeit.de schreibt, hat auch selbst ein Filmbuch verfasst, auf das wir hier hinweisen möchten. Damit er nicht in Verlegenheit gerät, sich selbst zu loben, veröffentlichen wir an dieser Stelle eine ältere Besprechung von Carsten Tritt, mit freundlicher Genehmigung des Filmmagazins Schnitt:
Die neueste Erscheinung im Verlag der Wiedleroitherschen Filmprogramme beschäftigt sich mit einem Film, welcher ein ganzes Genre oder, wie dem Italowestern weniger Wohlgesonnene meinen, eine ganze Schwemme auslöste. Dabei spannt Stefan Otto den Bogen von frühesten Vorbildern der Geschichte, wie Mark Twains Erzählung The Man That Corrupted Hadleyburg von 1900, bis hin zu Walter Hills neuester Yojimbo-Verfilmung Last Man Standing. Auch durch seine knappen, aber fundierten Analysen, vor allem aber dadurch, dass er Für eine Handvoll Dollar immer wieder in einen Kontext stellt, zu anderen Filmen, Äußerungen der Beteiligten oder Anekdoten vom Set, gelingt es dem Autor, die Hintergründe und die Bedeutung des Films zu vermitteln.
Dabei ist Ottos zurückhaltende Darstellung besonders bewundernswert: Seine Erzähltechniken wirken - ganz im Gegensatz zu denen des porträtierten Genres - fast unscheinbar, er reiht oftmals nur unauffällig durch Zwischentext verbundene Zitate hintereinander, welche für sich alleine kaum aussagekräftig wären, schafft aber durch deren hervorragende Kombination einen nicht nur äußerst informativen, sondern auch überraschend unterhaltenden Einblick in den Film wie in das ihm nachfolgende Genre. Wobei ihm sicher auch manche Entzauberung gelingt, so zeigt er etwa durch die Darstellung der verschiedenen Rechtstreite um den Film - Kurosawa gegen Leone oder Leone gegen seine Produktionsgesellschaft Jolly-Film - dass es nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera oftmals nur um ein paar Dollar mehr ging, was verschuldete, dass der Film z. B. in den USA erst mit dreijähriger Verspätung in die Kinos kam.
Nach nicht genug zu lobenden Analysen runden eine Bibliografie, natürlich die kompletten Credits (einschließlich sämtlicher Pseudonyme in der Erstaufführung) und der reichlich bebilderte Filmtext das erfreuliche Erscheinungsbild des Buches ab.
Die neueste Erscheinung im Verlag der Wiedleroitherschen Filmprogramme beschäftigt sich mit einem Film, welcher ein ganzes Genre oder, wie dem Italowestern weniger Wohlgesonnene meinen, eine ganze Schwemme auslöste. Dabei spannt Stefan Otto den Bogen von frühesten Vorbildern der Geschichte, wie Mark Twains Erzählung The Man That Corrupted Hadleyburg von 1900, bis hin zu Walter Hills neuester Yojimbo-Verfilmung Last Man Standing. Auch durch seine knappen, aber fundierten Analysen, vor allem aber dadurch, dass er Für eine Handvoll Dollar immer wieder in einen Kontext stellt, zu anderen Filmen, Äußerungen der Beteiligten oder Anekdoten vom Set, gelingt es dem Autor, die Hintergründe und die Bedeutung des Films zu vermitteln.
Dabei ist Ottos zurückhaltende Darstellung besonders bewundernswert: Seine Erzähltechniken wirken - ganz im Gegensatz zu denen des porträtierten Genres - fast unscheinbar, er reiht oftmals nur unauffällig durch Zwischentext verbundene Zitate hintereinander, welche für sich alleine kaum aussagekräftig wären, schafft aber durch deren hervorragende Kombination einen nicht nur äußerst informativen, sondern auch überraschend unterhaltenden Einblick in den Film wie in das ihm nachfolgende Genre. Wobei ihm sicher auch manche Entzauberung gelingt, so zeigt er etwa durch die Darstellung der verschiedenen Rechtstreite um den Film - Kurosawa gegen Leone oder Leone gegen seine Produktionsgesellschaft Jolly-Film - dass es nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera oftmals nur um ein paar Dollar mehr ging, was verschuldete, dass der Film z. B. in den USA erst mit dreijähriger Verspätung in die Kinos kam.
Nach nicht genug zu lobenden Analysen runden eine Bibliografie, natürlich die kompletten Credits (einschließlich sämtlicher Pseudonyme in der Erstaufführung) und der reichlich bebilderte Filmtext das erfreuliche Erscheinungsbild des Buches ab.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Für eine Handvoll Dollar. Die Geburt des Italo-Western
Autor:
Stefan Otto
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsdatum:
1999
Seiten:
78
Verlag:
Verlag Uwe Wiedleroither
ISBN:
3-923990-08-1
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