Vom Studenten von Prag zum Million Dollar Baby
Bislang machten sich Charlie Chaplin und Paulette Goddard davon, nun ist es John Wayne, der geht. Wer in seinem Bücherregal eine der ersten vier Auflagen der Reclam Filmklassiker durch die jüngst erschienene 5. Auflage des Lexikons ersetzt, muss ein wenig mehr Platz für den kleinen Schuber schaffen und sich an ein neues Filmstill gewöhnen, das sich aus den Buchrücken der nunmehr fünf Bände zusammensetzt. Nun also Wayne in The Searchers anstelle von Chaplin in Modern Times.
Die Filmklassiker haben eine Erweiterung und Aktualisierung erfahren. Der gesamte Kanon wurde einer Revision unterzogen, einige alte Filme wurden neu gewürdigt, etliche neue wurden aufgenommen, die neuesten davon sind Collateral und Million Dollar Baby (beide 2004). Um ungefähr 50 Filme ist der Bestand auf diese Weise gewachsen, so dass in den fünf Bänden jetzt über 500 "Klassiker" besprochen werden.
Über 500 Filmkritiken von 81 Autoren: "Einige Texte", schreibt der Mainzer Herausgeber Thomas Koebner in seiner Vorbemerkung, "bevorzugen die nüchterne Information, auch zur Produktions- und Rezeptionsgeschichte, und entwickeln dementsprechend die Interpretation aus vorhandenen Zeugnissen, andere lassen sich einfühlsam oder essayistisch auf den Kunstwerk-Charakter des einzelnen Films ein, ohne darüber sachliche Mitteilungen zu versäumen oder die historische Distanz zu vergessen. Einige rekonstruieren vorwiegend die Handlung des Films so genau wie möglich, andere beobachten ausdrücklich verschiedene Gestaltungskomponenten wie die Regie, die Arbeit der Schauspieler und der Kamera, den Schnitt, die Musik oder die Filmarchitektur."
Die Besprechungen bieten allesamt fachlich fundierte Beschreibungen, kenntnisreiche Informationen und ästhetische Analysen. Lobenswert sind auch die Register zu Filmtiteln, Regisseuren, Drehbuchautoren, Kameraleuten und Darstellern, die durch das Filmwissen leiten und die Filmklassiker zu einem praktischen Nachschlagewerk machen.
(Stefan Otto)
Die Filmklassiker haben eine Erweiterung und Aktualisierung erfahren. Der gesamte Kanon wurde einer Revision unterzogen, einige alte Filme wurden neu gewürdigt, etliche neue wurden aufgenommen, die neuesten davon sind Collateral und Million Dollar Baby (beide 2004). Um ungefähr 50 Filme ist der Bestand auf diese Weise gewachsen, so dass in den fünf Bänden jetzt über 500 "Klassiker" besprochen werden.
Über 500 Filmkritiken von 81 Autoren: "Einige Texte", schreibt der Mainzer Herausgeber Thomas Koebner in seiner Vorbemerkung, "bevorzugen die nüchterne Information, auch zur Produktions- und Rezeptionsgeschichte, und entwickeln dementsprechend die Interpretation aus vorhandenen Zeugnissen, andere lassen sich einfühlsam oder essayistisch auf den Kunstwerk-Charakter des einzelnen Films ein, ohne darüber sachliche Mitteilungen zu versäumen oder die historische Distanz zu vergessen. Einige rekonstruieren vorwiegend die Handlung des Films so genau wie möglich, andere beobachten ausdrücklich verschiedene Gestaltungskomponenten wie die Regie, die Arbeit der Schauspieler und der Kamera, den Schnitt, die Musik oder die Filmarchitektur."
Die Besprechungen bieten allesamt fachlich fundierte Beschreibungen, kenntnisreiche Informationen und ästhetische Analysen. Lobenswert sind auch die Register zu Filmtiteln, Regisseuren, Drehbuchautoren, Kameraleuten und Darstellern, die durch das Filmwissen leiten und die Filmklassiker zu einem praktischen Nachschlagewerk machen.
(Stefan Otto)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Filmklassiker
Autor:
Thomas Koebner (Hg.)
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsdatum:
2006
Seiten:
2714
Verlag:
Philipp Reclam jun.
ISBN:
3-15-030033-9
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